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Ausgabe 021/2026
Aktuelle Ausgabe

Wie Drohnen aus Russland eine Regierung zu Fall bringen
In Lettland löste das wiederholte Eindringen und Abstürzen von Drohnen, mutmaßlich durch russische Störmaßnahmen verursacht, eine politische Krise aus, an deren Ende der Rücktritt der Ministerpräsidentin stand. Das lettische Militär hatte offenbar Defizite bei der Erkennung und Abwehr, und die Verzögerung beim Erwerb von Antidrohnensystemen untergrub das Vertrauen der Öffentlichkeit. Sicherheitsfachleute betonen, dass Resilienz gegen hybride Angriffe nicht nur technische, sondern auch politische und kommunikative Fähigkeiten der Führung erfordere. Der Fall zeigt, wie hybride Gefahrenlagen demokratische Institutionen destabilisieren können.

Die Planspiele der US-Migrationsforscher
Der Ökonom Daniel Di Martino hat einen interaktiven Migrationsrechner entwickelt, mit dem sich fiskalische Effekte verschiedener Einwanderungsszenarien auf Schulden, BIP und Bevölkerungsentwicklung simulieren lassen. Di Martino plädiert in seinen Szenarien für weniger, jüngere und besser qualifizierte Zuwanderung, hohe Gebühren für bestimmte Gruppen und konsequente Abschiebungen, womit er große Haushaltsentlastungen prognostiziert. Kritiker wie David J. Bier und Studien des Congressional Budget Office betonen hingegen, dass Migration langfristig oft fiskalisch positiv wirke, nicht zuletzt durch die Beiträge in den USA geborener Kinder von Einwanderern. Die Debatte zeigt, dass ökonomische Modellannahmen—etwa zur Berücksichtigung von Kindern oder zur Arbeitsteilung in Familien—entscheidend für die Bewertung politischer Migrationsoptionen sind.

In der aktuellen Ausgabe von Die Welt (Mo-Fr)

Ausgabe 020/2026

Wieso das „Correctiv“-Drama kein Ende nimmt
Das Landgericht Berlin II ordnete die Löschung bestimmter Formulierungen im Correctiv-Artikel an, während das Landgericht Hamburg zuvor andere Passagen für zulässig erklärt hatte. Die Zivilprozessordnung erlaubt bei im Internet abrufbaren Veröffentlichungen einen ‚fliegenden Gerichtsstand‘, sodass Betroffene in verschiedenen Gerichtsbezirken Klagen einreichen können. Felix W. Zimmermann kritisiert, dass dieses System Medien benachteiligt und regt eine Konzentration zuständiger Gerichte oder eine bundesweite Zuteilung nach Eingangsreihenfolge an. Der Bundesgerichtshof könnte bei anhaltend widersprüchlicher Rechtsprechung letztlich eine einheitliche Grundsatzentscheidung treffen, doch bis dahin laufen für Correctiv zahlreiche parallele Verfahren mit hohem Kostenrisiko.

So wollen Brüssel und Berlin die Sicherheitslücke schließen
Donald Trump kündigte überraschend einen Teilabzug von US-Soldaten aus Deutschland und die Nicht-Stationierung von Tomahawk-Raketen an, was in Europa Besorgnis auslöste. Die früher vereinbarte vorübergehende Stationierung konventioneller Präzisionswaffen zur Abschreckung Russlands geriet dadurch in Frage. Berlin und Brüssel arbeiten an Lösungen wie verstärkter Eigenproduktion, Joint Ventures mit US-Firmen und möglichen Käufen aus Drittstaaten, um die Abschreckungsfähigkeit zu erhalten. Diplomaten und Militärs erwägen außerdem stärkere europäische Führungsstrukturen und Koalitionen der Willigen zur konventionellen Verteidigung.

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Ausgabe 019/2026

„Roboter bluten nicht“: Wo die Ukraine jetzt neue Maßstäbe setzt
Die Ukraine hat seit 2022 eine rasche Militär- und Rüstungsentwicklung durchlaufen und ist in mehreren Bereichen technologisch führend geworden. Ukrainische Unternehmen stellen inzwischen viele Drohnen und andere unbemannte Systeme in großer Stückzahl her. Das Land exportiert Technologie und kooperiert mit Staaten vom Golf bis Europa bei Luftabwehr und Produktion. Militärische Akteure in Europa ziehen zunehmend Lehren aus ukrainischer Praxis, insbesondere im Drohnen- und Robotereinsatz.

Fünf Schritte, damit Integration gelingt
Marc Helbling und andere Forschende betonen, dass Sprachkenntnisse die zentrale Voraussetzung für Integration sind. Integrationsvereinbarungen und verbindliche Ziele könnten Zugewanderten klare Rechte und Pflichten geben. Frühzeitige Förderung von Kindern in Kitas und Schulen wird als entscheidend für Bildungserfolg und spätere Arbeitsmarktintegration genannt. Frauen und spezifische Förderprogramme sollen stärker in Integrationsstrategien einbezogen werden, um geschlechtsspezifische Defizite zu vermeiden.

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Ausgabe 018/2026

Bodybuilder gegen den lauchkörperartigen Wissenschaftler
Der Autor verbringt Stunden in Warteschlangen auf der Fibo in Köln und schildert eine Atmosphäre, in der Branding, Influencer und Community die Messe dominieren. Marken wie ESN und More prägen das Bild der Messe und ziehen teils fanatische Anhänger an, die das Event als Community‑Treffen verstehen. Die Fitnesskultur hat sich zur Mainstream‑Subkultur entwickelt, in der Körperoptimierung Sichtbarkeit, Status und Erzählung ersetzt. Der Autor sieht im Hype trotz Kommerzialisierung einen konstruktiven Kern: das Streben nach Selbstverbesserung.

Falsch abgebogen, teuer betreut, nicht gerettet
Ein gestrandeter Buckelwal an der Ostseeküste dient als Parabel für die deutsche Energiewende und ihre Problemen aus Fehlsteuerung, bürokratischen Rettungsversuchen und symbolpolitischen Maßnahmen. Aktivistische Inszenierungen und kurzfristige Korrekturwerkzeuge hätten den Wal nicht nachhaltig gerettet, so der Vergleich. Die Bundesregierung reagierte mit Förderinstrumenten und Marktinterventionen, die laut Kritikern die Grundarchitektur des Energiesystems nicht korrigierten. Der Bundesrechnungshof warnt vor steigenden Kosten und Risiken für die Versorgungssicherheit.

Ausgabe 017/2026

„Eine bestenfalls schlampige Recherche“
Jan Böhmermann hatte in der Sendung den damaligen BSI-Präsidenten Arne Schönbohm scharf kritisiert und Nähe zu russischen Geheimdiensten suggeriert. Das Landgericht München untersagte wesentliche Aussagen der Sendung und bewertete Teile der Darstellung als unwahr und rufschädigend. Der Senat des OLG München deutete an, dass die Berufung des ZDF wenig Aussicht auf Erfolg habe, und schlug eine öffentliche Klarstellung durch den Sender vor. Die Entscheidung markiert eine juristische Abgrenzung zwischen zulässiger Satire und unzulässigen Tatsachenbehauptungen mit gravierenden persönlichen Folgen für Betroffene.

Israel und die Türkei liefern sich einen gefährlichen Wettbewerb
Die Türkei und Israel verfolgen unterschiedliche Strategien im Umgang mit der Nahostkrise und sehen einander zunehmend als Rivalen. Die türkische Führung befürchtet, dass ein gestürztes Iran-Regime ein Machtvakuum schafft, das kurdische Autonomiebewegungen stärkt und Flüchtlingsströme auslöst. Die israelische Regierung hingegen zieht eine Schwächung oder Destabilisierung des Iran in Betracht, um ihre Sicherheitsbedenken zu mindern. Diese divergierenden Interessen vergrößern das Risiko langfristiger regionaler Konfrontationen und erschweren diplomatische Entspannung.

In Ausgabe 017/2026 von Die Welt (Mo-Fr)

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DIE WELT ist eine der bekanntesten deutschen überregionalen Tageszeitungen und bietet dem Leser wochentäglich umfassende Artikel über aktuelle Themen und Nachrichten aus der ganzen Welt. Von Artikeln über globales politisches Geschehen bis hin zu Inhalten wie Ausbildung oder Rente in Deutschland reicht das vielfältige Themenspektrum.

Welche Inhalte bietet DIE WELT?

Die Zeitung DIE WELT ist eine moderne Tageszeitung mit großen, sorgfältig recherchierten Themen und ausführlichen Kommentaren. Das renommierte Blatt ist in die Ressorts Politik, Wirtschaft, Finanzen und Feuilleton unterteilt und bietet seinen Leser*innen klar strukturierte Nachrichten, Analysen und Einschätzungen. DIE WELT ist eine der führenden Zeitungen Europas und wird dennoch als bodenständig und geradlinig beschrieben. Tagesaktuell relevante Nachrichten aus der ganzen Welt, ihre Verlässlichkeit und die Vielfältigkeit der Themen sind weitere Gründe für die Beliebtheit dieser klassischen Tageszeitung.

Wer sollte DIE WELT lesen?

Die Zeitung ist besonders interessant für alle Menschen, die täglich über aktuelle Entwicklungen in Politik und Wirtschaft in Europa informiert sein möchten.

Das Besondere an der DIE WELT

Die DIE WELT ist eine bürgerlich-konservative Tageszeitung, die wirtschaftspolitisch als „deutlich marktliberal eingestellt“ gesehen wird. Als eine der führenden Zeitungen Europas wird das im Jahr 1946 gegründete Blatt inzwischen in 130 Ländern verkauft und erscheint im Nordischen Format.

  • erscheint seit April 1946
  • 255 Ausgaben pro Jahr, täglich Montag – Freitag
  • eine der führenden Zeitungen Europas

Der Verlag hinter der DIE WELT

Die Zeitung DIE WELT erscheint im Axel Springer Verlag, einem von Europas größten Verlagen mit Sitz in Berlin und Hamburg. Das einst klassische Verlagshaus Axel Springer ist im Laufe der Zeit zu einem weltweit erfolgreichen Medienkonzern geworden. In der britischen Besatzungszone in Hamburg gegründet, erschien DIE WELT erstmals am 2. April 1946 und wurde 1953 vom Verleger Axel Springer übernommen. Das bekannteste Printobjekt von Axel Springer ist neben DIE WELT und WELT am Sonntag vor allem die Familie der Zeitschriften rund um die BILD, der auflagenstärksten Tageszeitung in Deutschland. Sie möchten mehr aus der aufregenden Welt des Medienkonzerns erfahren? Viel Wissenswertes zum Verlag und zu seinen bei uns erhältlichen Magazinen finden Sie in unserem Blog zu den großen Verlagen unter Axel Springer Verlag.

Alternativen zur DIE WELT

DIE WELT ist bei uns der Kategorie Zeitungen zugeordnet. Eine weitere, empfehlenswerte Politik-Zeitung ist DIE ZEIT, welche über Themen aus Politik und Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft, Technik und Medizin, Gesellschaft und Bildung, Reisen, Lifestyle und Sport berichtet. Die International New York Times ist eine englischsprachige Tageszeitung für Europa, die unter anderem über Politik und Wirtschaft aus Europa und den USA berichtet.

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In Lettland löste das wiederholte Eindringen und Abstürzen von Drohnen, mutmaßlich durch russische Störmaßnahmen verursacht, eine politische Krise aus, an deren Ende der Rücktritt der Ministerpräsidentin stand. Das lettische Militär hatte offenbar Defizite bei der Erkennung und Abwehr, und die Verzögerung beim Erwerb von Antidrohnensystemen untergrub das Vertrauen der Öffentlichkeit. Sicherheitsfachleute betonen, dass Resilienz gegen hybride Angriffe nicht nur technische, sondern auch politische und kommunikative Fähigkeiten der Führung erfordere. Der Fall zeigt, wie hybride Gefahrenlagen demokratische Institutionen destabilisieren können.

Die Planspiele der US-Migrationsforscher
Der Ökonom Daniel Di Martino hat einen interaktiven Migrationsrechner entwickelt, mit dem sich fiskalische Effekte verschiedener Einwanderungsszenarien auf Schulden, BIP und Bevölkerungsentwicklung simulieren lassen. Di Martino plädiert in seinen Szenarien für weniger, jüngere und besser qualifizierte Zuwanderung, hohe Gebühren für bestimmte Gruppen und konsequente Abschiebungen, womit er große Haushaltsentlastungen prognostiziert. Kritiker wie David J. Bier und Studien des Congressional Budget Office betonen hingegen, dass Migration langfristig oft fiskalisch positiv wirke, nicht zuletzt durch die Beiträge in den USA geborener Kinder von Einwanderern. Die Debatte zeigt, dass ökonomische Modellannahmen—etwa zur Berücksichtigung von Kindern oder zur Arbeitsteilung in Familien—entscheidend für die Bewertung politischer Migrationsoptionen sind.

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Wieso das „Correctiv“-Drama kein Ende nimmt
Das Landgericht Berlin II ordnete die Löschung bestimmter Formulierungen im Correctiv-Artikel an, während das Landgericht Hamburg zuvor andere Passagen für zulässig erklärt hatte. Die Zivilprozessordnung erlaubt bei im Internet abrufbaren Veröffentlichungen einen ‚fliegenden Gerichtsstand‘, sodass Betroffene in verschiedenen Gerichtsbezirken Klagen einreichen können. Felix W. Zimmermann kritisiert, dass dieses System Medien benachteiligt und regt eine Konzentration zuständiger Gerichte oder eine bundesweite Zuteilung nach Eingangsreihenfolge an. Der Bundesgerichtshof könnte bei anhaltend widersprüchlicher Rechtsprechung letztlich eine einheitliche Grundsatzentscheidung treffen, doch bis dahin laufen für Correctiv zahlreiche parallele Verfahren mit hohem Kostenrisiko.

So wollen Brüssel und Berlin die Sicherheitslücke schließen
Donald Trump kündigte überraschend einen Teilabzug von US-Soldaten aus Deutschland und die Nicht-Stationierung von Tomahawk-Raketen an, was in Europa Besorgnis auslöste. Die früher vereinbarte vorübergehende Stationierung konventioneller Präzisionswaffen zur Abschreckung Russlands geriet dadurch in Frage. Berlin und Brüssel arbeiten an Lösungen wie verstärkter Eigenproduktion, Joint Ventures mit US-Firmen und möglichen Käufen aus Drittstaaten, um die Abschreckungsfähigkeit zu erhalten. Diplomaten und Militärs erwägen außerdem stärkere europäische Führungsstrukturen und Koalitionen der Willigen zur konventionellen Verteidigung.

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„Roboter bluten nicht“: Wo die Ukraine jetzt neue Maßstäbe setzt
Die Ukraine hat seit 2022 eine rasche Militär- und Rüstungsentwicklung durchlaufen und ist in mehreren Bereichen technologisch führend geworden. Ukrainische Unternehmen stellen inzwischen viele Drohnen und andere unbemannte Systeme in großer Stückzahl her. Das Land exportiert Technologie und kooperiert mit Staaten vom Golf bis Europa bei Luftabwehr und Produktion. Militärische Akteure in Europa ziehen zunehmend Lehren aus ukrainischer Praxis, insbesondere im Drohnen- und Robotereinsatz.

Fünf Schritte, damit Integration gelingt
Marc Helbling und andere Forschende betonen, dass Sprachkenntnisse die zentrale Voraussetzung für Integration sind. Integrationsvereinbarungen und verbindliche Ziele könnten Zugewanderten klare Rechte und Pflichten geben. Frühzeitige Förderung von Kindern in Kitas und Schulen wird als entscheidend für Bildungserfolg und spätere Arbeitsmarktintegration genannt. Frauen und spezifische Förderprogramme sollen stärker in Integrationsstrategien einbezogen werden, um geschlechtsspezifische Defizite zu vermeiden.

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Bodybuilder gegen den lauchkörperartigen Wissenschaftler
Der Autor verbringt Stunden in Warteschlangen auf der Fibo in Köln und schildert eine Atmosphäre, in der Branding, Influencer und Community die Messe dominieren. Marken wie ESN und More prägen das Bild der Messe und ziehen teils fanatische Anhänger an, die das Event als Community‑Treffen verstehen. Die Fitnesskultur hat sich zur Mainstream‑Subkultur entwickelt, in der Körperoptimierung Sichtbarkeit, Status und Erzählung ersetzt. Der Autor sieht im Hype trotz Kommerzialisierung einen konstruktiven Kern: das Streben nach Selbstverbesserung.

Falsch abgebogen, teuer betreut, nicht gerettet
Ein gestrandeter Buckelwal an der Ostseeküste dient als Parabel für die deutsche Energiewende und ihre Problemen aus Fehlsteuerung, bürokratischen Rettungsversuchen und symbolpolitischen Maßnahmen. Aktivistische Inszenierungen und kurzfristige Korrekturwerkzeuge hätten den Wal nicht nachhaltig gerettet, so der Vergleich. Die Bundesregierung reagierte mit Förderinstrumenten und Marktinterventionen, die laut Kritikern die Grundarchitektur des Energiesystems nicht korrigierten. Der Bundesrechnungshof warnt vor steigenden Kosten und Risiken für die Versorgungssicherheit.

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„Eine bestenfalls schlampige Recherche“
Jan Böhmermann hatte in der Sendung den damaligen BSI-Präsidenten Arne Schönbohm scharf kritisiert und Nähe zu russischen Geheimdiensten suggeriert. Das Landgericht München untersagte wesentliche Aussagen der Sendung und bewertete Teile der Darstellung als unwahr und rufschädigend. Der Senat des OLG München deutete an, dass die Berufung des ZDF wenig Aussicht auf Erfolg habe, und schlug eine öffentliche Klarstellung durch den Sender vor. Die Entscheidung markiert eine juristische Abgrenzung zwischen zulässiger Satire und unzulässigen Tatsachenbehauptungen mit gravierenden persönlichen Folgen für Betroffene.

Israel und die Türkei liefern sich einen gefährlichen Wettbewerb
Die Türkei und Israel verfolgen unterschiedliche Strategien im Umgang mit der Nahostkrise und sehen einander zunehmend als Rivalen. Die türkische Führung befürchtet, dass ein gestürztes Iran-Regime ein Machtvakuum schafft, das kurdische Autonomiebewegungen stärkt und Flüchtlingsströme auslöst. Die israelische Regierung hingegen zieht eine Schwächung oder Destabilisierung des Iran in Betracht, um ihre Sicherheitsbedenken zu mindern. Diese divergierenden Interessen vergrößern das Risiko langfristiger regionaler Konfrontationen und erschweren diplomatische Entspannung.

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DIE WELT ist eine der bekanntesten deutschen überregionalen Tageszeitungen und bietet dem Leser wochentäglich umfassende Artikel über aktuelle Themen und Nachrichten aus der ganzen Welt. Von Artikeln über globales politisches Geschehen bis hin zu Inhalten wie Ausbildung oder Rente in Deutschland reicht das vielfältige Themenspektrum.

Welche Inhalte bietet DIE WELT?

Die Zeitung DIE WELT ist eine moderne Tageszeitung mit großen, sorgfältig recherchierten Themen und ausführlichen Kommentaren. Das renommierte Blatt ist in die Ressorts Politik, Wirtschaft, Finanzen und Feuilleton unterteilt und bietet seinen Leser*innen klar strukturierte Nachrichten, Analysen und Einschätzungen. DIE WELT ist eine der führenden Zeitungen Europas und wird dennoch als bodenständig und geradlinig beschrieben. Tagesaktuell relevante Nachrichten aus der ganzen Welt, ihre Verlässlichkeit und die Vielfältigkeit der Themen sind weitere Gründe für die Beliebtheit dieser klassischen Tageszeitung.

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Das Besondere an der DIE WELT

Die DIE WELT ist eine bürgerlich-konservative Tageszeitung, die wirtschaftspolitisch als „deutlich marktliberal eingestellt“ gesehen wird. Als eine der führenden Zeitungen Europas wird das im Jahr 1946 gegründete Blatt inzwischen in 130 Ländern verkauft und erscheint im Nordischen Format.

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Die Zeitung DIE WELT erscheint im Axel Springer Verlag, einem von Europas größten Verlagen mit Sitz in Berlin und Hamburg. Das einst klassische Verlagshaus Axel Springer ist im Laufe der Zeit zu einem weltweit erfolgreichen Medienkonzern geworden. In der britischen Besatzungszone in Hamburg gegründet, erschien DIE WELT erstmals am 2. April 1946 und wurde 1953 vom Verleger Axel Springer übernommen. Das bekannteste Printobjekt von Axel Springer ist neben DIE WELT und WELT am Sonntag vor allem die Familie der Zeitschriften rund um die BILD, der auflagenstärksten Tageszeitung in Deutschland. Sie möchten mehr aus der aufregenden Welt des Medienkonzerns erfahren? Viel Wissenswertes zum Verlag und zu seinen bei uns erhältlichen Magazinen finden Sie in unserem Blog zu den großen Verlagen unter Axel Springer Verlag.

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DIE WELT ist bei uns der Kategorie Zeitungen zugeordnet. Eine weitere, empfehlenswerte Politik-Zeitung ist DIE ZEIT, welche über Themen aus Politik und Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft, Technik und Medizin, Gesellschaft und Bildung, Reisen, Lifestyle und Sport berichtet. Die International New York Times ist eine englischsprachige Tageszeitung für Europa, die unter anderem über Politik und Wirtschaft aus Europa und den USA berichtet.

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da hat wohl oben ein linker, naiver, verblendeter mensch geschrieben. die welt ist ein hervorragendes blatt - würde mir hier in AT so ein medium wünschen - vorallem keine propaganda-maschine der regierung

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In der aktuellen Ausgabe von Die Welt (Mo-Fr)

  • Bemerkenswerte Botschaft an die Asyl-Richter Abschiebungen scheitern oft am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. 46 Staaten legen nun den Spielraum neu aus
    Gunther Krichbaum reiste nach Moldau, wo der Europarat eine siebenseitige Chișinău-Erklärung verabschiedete, die Migration, Sicherheitsinteressen und die Auslegung der Menschenrechtskonvention thematisiert. Die 46 Mitgliedstaaten fordern in der Erklärung, nationale Sicherheitsinteressen stärker zu berücksichtigen und die Definition von „unmenschlicher Behandlung“ zu verschärfen, um Abschiebungen leichter zu rechtfertigen. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte werde nicht formell angegriffen, doch die Erklärung signalisiere, dass bei künftigen Entscheidungen lokale Sicherheitsinteressen stärker zu gewichten seien. Pro Asyl und andere Organisationen sehen darin eine Verschiebung zugunsten staatlicher Interessen zulasten des Abschiebungsschutzes von Geflüchteten.
  • Das schlechte Abschneiden Deutschlands bei einer neuen Unicef-Studie
    Die Unicef-Studie Innocenti platziert Deutschland nur auf Rang 25 von 37 wohlhabenden Ländern und kritisiert besonders die Bildungsergebnisse. Nur 60 Prozent der 15-Jährigen in Deutschland erreichen die Mindestkompetenz im Lesen und in Mathematik, womit das Land bei Bildung auf Platz 34 von 41 liegt. Mehrere Parteien fordern unterschiedliche Maßnahmen: die CDU verlangt verpflichtende Sprachtests für Vierjährige, die SPD setzt auf Kita-Förderung, und die Grünen fordern grundsätzliche Reformen zur Chancengleichheit. Die Diskussion betont die große Kluft zwischen Jugendlichen aus benachteiligten und wohlhabenden Familien.
  • Hilfe, die Demokratie stimmt ab
    Die sächsische Landtagsabstimmung zeigte, dass politische Mehrheiten manchmal unerwartet entstehen, als AfD und BSW einem grünen Antrag zustimmten. Die historische Erfahrung mit der Thüringer Ministerpräsidentenwahl 2020 wird als warnendes Beispiel für parteipolitische Interventionen herangezogen. Der Autor plädiert dafür, parlamentarische Mehrheiten unabhängig von parteipolitischen Zugehörigkeiten zu respektieren und sich auf Sachpolitik statt taktische Blockaden zu besinnen. Der Kommentar fordert, dass sinnvolle Anträge parteiübergreifend beschlossen werden sollten, ohne moralische Schnellurteile über die Koalitionspartner.
  • „Wer Gotland kontrolliert, der kontrolliert die Ostsee“
    Schweden veranstaltete mit der Übung „Aurora 26“ auf Gotland ein großes Nato-Manöver mit 18.000 Soldaten, um die Reaktion auf eine ‚Phase Null‘-Situation zu proben. Gotland hat eine strategische Bedeutung als Ausgangspunkt für Luft- und Seeverteidigung sowie als Drehkreuz für Nachschub in der Ostsee, besonders vor dem Hintergrund der russischen Aufrüstung in Kaliningrad. Konteradmiral Jonas Wikström und andere Militärs warnen vor hybriden Bedrohungen wie Sabotage an Unterwasserinfrastruktur und vor Aktivitäten der sogenannten Schattenflotte. Die Übung offenbarte Defizite in der Drohnenabwehr, weshalb Erfahrungen ukrainischer Einheiten nun stärker berücksichtigt werden sollen.
  • Truppenabzug überrascht selbst das Pentagon
    Das Pentagon stoppte kurzfristig die geplante Verlegung einer US-Panzerbrigade aus Texas nach Polen, was in Warschau und im Verteidigungsapparat für erhebliche Verwirrung sorgte. Medienrecherchen deuten darauf hin, dass Verteidigungsminister Pete Hegseth die Aussetzung anordnete, ohne breite Absprache mit europäischen Partnern und Teilen des Pentagon. Polens politische Führung erfuhr demnach teilweise erst aus der Berichterstattung von der Entscheidung, weil interne Kommunikationswege versagten. Beobachter warnen, dass solche Überraschungen die Abschreckung gegenüber Russland schwächen und das Vertrauen zwischen den Alliierten belasten können.
  • Wir lassen unsere Zukunftschancen im eigenen Boden liegen
    Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und die DIHK mahnen an, die heimische Rohstoffförderung auszubauen, insbesondere bei Lithium und Kupfer. Deutschland importiert über 90 Prozent seiner metallischen Rohstoffe und lässt zugleich bedeutende Reserven im Boden ungenutzt, was die Versorgungssicherheit gefährdet. Politische Entscheidungen wie der Ausstieg aus der heimischen Steinkohlenförderung haben laut Analyse zu hohen Importkosten geführt und zeigen, wie sehr Energie- und Rohstoffpolitik verzahnt sind. Der Autor fordert, Rohstoffpotenziale zu erschließen, um industrielle Abhängigkeiten zu verringern.
  • Union fällt zurück
    Die Insa-Umfrage für die ‚Bild am Sonntag‘ sieht die AfD bei 29 Prozent und die Union nur noch bei 22 Prozent, was einen historischen Rückgang für die Union markiert. Die schwarz-rote Koalition käme damit zusammen nur noch auf 34 Prozent, deutlich weniger als bei der Bundestagswahl 2025. Die Grünen erreichen nach der Umfrage 14 Prozent und überholen die SPD, während Linke, FDP und BSW leichte Verluste verzeichnen. Die Ergebnisse unterstreichen eine anhaltende Verschiebung der Wählerpräferenzen in Teilen Deutschlands.
  • Warnung vor Staatsstreich
    Georg Maier warnte, massenhafte Personalumstellungen durch die AfD würden das Berufsbeamtentum und die Bestenauslese nach Anforderungsprofilen unterlaufen. Maier betonte, Beamte müssten uneingeschränkte Verfassungstreue zeigen und Funktionäre des als rechtsextrem eingestuften AfD-Landesverbandes könnten diese Voraussetzung nicht erfüllen. Die Kritik zielt darauf ab, dass eine willkürliche Besetzung von Stellen die Rechtsstaatlichkeit und Verwaltungspraxis gefährden würde. Maier stellte klar, dass ein derartiges Vorgehen Züge eines Staatsstreichs annehmen könnte.
  • Der neue Druck zum Stillen
    Eine 250-seitige medizinische Leitlinie empfiehlt nun, Säuglinge in den ersten sechs Monaten ausschließlich zu stillen und mindestens ein Jahr weiterzustillen. Hebammenwissenschaftlerin Susanne Grylka sieht damit eine Angleichung an die WHO‑Empfehlungen und betont gesundheitliche Vorteile längeren Stillens für Mütter und Kinder. Kinderärzte und Allergologen warnen hingegen, dass starre Vorgaben individuelle Bedürfnisse, Ernährungsinteressen und die mögliche Allergieprävention durch frühere Einführung von Beikost vernachlässigen könnten. Viele Praktiker raten zu einer flexiblen, individuell abgestimmten Beratung, um Mütter nicht zusätzlich zu belasteten.
  • Grünen-Chefin Brantner erntet Widerspruch
    Franziska Brantner behauptet, die Aufrüstung Deutschlands löse in einigen Nachbarländern ‚Unbehagen‘ aus und fordert stärkere kooperative Mechanismen und Mitspracherechte für Verbündete. CDU-Vertreter und Sicherheitsexperten wie Carlo Masala widersprechen und sehen in der internationalen Wahrnehmung eher einen Ruf nach stärkerem deutschem Engagement. Die Debatte entzündete sich entlang ideologischer Linien: AfD und Linke lieferten jeweils harte Kritik oder alternative Vorschläge. Brantner fordert, Deutschland solle europäische Führung nicht allein, sondern in stärker eingebundener Form anstreben.
  • Glücklich, aber nicht unverdient: Auf diese Formel brachte WELT den Sieg der deutschen Fußballer im Münchner WM-Finale 1974
    Die deutsche Nationalmannschaft kämpfte sich im WM-Finale 1974 gegen die Niederlande zurück und gewann nach einem 0:1 durch Neeskens mit 2:1. Gerd Müller erzielte das entscheidende Tor zum 2:1, nachdem Paul Breitner per Elfmeter ausgeglichen hatte. Sepp Maier lieferte mehrere entscheidende Paraden, die den deutschen Sieg sicherten, während die zweite Halbzeit von Hektik und verpassten Chancen der Niederländer geprägt war. Das Endspiel löste in Deutschland große Freude und zahlreiche öffentliche Reaktionen aus.
  • Iran-Krieg: Israel stellt sich auf neue Angriffe ein
    Die israelische Regierung bereitet sich nach Medienberichten auf eine mögliche Wiederaufnahme von Angriffen gegen den Iran vor und hält die Armee in höchster Bereitschaft. US-Präsident Donald Trump prüfe laut Berichten militärische Optionen, weil er Iran nicht für verhandlungsbereit halte, und das Pentagon treffe Vorbereitungen. Zudem löste ein Drohnenangriff in den Vereinigten Arabischen Emiraten ein Feuer am Baraka-Atomkraftwerk in Abu Dhabi aus, ohne bislang erhöhten Radioaktivitätswerte festzustellen. Die IAEA beobachtet die Lage aufmerksam und steht in Kontakt mit den Emiraten.
  • Wie Drohnen aus Russland eine Regierung zu Fall bringen
    In Lettland löste das wiederholte Eindringen und Abstürzen von Drohnen, mutmaßlich durch russische Störmaßnahmen verursacht, eine politische Krise aus, an deren Ende der Rücktritt der Ministerpräsidentin stand. Das lettische Militär hatte offenbar Defizite bei der Erkennung und Abwehr, und die Verzögerung beim Erwerb von Antidrohnensystemen untergrub das Vertrauen der Öffentlichkeit. Sicherheitsfachleute betonen, dass Resilienz gegen hybride Angriffe nicht nur technische, sondern auch politische und kommunikative Fähigkeiten der Führung erfordere. Der Fall zeigt, wie hybride Gefahrenlagen demokratische Institutionen destabilisieren können.
  • „Seine Inhaftierung dient dazu, die Zivilgesellschaft einzuschüchtern“
    Ayse Bugra berichtet, dass Osman Kavala seit achteinhalb Jahren inhaftiert ist, seine Haftbedingungen sich verschärft haben und Besuche nur noch sehr eingeschränkt möglich sind. Die Anadolu Kültür‑Stiftung arbeitet weiter an kulturellen Projekten, doch Kavala kann aus der Haft heraus nicht aktiv mitwirken. Bugra kritisiert die juristische Logik der Vorwürfe und sagt, die Inhaftierung diene offenbar der nachträglichen Kriminalisierung der Gezi-Proteste und der Einschüchterung der Zivilgesellschaft. Sie appelliert an Dialog und an mehr Aufmerksamkeit in bilateralen Gesprächen über den Fall.
  • eine Frau wird es niemals allen recht machen
    Anna Schneider diskutiert, dass Frauen unterschiedlichste Lebensentwürfe wählen und trotzdem oft von verschiedenen Seiten kritisiert werden. Die Kolumnistin bezeichnet die Debatte um die Tradwife als ein kulturelles Phänomen, das Emotionalität und Kulturkampf bedient. Schneider betont, dass echte feministische Freiheit die individuelle Entscheidung jeder Frau respektieren muss. Die Autorin warnt vor Verurteilungen und plädiert für Toleranz gegenüber verschiedenen Lebensformen.
  • Kretschmers fragwürdige Wahlempfehlung
    Eckhard Jesse und Werner J. Patzelt kritisieren Michael Kretschmers öffentliche Wahlempfehlung für eine SPD‑Ministerpräsidentin als illoyal und parteischädigend. Die Autoren argumentieren, dass solche Interventionen den Parteienwettbewerb verzerren, Wähler verunsichern und der AfD indirekt nützen könnten. Die Kommentatoren warnen davor, etablierten demokratischen Prinzipien zu schaden, indem man parteipolitische Manöver über parlamentarische Wettbewerbsregeln stellt. Sie fordern, dass Politik wieder auf inhaltliche Auseinandersetzung statt taktische Manöver setzen solle.
  • So behandelt man Verbündete nicht
    Andrew Puzder argumentiert, die USA hätten im Rahmen des Turnberry-Deals ihre Zusagen umgesetzt und erwarteten, dass die EU ihrerseits Zölle auf US‑Industrieexporte aufhebe. Die Europäische Union habe nach seiner Darstellung die eigene Umsetzung verzögert und versuche nun, das vereinbarte Abkommen im Rat und Parlament nachzuverhandeln. Puzder sieht einseitiges Nichthandeln Brüssels als Grund für die US‑Zollmaßnahmen und verteidigt diese als Mittel zur Durchsetzung von Reziprozität. Er fordert die EU auf, die Vereinbarung zu respektieren, statt die Spielregeln nachträglich zu ändern.
  • Das ist der Trend beim ESC, den Deutschland verpasst hat
    Bulgarien gewann den Eurovision Song Contest 2026 in Wien mit 516 Punkten vor Israel und Rumänien. Der deutsche Beitrag von Sarah Engels erreichte nur Platz 23 und erhielt insgesamt 12 Punkte, was in Deutschland Kritik und Frustration auslöste. Manuel Brug analysiert, dass der ESC in diesem Jahr verstärkt Künstler mit nationalen Elementen, originellen Konzepten und mutigen Performances belohnte, während ältere Popkonzepte weniger Erfolg hatten. Er kritisiert zudem die fehlende Risikobereitschaft und Songwahl des deutschen Vorentscheids als Ursache des enttäuschenden Ergebnisses.
  • Der unterschätzte Chip-Star im Windschatten von Nvidia
    AMD und CEO Lisa Su haben sich vom früheren Zweitplatzierten zu einem zentralen Anbieter für Rechenzentrumschips entwickelt und profitieren davon, dass KI-Anwendungen zunehmend nicht nur GPUs, sondern auch klassische Server‑CPUs benötigen. Das Unternehmen liefert inzwischen ein breites Portfolio von Serverprozessoren (EPYC), KI‑Beschleunigern und Netzwerktechnik und hat Partnerschaften mit großen Cloudanbietern erzielt. Analysten erkennen eine Neubewertung von AMD, da die Nachfrage nach vielfältigen Rechenarchitekturen steigt und Kunden nach Alternativen zu einem dominierenden Anbieter suchen. Die Marktbewegung zeigte sich zuletzt in deutlich steigenden Umsätzen und einem kräftigen Kursanstieg der Aktie.
  • Die neue Job-Angst der Jugend
    Eine repräsentative Barmer-Umfrage zeigt, dass 24 Prozent der Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren ihre beruflichen Pläne durch KI gefährdet sehen, ein Anstieg gegenüber 17 Prozent im Jahr 2023. Die Nutzung von KI‑Tools unter Jugendlichen stieg gleichzeitig stark von 20 auf 48 Prozent zwischen 2023 und 2025, sodass Chancen- und Risikoabwägung parallel wachsen. Viele Jugendliche nutzen KI auch für Gesundheitsfragen, wobei 53 Prozent die Ratschläge als vertrauenswürdig einschätzen, und ein Teil nutzt bereits KI‑basierte Apps zur psychischen Unterstützung. Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit, jungen Menschen Kompetenzen im Umgang mit KI zu vermitteln und Grenzen aufzuzeigen.
  • „Die Rente mit 70 wird kommen“
    Marcel Fratzscher fordert ein umfassendes Reformpaket aus Subventionsabbau, Rentenreform und gerechterer Besteuerung von Vermögen, um die Defizite im Bundeshaushalt zu schließen. Fratzscher warnt, dass ohne Reformen die Sozialabgaben in den 2030er-Jahren stark steigen könnten und sieht die Rente mit 70 als wahrscheinlichem Bestandteil künftiger Regelungen. Der DIW‑Präsident plädiert für ein einheitliches Renteneintrittsalter und warnt, dass differenzierte Modelle oftmals besserverdienende Gruppen bevorzugen. Fratzscher betont, dass ein Gesamtbild für Akzeptanz nötig sei und Einzelmaßnahmen politisch schwer durchsetzbar sind.
  • Die Planspiele der US-Migrationsforscher
    Der Ökonom Daniel Di Martino hat einen interaktiven Migrationsrechner entwickelt, mit dem sich fiskalische Effekte verschiedener Einwanderungsszenarien auf Schulden, BIP und Bevölkerungsentwicklung simulieren lassen. Di Martino plädiert in seinen Szenarien für weniger, jüngere und besser qualifizierte Zuwanderung, hohe Gebühren für bestimmte Gruppen und konsequente Abschiebungen, womit er große Haushaltsentlastungen prognostiziert. Kritiker wie David J. Bier und Studien des Congressional Budget Office betonen hingegen, dass Migration langfristig oft fiskalisch positiv wirke, nicht zuletzt durch die Beiträge in den USA geborener Kinder von Einwanderern. Die Debatte zeigt, dass ökonomische Modellannahmen—etwa zur Berücksichtigung von Kindern oder zur Arbeitsteilung in Familien—entscheidend für die Bewertung politischer Migrationsoptionen sind.
  • (MITTELSTAND) Achthundert Meter Nostalgie, die sich als glänzende Wagen durch die Stadt schieben – bis jeder begreift, dass hier mehr ankommt als ein Gastspiel: Das Circus-Theater Roncalli reist nachhaltig per Zug
    Das Circus-Theater Roncalli reist mit historischen Wagen nachhaltig per Zug und verbindet poetische Inszenierung mit unternehmerischer Organisation. Bernhard Paul führt das Familienunternehmen weiterhin künstlerisch und setzt auf Bilder, Musik und dramaturgische Handschrift statt Sensation. Dirk Renner und Patrick Philadelphia organisieren Management, Finanzen und Personal, sodass Tourbetrieb, Werkstätten, Verwaltung und das Apollo Varieté funktionieren. Roncallli finanziert sich über Tourneen, Events, Weihnachtsmärkte und Fundus-Raritäten und trägt rund 110 bis 250 Beschäftigte auf Tour weitgehend durch komplexe Logistik und Stabilisierung der Preise.
  • (WIRTSCHAFT) Platzt jetzt die Blase? Heiß gelaufene Aktien
    Investoren erkennen auffällige Parallelen zwischen dem aktuellen KI-Boom und der Dotcom-Blase um 2000, etwa in starken Kursanstiegen und Konzentration. Die fünf größten US-Konzerne stellen knapp 30 Prozent des S&P 500, und viele KI-affine Aktien tragen den Großteil der Gewinne. Analysten nennen Indikatoren wie ein Shiller-KGV über 42 und extrem hohe Abstände zur 200-Tage-Linie als Warnsignale. Einige Experten verweisen jedoch auf die starke Gewinnkraft großer Tech-Konzerne und hohe Investitionen, die das Szenario von 1999/2000 unterscheiden könnten.
  • (SPORT) Bundestrainer Julian Nagelsmann äußerte sich im ZDF-„Sportstudio“
    Julian Nagelsmann betonte, dass er persönliche Gespräche mit allen potenziellen Kadern priorisiere und die Spieler individuell kontaktiere. Er nannte Leistung als oberstes Auswahlkriterium, erwähnte aber auch, dass Spieler mit verbindender Persönlichkeit in 50-50-Entscheidungen zählen können. Nagelsmann erläuterte, dass die Kaderzusammenstellung komplex sei und viele Details wie Fitness und Formlage noch offen blieben. Er warnte vor den besonderen klimatischen Herausforderungen der WM und plädierte dafür, Ticketpreise erschwinglich zu halten, damit Fußball als Massenereignis erhalten bleibe.
  • Beim FC Chelsea wartet auf Alonso viel Arbeit
    Xabi Alonso unterschrieb einen Vertrag bis 2030 als neuer Trainer des FC Chelsea und will im Klub eine neue Kultur und harte Arbeit etablieren. Der Verein liegt in der Premier League derzeit nur auf Platz neun und verpasste die Teilnahme am Europapokal. Callum McFarlane bleibt bis Saisonende Interimstrainer, während Alonso künftig die Kaderentwicklung und sportliche Verbesserung vorantreiben soll. Der Klub hat in den letzten Jahren viele Trainer verschlissen und muss sportlich wie strukturell neu ausgerichtet werden.
  • Eintracht Frankfurt ist eine riesige Baustelle
    Ultras von Eintracht Frankfurt provozierten nach dem Saisonende mit Raketen, Böllern und einem Auflauf hinter dem Tor, wobei zwei Menschen verletzt wurden. Trainer Albert Riera wurde vor dem Spiel ausgepfiffen und sein Verhältnis zur Mannschaft gilt als belastet, sodass seine Entlassung wahrscheinlich erscheint. Sportvorstand Markus Krösche und Vorstandssprecher Axel Hellmann kündigen einen tiefen Umbruch in der Mannschaft an. Spieler wie Jonny Burkhardt kritisieren die fehlende Geschlossenheit und fordern strukturelle Veränderungen.
  • Rostock-Fan stürzt zwölf Meter in die Tiefe
    Ein Hansa-Rostock-Fan stürzte während des Auswärtsspiels in Saarbrücken vom Ludwigsparkstadion und erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Der Verletzte wurde operiert und befindet sich weiterhin in einem kritischen Zustand, Gerüchte über seinen Tod wurden von Polizei und Verein zurückgewiesen. Augenzeugen berichteten von einem Konflikt und Provokationen zwischen den Fanlagern, nachdem Feuerwerkskörper geflogen waren, die Polizei ermittelt zur Ursache des Sturzes. Der Verein appellierte an die Öffentlichkeit, keine Gerüchte zu verbreiten.
  • (FEUILLETON) Als Deutschland das noch schaffte
    Das Deutsche Historische Museum erinnert mit einer Ausstellung an eigene Geschichte und Sammlung, trotz laufender Restaurierung des Zeughauses. Die Schau beginnt mit Militäruniformen von 1785 bis zu Wilhelms II. und zeigt internationale Rüstungskunst als Teil nationaler Bildbarkeiten. Der Kurator Wolfgang Cortjaens stellt daneben Handwerk, Walzrituale und den Bergbau vor, um die Vielfalt gesellschaftlicher Milieus und ihre Selbstdarstellung aufzuzeigen. Die Ausstellung betont handwerklichen Fleiß, Traditionsverbundenheit, Kunstsinn und Gemeinschaftsidentität als Faktoren des historischen Zusammenhalts.
  • Die Künstlerin, vor der Österreich Angst hatte
    Valie Export (Waltraud Lehner) nutzte ihren Körper als künstlerisches Material und provozierte mit Aktionen wie dem „Tapp- und Tastkino“, bei dem Passanten ihre Brüste berühren durften. Die Künstlerin setzte Schmerz, Selbstverletzung und Performance ein, um gesellschaftliche Tabus, Geschlechterverhältnisse und männliche Gewalt zu entlarven. Institutionen in Österreich reagierten mit Diffamierung und Anzeigen, doch international erhielt sie Anerkennung, etwa durch Documenta- und Biennale-Teilnahmen. Galerien und Museen wie das MoMA oder die Tate Modern sammelten später ihre Werke, und ihr Einfluss auf Medien- und Aktionskunst blieb nachhaltig.
  • (FEUILLETON) Hal Foster’s Tarzan
    Hal Foster zeichnete in den 1930er-Jahren prachtvolle, farbige Sonntagsstrips von Tarzan und legte mit detailreichen Hintergründen die Basis für moderne Abenteuercomics. Foster verzichtete weitgehend auf Sprechblasen und setzte auf bildstarke Kompositionen, die Natur, Figuren und exotische Kostüme akkurat darstellten. Sein Wechsel von Tarzan zu Prinz Eisenherz vermittelte erzählerische Techniken und visuellen Stil an spätere Schöpfer weiter. Fosters Arbeiten beeinflussten zudem spätere Popkultur-Ikonen und zeigten die Evolution von Figurenkleidung und Körperideal in Comics.
  • Warum das Theatertreffen keine Frauenquote mehr braucht
    Die Jury des Theatertreffens gab bekannt, die bisherige Frauenquote abzuschaffen und künftig auf öffentliche Debatten über Theater als soziales System zu setzen. Datenerhebungen zeigen, dass der Frauenanteil in der Regie in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist, sodass die rigide Quotenregelung ihre Dringlichkeit verloren hat. Jakob Hayner argumentiert, dass die Quote zwar hilfreich war, aber auch zu Rollen- und Regelkonfusion in der Jury führte und ästhetische Urteile mit kulturpolitischen Vorgaben vermischte. Die Jury will nun wieder stärker nach künstlerischer Qualität auswählen und zugleich strukturelle Fragen im Diskurs weiterverfolgen.
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