Die Welt (Mo-Fr) Abo

Ausgabe 017/2026
Aktuelle Ausgabe

„Eine bestenfalls schlampige Recherche“
Jan Böhmermann hatte in der Sendung den damaligen BSI-Präsidenten Arne Schönbohm scharf kritisiert und Nähe zu russischen Geheimdiensten suggeriert. Das Landgericht München untersagte wesentliche Aussagen der Sendung und bewertete Teile der Darstellung als unwahr und rufschädigend. Der Senat des OLG München deutete an, dass die Berufung des ZDF wenig Aussicht auf Erfolg habe, und schlug eine öffentliche Klarstellung durch den Sender vor. Die Entscheidung markiert eine juristische Abgrenzung zwischen zulässiger Satire und unzulässigen Tatsachenbehauptungen mit gravierenden persönlichen Folgen für Betroffene.

Israel und die Türkei liefern sich einen gefährlichen Wettbewerb
Die Türkei und Israel verfolgen unterschiedliche Strategien im Umgang mit der Nahostkrise und sehen einander zunehmend als Rivalen. Die türkische Führung befürchtet, dass ein gestürztes Iran-Regime ein Machtvakuum schafft, das kurdische Autonomiebewegungen stärkt und Flüchtlingsströme auslöst. Die israelische Regierung hingegen zieht eine Schwächung oder Destabilisierung des Iran in Betracht, um ihre Sicherheitsbedenken zu mindern. Diese divergierenden Interessen vergrößern das Risiko langfristiger regionaler Konfrontationen und erschweren diplomatische Entspannung.

In der aktuellen Ausgabe von Die Welt (Mo-Fr)

Ausgabe 016/2026

Pendlerpauschale: Vorschlag zur Erhöhung
Der Beitrag behandelt die Debatte um eine mögliche Erhöhung der Pendlerpauschale von 38 auf 45 Cent pro Kilometer und nennt politische Positionen, Rechengrößen und praktische Folgen. Er erklärt, dass viele Pendler erst über die Steuererklärung oder per Antrag auf Lohnsteuerermäßigung kurzfristig entlastet werden könnten, und erläutert die Voraussetzungen (Werbungskosten über 1.830 Euro). Anhand von Rechenbeispielen wird gezeigt, wie viel weniger Steuer unterschiedliche Einkommensgruppen und Pendelstrecken tatsächlich zahlen würden. Gleichzeitig analysiert der Text die Haushaltswirkung: jede Cent-Erhöhung kostet den Staat viel Geld, bei sieben Cent wären es etwa 1,6 Milliarden Euro pro Jahr. Abschließend wird beschrieben, wie eine mögliche Finanzierung (etwa über eine Übergewinnsteuer) diskutiert wird und dass innerhalb der Regierung noch keine Einigung besteht.

Lieblingsaktien der Deutschen: Tech, Verteidigung und Turnarounds
Die Auswertung von Handelsdaten deutscher Broker zeigt klare Präferenzen privater Anleger: Technologie- und KI-Werte, industrielle Substanzwerte und Rüstungstitel dominieren. Nvidia bleibt beliebt, Microsoft verzeichnet starke Zuwächse im Ranking, während SAP unter Druck ist – Analysten sehen bei beiden Erholungs- und Kurschancen. Rheinmetall bleibt als Verteidigungstitel stark nachgefragt, was die geopolitische Zeitenwende widerspiegelt; auch kleinere Werte wie Droneshield finden Interesse. Insgesamt teilen Anleger ihre Depots etwa zur Hälfte in heimische und ausländische Titel; die Motive reichen von Wachstumsfantasie bis zu Turnaround-Hoffnungen.

In Ausgabe 016/2026 von Die Welt (Mo-Fr)

Ausgabe 014/2026

Deutschland wird zum militärischen Dealmaker
Der Beitrag beschreibt Pistorius' Reise in den Indopazifik, bei der Deutschland strategische Rüstungs- und Kooperationsvereinbarungen mit Singapur, Japan und Australien schloss. Im Zentrum stehen ein Wartungs-Hub für deutsche U-Boote in Singapur, ein Reciprocal Access Agreement mit Japan und ein SOFA mit Australien sowie Zusammenarbeit im Bereich Weltraumüberwachung und neuen Technologien wie Laserwaffen. Ziel ist die dauerhafte Verankerung deutscher Rüstungsindustrie, Diversifizierung von Lieferketten und engere militärische Interoperabilität angesichts globaler Unsicherheiten. Experten sehen darin eine industriepolitische und sicherheitspolitische Neuorientierung Deutschlands weg von reiner Symbolpolitik hin zu praktischen Allianzen. Relevanz für Leser: Veränderungen in deutscher Außen- und Sicherheitsstrategie und mögliche geopolitische Konsequenzen.

Null Prozent auf Lebensmittel?
Der Beitrag beleuchtet die politische Debatte über eine mögliche Senkung oder Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel. Er stellt Positionen aus Union und SPD dar und diskutiert, inwieweit eine Steuersenkung tatsächlich zu Preisentlastungen bei Verbraucherinnen und Verbrauchern führen würde. Ökonomische Einschätzungen von Forschungsinstituten werden zitiert, die teilweise erwarten, dass Händler Teile der Entlastung zurückhalten könnten. Zudem werden fiskalische Konsequenzen und mögliche Kompensationen angesprochen. Leser erhalten damit eine umfassende Übersicht über Chancen, Risiken und die praktischen Hürden einer solchen Reform.

Ausgabe 013/2026

„Noch schlimmer“ als die Nord-Stream-Sprengung: Eskalation im Iran-Krieg
Der Artikel beschreibt die jüngste Eskalation im Konflikt zwischen Iran und Israel, insbesondere Angriffe auf das South-Pars-Gasfeld und die Folgen für die globale Energieversorgung. Er analysiert die politischen Reaktionen, insbesondere die Drohungen von US-Präsident Donald Trump und die möglichen militärischen Antworten des Irans. Zudem wird die Bedeutung der Straße von Hormus für den Öltransport und die ökonomischen Konsequenzen für Europa hervorgehoben. Für Leser ist das Thema relevant, weil es unmittelbare Auswirkungen auf Energiepreise, Versorgungssicherheit und geopolitische Stabilität hat.

Meine Jahre mit Jürgen Habermas
Der Autor schildert persönliche Erinnerungen an sein Studium und vielfache Begegnungen mit Jürgen Habermas in den 1990er-Jahren. Er beschreibt Habermas' Intellektualität, seine strenge Kritik und die hohen akademischen Erwartungen, aber auch die emotionale Herausforderung eines Rückschlags, als Habermas die Betreuung seiner Dissertation ablehnte. Zugleich reflektiert der Text über Habermas' Ideen wie Verfassungspatriotismus und deren Relevanz in historischen Kontexten. Leser bekommen eine intime Perspektive auf einen bedeutenden Philosophen und die akademische Welt jener Zeit.

In Ausgabe 013/2026 von Die Welt (Mo-Fr)

Ausgabe 012/2026

Das leuchtende Scheitern der Klugen
Der ausführliche Nachruf zeichnet das Leben und Werk Jürgen Habermas' nach und würdigt seine Bedeutung für die deutsche und europäische Geistesgeschichte. Der Autor betont Habermas' Bestreben, die diskursive Vernunft als Grundlage demokratischer Politik zu etablieren, und seine Rolle als intervenierender Intellektueller. Gleichzeitig wird kritisch bilanziert, dass Habermas' Ideal vom 'zwangslosen Zwang des besseren Arguments' in Massendemokratien nur begrenzt praktikabel sei. Der Text behandelt sein Verhältnis zur 68er-Bewegung, zur Bundesrepublik und zur Transatlantik-Politik sowie seine späte Auseinandersetzung mit aktuellen Herausforderungen wie Trump und dem Ukraine-Krieg. Leser erhalten eine differenzierte Darstellung von Habermas' intellektueller Leistung sowie Limitationen seines Denkens für die heutige Politik.

Warum der Iran so anders ist – und weshalb das seine Stärke ausmacht
Der Beitrag erläutert, wie historische Kontinuitäten – vom Achämenidenreich über die Sasaniden bis zur safawidischen Staatsgründung und der Etablierung der Schia – die Besonderheit Irans prägen. Er zeigt auf, dass Persia/Iran eine eigenständige kulturelle und sprachliche Tradition bewahrt hat, die sich auch nach der islamischen Eroberung weiterentwickelte. Die Verbindung von schiitischer Religiosität, einer historisch verankerten Staatsidee und politischen Eliten wird als Grundlage für die Widerstandsfähigkeit moderner iranischer Herrschaft beschrieben. Der Autor argumentiert, dass diese historischen und religiösen Fundamente einen schnellen Regimewechsel erschweren. Leser erhalten eine tiefgehende historische Perspektive, warum Iran in der Region anders funktioniert als andere muslimische Staaten.

In Ausgabe 012/2026 von Die Welt (Mo-Fr)

Ausgabe 011/2026


In Ausgabe 011/2026 von Die Welt (Mo-Fr)

Ausgabe 010/2026


Ausgabe 009/2026


In Ausgabe 009/2026 von Die Welt (Mo-Fr)

Ausgabe 008/2026


In Ausgabe 008/2026 von Die Welt (Mo-Fr)

Ausgabe 007/2026


In Ausgabe 007/2026 von Die Welt (Mo-Fr)

Ausgabe 006/2026


Ausgabe 005/2026


Ausgabe 004/2026


Ausgabe 003/2026


Ausgabe 002/2026


Ausgabe 001/2026


Ausgabe 052/2025


In Ausgabe 052/2025 von Die Welt (Mo-Fr)

Ausgabe 051/2025


Ausgabe 050/2025


Ausgabe 049/2025


Ausgabe 048/2025


Ausgabe 047/2025


Ausgabe 046/2025


In Ausgabe 046/2025 von Die Welt (Mo-Fr)

Ausgabe 045/2025


Ausgabe 044/2025


Ausgabe 043/2025


Ausgabe 042/2025


Ausgabe 041/2025


Ausgabe 040/2025


Ausgabe 039/2025


Ausgabe 038/2025


Ausgabe 037/2025


Ausgabe 036/2025


Ausgabe 035/2025


Ausgabe 034/2025


Ausgabe 033/2025


Ausgabe 032/2025


Ausgabe 031/2025


Ausgabe 030/2025


Ausgabe 029/2025


Ausgabe 028/2025


Ausgabe 027/2025


Ausgabe 026/2025


Ausgabe 025/2025


Ausgabe 023/2025


Ausgabe 022/2025


Ausgabe 021/2025


Ausgabe 020/2025


Mehr anzeigen

Porträt von Die Welt (Mo-Fr)

DIE WELT ist eine der bekanntesten deutschen überregionalen Tageszeitungen und bietet dem Leser wochentäglich umfassende Artikel über aktuelle Themen und Nachrichten aus der ganzen Welt. Von Artikeln über globales politisches Geschehen bis hin zu Inhalten wie Ausbildung oder Rente in Deutschland reicht das vielfältige Themenspektrum.

Welche Inhalte bietet DIE WELT?

Die Zeitung DIE WELT ist eine moderne Tageszeitung mit großen, sorgfältig recherchierten Themen und ausführlichen Kommentaren. Das renommierte Blatt ist in die Ressorts Politik, Wirtschaft, Finanzen und Feuilleton unterteilt und bietet seinen Leser*innen klar strukturierte Nachrichten, Analysen und Einschätzungen. DIE WELT ist eine der führenden Zeitungen Europas und wird dennoch als bodenständig und geradlinig beschrieben. Tagesaktuell relevante Nachrichten aus der ganzen Welt, ihre Verlässlichkeit und die Vielfältigkeit der Themen sind weitere Gründe für die Beliebtheit dieser klassischen Tageszeitung.

Wer sollte DIE WELT lesen?

Die Zeitung ist besonders interessant für alle Menschen, die täglich über aktuelle Entwicklungen in Politik und Wirtschaft in Europa informiert sein möchten.

Das Besondere an der DIE WELT

Die DIE WELT ist eine bürgerlich-konservative Tageszeitung, die wirtschaftspolitisch als „deutlich marktliberal eingestellt“ gesehen wird. Als eine der führenden Zeitungen Europas wird das im Jahr 1946 gegründete Blatt inzwischen in 130 Ländern verkauft und erscheint im Nordischen Format.

  • erscheint seit April 1946
  • 255 Ausgaben pro Jahr, täglich Montag – Freitag
  • eine der führenden Zeitungen Europas

Der Verlag hinter der DIE WELT

Die Zeitung DIE WELT erscheint im Axel Springer Verlag, einem von Europas größten Verlagen mit Sitz in Berlin und Hamburg. Das einst klassische Verlagshaus Axel Springer ist im Laufe der Zeit zu einem weltweit erfolgreichen Medienkonzern geworden. In der britischen Besatzungszone in Hamburg gegründet, erschien DIE WELT erstmals am 2. April 1946 und wurde 1953 vom Verleger Axel Springer übernommen. Das bekannteste Printobjekt von Axel Springer ist neben DIE WELT und WELT am Sonntag vor allem die Familie der Zeitschriften rund um die BILD, der auflagenstärksten Tageszeitung in Deutschland. Sie möchten mehr aus der aufregenden Welt des Medienkonzerns erfahren? Viel Wissenswertes zum Verlag und zu seinen bei uns erhältlichen Magazinen finden Sie in unserem Blog zu den großen Verlagen unter Axel Springer Verlag.

Alternativen zur DIE WELT

DIE WELT ist bei uns der Kategorie Zeitungen zugeordnet. Eine weitere, empfehlenswerte Politik-Zeitung ist DIE ZEIT, welche über Themen aus Politik und Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft, Technik und Medizin, Gesellschaft und Bildung, Reisen, Lifestyle und Sport berichtet. Die International New York Times ist eine englischsprachige Tageszeitung für Europa, die unter anderem über Politik und Wirtschaft aus Europa und den USA berichtet.

Weniger anzeigen

Die Welt (Mo-Fr) Abo

Abonnement

Wählen Sie Ihr Abo

Wann soll geliefert werden?

Wohin soll geliefert werden?
Ausgabe
017/2026
Aktuelle Ausgabe

„Eine bestenfalls schlampige Recherche“
Jan Böhmermann hatte in der Sendung den damaligen BSI-Präsidenten Arne Schönbohm scharf kritisiert und Nähe zu russischen Geheimdiensten suggeriert. Das Landgericht München untersagte wesentliche Aussagen der Sendung und bewertete Teile der Darstellung als unwahr und rufschädigend. Der Senat des OLG München deutete an, dass die Berufung des ZDF wenig Aussicht auf Erfolg habe, und schlug eine öffentliche Klarstellung durch den Sender vor. Die Entscheidung markiert eine juristische Abgrenzung zwischen zulässiger Satire und unzulässigen Tatsachenbehauptungen mit gravierenden persönlichen Folgen für Betroffene.

Israel und die Türkei liefern sich einen gefährlichen Wettbewerb
Die Türkei und Israel verfolgen unterschiedliche Strategien im Umgang mit der Nahostkrise und sehen einander zunehmend als Rivalen. Die türkische Führung befürchtet, dass ein gestürztes Iran-Regime ein Machtvakuum schafft, das kurdische Autonomiebewegungen stärkt und Flüchtlingsströme auslöst. Die israelische Regierung hingegen zieht eine Schwächung oder Destabilisierung des Iran in Betracht, um ihre Sicherheitsbedenken zu mindern. Diese divergierenden Interessen vergrößern das Risiko langfristiger regionaler Konfrontationen und erschweren diplomatische Entspannung.

Inhaltsverzeichnis
Ausgabe
016/2026

Pendlerpauschale: Vorschlag zur Erhöhung
Der Beitrag behandelt die Debatte um eine mögliche Erhöhung der Pendlerpauschale von 38 auf 45 Cent pro Kilometer und nennt politische Positionen, Rechengrößen und praktische Folgen. Er erklärt, dass viele Pendler erst über die Steuererklärung oder per Antrag auf Lohnsteuerermäßigung kurzfristig entlastet werden könnten, und erläutert die Voraussetzungen (Werbungskosten über 1.830 Euro). Anhand von Rechenbeispielen wird gezeigt, wie viel weniger Steuer unterschiedliche Einkommensgruppen und Pendelstrecken tatsächlich zahlen würden. Gleichzeitig analysiert der Text die Haushaltswirkung: jede Cent-Erhöhung kostet den Staat viel Geld, bei sieben Cent wären es etwa 1,6 Milliarden Euro pro Jahr. Abschließend wird beschrieben, wie eine mögliche Finanzierung (etwa über eine Übergewinnsteuer) diskutiert wird und dass innerhalb der Regierung noch keine Einigung besteht.

Lieblingsaktien der Deutschen: Tech, Verteidigung und Turnarounds
Die Auswertung von Handelsdaten deutscher Broker zeigt klare Präferenzen privater Anleger: Technologie- und KI-Werte, industrielle Substanzwerte und Rüstungstitel dominieren. Nvidia bleibt beliebt, Microsoft verzeichnet starke Zuwächse im Ranking, während SAP unter Druck ist – Analysten sehen bei beiden Erholungs- und Kurschancen. Rheinmetall bleibt als Verteidigungstitel stark nachgefragt, was die geopolitische Zeitenwende widerspiegelt; auch kleinere Werte wie Droneshield finden Interesse. Insgesamt teilen Anleger ihre Depots etwa zur Hälfte in heimische und ausländische Titel; die Motive reichen von Wachstumsfantasie bis zu Turnaround-Hoffnungen.

Inhaltsverzeichnis
Ausgabe
014/2026

Deutschland wird zum militärischen Dealmaker
Der Beitrag beschreibt Pistorius' Reise in den Indopazifik, bei der Deutschland strategische Rüstungs- und Kooperationsvereinbarungen mit Singapur, Japan und Australien schloss. Im Zentrum stehen ein Wartungs-Hub für deutsche U-Boote in Singapur, ein Reciprocal Access Agreement mit Japan und ein SOFA mit Australien sowie Zusammenarbeit im Bereich Weltraumüberwachung und neuen Technologien wie Laserwaffen. Ziel ist die dauerhafte Verankerung deutscher Rüstungsindustrie, Diversifizierung von Lieferketten und engere militärische Interoperabilität angesichts globaler Unsicherheiten. Experten sehen darin eine industriepolitische und sicherheitspolitische Neuorientierung Deutschlands weg von reiner Symbolpolitik hin zu praktischen Allianzen. Relevanz für Leser: Veränderungen in deutscher Außen- und Sicherheitsstrategie und mögliche geopolitische Konsequenzen.

Null Prozent auf Lebensmittel?
Der Beitrag beleuchtet die politische Debatte über eine mögliche Senkung oder Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel. Er stellt Positionen aus Union und SPD dar und diskutiert, inwieweit eine Steuersenkung tatsächlich zu Preisentlastungen bei Verbraucherinnen und Verbrauchern führen würde. Ökonomische Einschätzungen von Forschungsinstituten werden zitiert, die teilweise erwarten, dass Händler Teile der Entlastung zurückhalten könnten. Zudem werden fiskalische Konsequenzen und mögliche Kompensationen angesprochen. Leser erhalten damit eine umfassende Übersicht über Chancen, Risiken und die praktischen Hürden einer solchen Reform.

Ausgabe
013/2026

„Noch schlimmer“ als die Nord-Stream-Sprengung: Eskalation im Iran-Krieg
Der Artikel beschreibt die jüngste Eskalation im Konflikt zwischen Iran und Israel, insbesondere Angriffe auf das South-Pars-Gasfeld und die Folgen für die globale Energieversorgung. Er analysiert die politischen Reaktionen, insbesondere die Drohungen von US-Präsident Donald Trump und die möglichen militärischen Antworten des Irans. Zudem wird die Bedeutung der Straße von Hormus für den Öltransport und die ökonomischen Konsequenzen für Europa hervorgehoben. Für Leser ist das Thema relevant, weil es unmittelbare Auswirkungen auf Energiepreise, Versorgungssicherheit und geopolitische Stabilität hat.

Meine Jahre mit Jürgen Habermas
Der Autor schildert persönliche Erinnerungen an sein Studium und vielfache Begegnungen mit Jürgen Habermas in den 1990er-Jahren. Er beschreibt Habermas' Intellektualität, seine strenge Kritik und die hohen akademischen Erwartungen, aber auch die emotionale Herausforderung eines Rückschlags, als Habermas die Betreuung seiner Dissertation ablehnte. Zugleich reflektiert der Text über Habermas' Ideen wie Verfassungspatriotismus und deren Relevanz in historischen Kontexten. Leser bekommen eine intime Perspektive auf einen bedeutenden Philosophen und die akademische Welt jener Zeit.

Inhaltsverzeichnis
Ausgabe
012/2026

Das leuchtende Scheitern der Klugen
Der ausführliche Nachruf zeichnet das Leben und Werk Jürgen Habermas' nach und würdigt seine Bedeutung für die deutsche und europäische Geistesgeschichte. Der Autor betont Habermas' Bestreben, die diskursive Vernunft als Grundlage demokratischer Politik zu etablieren, und seine Rolle als intervenierender Intellektueller. Gleichzeitig wird kritisch bilanziert, dass Habermas' Ideal vom 'zwangslosen Zwang des besseren Arguments' in Massendemokratien nur begrenzt praktikabel sei. Der Text behandelt sein Verhältnis zur 68er-Bewegung, zur Bundesrepublik und zur Transatlantik-Politik sowie seine späte Auseinandersetzung mit aktuellen Herausforderungen wie Trump und dem Ukraine-Krieg. Leser erhalten eine differenzierte Darstellung von Habermas' intellektueller Leistung sowie Limitationen seines Denkens für die heutige Politik.

Warum der Iran so anders ist – und weshalb das seine Stärke ausmacht
Der Beitrag erläutert, wie historische Kontinuitäten – vom Achämenidenreich über die Sasaniden bis zur safawidischen Staatsgründung und der Etablierung der Schia – die Besonderheit Irans prägen. Er zeigt auf, dass Persia/Iran eine eigenständige kulturelle und sprachliche Tradition bewahrt hat, die sich auch nach der islamischen Eroberung weiterentwickelte. Die Verbindung von schiitischer Religiosität, einer historisch verankerten Staatsidee und politischen Eliten wird als Grundlage für die Widerstandsfähigkeit moderner iranischer Herrschaft beschrieben. Der Autor argumentiert, dass diese historischen und religiösen Fundamente einen schnellen Regimewechsel erschweren. Leser erhalten eine tiefgehende historische Perspektive, warum Iran in der Region anders funktioniert als andere muslimische Staaten.

Inhaltsverzeichnis
Ausgabe
011/2026


Inhaltsverzeichnis
Ausgabe
010/2026


Ausgabe
009/2026


Inhaltsverzeichnis
Ausgabe
008/2026


Inhaltsverzeichnis
Ausgabe
007/2026


Inhaltsverzeichnis
Ausgabe
006/2026


Ausgabe
005/2026


Ausgabe
004/2026


Ausgabe
003/2026


Ausgabe
002/2026


Ausgabe
001/2026


Ausgabe
052/2025


Inhaltsverzeichnis
Ausgabe
051/2025


Ausgabe
050/2025


Ausgabe
049/2025


Ausgabe
048/2025


Ausgabe
047/2025


Ausgabe
046/2025


Inhaltsverzeichnis
Ausgabe
045/2025


Ausgabe
044/2025


Ausgabe
043/2025


Ausgabe
042/2025


Ausgabe
041/2025


Ausgabe
040/2025


Ausgabe
039/2025


Ausgabe
038/2025


Ausgabe
037/2025


Ausgabe
036/2025


Ausgabe
035/2025


Ausgabe
034/2025


Ausgabe
033/2025


Ausgabe
032/2025


Ausgabe
031/2025


Ausgabe
030/2025


Ausgabe
029/2025


Ausgabe
028/2025


Ausgabe
027/2025


Ausgabe
026/2025


Ausgabe
025/2025


Ausgabe
023/2025


Ausgabe
022/2025


Ausgabe
021/2025


Ausgabe
020/2025


Mehr anzeigen

Porträt von Die Welt (Mo-Fr)

DIE WELT ist eine der bekanntesten deutschen überregionalen Tageszeitungen und bietet dem Leser wochentäglich umfassende Artikel über aktuelle Themen und Nachrichten aus der ganzen Welt. Von Artikeln über globales politisches Geschehen bis hin zu Inhalten wie Ausbildung oder Rente in Deutschland reicht das vielfältige Themenspektrum.

Welche Inhalte bietet DIE WELT?

Die Zeitung DIE WELT ist eine moderne Tageszeitung mit großen, sorgfältig recherchierten Themen und ausführlichen Kommentaren. Das renommierte Blatt ist in die Ressorts Politik, Wirtschaft, Finanzen und Feuilleton unterteilt und bietet seinen Leser*innen klar strukturierte Nachrichten, Analysen und Einschätzungen. DIE WELT ist eine der führenden Zeitungen Europas und wird dennoch als bodenständig und geradlinig beschrieben. Tagesaktuell relevante Nachrichten aus der ganzen Welt, ihre Verlässlichkeit und die Vielfältigkeit der Themen sind weitere Gründe für die Beliebtheit dieser klassischen Tageszeitung.

Wer sollte DIE WELT lesen?

Die Zeitung ist besonders interessant für alle Menschen, die täglich über aktuelle Entwicklungen in Politik und Wirtschaft in Europa informiert sein möchten.

Das Besondere an der DIE WELT

Die DIE WELT ist eine bürgerlich-konservative Tageszeitung, die wirtschaftspolitisch als „deutlich marktliberal eingestellt“ gesehen wird. Als eine der führenden Zeitungen Europas wird das im Jahr 1946 gegründete Blatt inzwischen in 130 Ländern verkauft und erscheint im Nordischen Format.

  • erscheint seit April 1946
  • 255 Ausgaben pro Jahr, täglich Montag – Freitag
  • eine der führenden Zeitungen Europas

Der Verlag hinter der DIE WELT

Die Zeitung DIE WELT erscheint im Axel Springer Verlag, einem von Europas größten Verlagen mit Sitz in Berlin und Hamburg. Das einst klassische Verlagshaus Axel Springer ist im Laufe der Zeit zu einem weltweit erfolgreichen Medienkonzern geworden. In der britischen Besatzungszone in Hamburg gegründet, erschien DIE WELT erstmals am 2. April 1946 und wurde 1953 vom Verleger Axel Springer übernommen. Das bekannteste Printobjekt von Axel Springer ist neben DIE WELT und WELT am Sonntag vor allem die Familie der Zeitschriften rund um die BILD, der auflagenstärksten Tageszeitung in Deutschland. Sie möchten mehr aus der aufregenden Welt des Medienkonzerns erfahren? Viel Wissenswertes zum Verlag und zu seinen bei uns erhältlichen Magazinen finden Sie in unserem Blog zu den großen Verlagen unter Axel Springer Verlag.

Alternativen zur DIE WELT

DIE WELT ist bei uns der Kategorie Zeitungen zugeordnet. Eine weitere, empfehlenswerte Politik-Zeitung ist DIE ZEIT, welche über Themen aus Politik und Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft, Technik und Medizin, Gesellschaft und Bildung, Reisen, Lifestyle und Sport berichtet. Die International New York Times ist eine englischsprachige Tageszeitung für Europa, die unter anderem über Politik und Wirtschaft aus Europa und den USA berichtet.

Weniger anzeigen
Leserbewertungen
Icon Stern aktiv Icon Stern aktiv Icon Stern aktiv Icon Stern aktiv Icon Stern aktiv

da hat wohl oben ein linker, naiver, verblendeter mensch geschrieben. die welt ist ein hervorragendes blatt - würde mir hier in AT so ein medium wünschen - vorallem keine propaganda-maschine der regierung

1 Jahr Freude schenken!
Bei einer Auswahl von über 1.800 Magazinen finden Sie das richtige Geschenk für jeden.
Newsletter abonnieren
Jede Woche Informationen zu Magazinen, Trends, Gutscheinen, Aktionen und Angeboten von Presseplus. Alles direkt in Ihrem Posteingang.
Newsletter Bild

In der aktuellen Ausgabe von Die Welt (Mo-Fr)

  • Humanoider Roboter bricht Halbmarathon-Rekord in Peking
    Der humanoide Roboter des Herstellers Honor absolvierte einen Halbmarathon in Peking in 50 Minuten und 26 Sekunden und übertraf damit den menschlichen Weltrekord deutlich. Die Roboter und menschlichen Läufer liefen in getrennten Bahnen, um Kollisionen zu vermeiden. Beim Vorjahr war die beste Maschine noch deutlich langsamer gewesen, zeigt die rasche technische Entwicklung. Der Lauf illustriert Fortschritte in Robotik und Performancesteuerung für autonome Maschinen.
  • Sagen, wer Syrer ist
    Die Deutsche Presseagentur hat in einem Fall bewusst die Staatsangehörigkeit der Tatbeteiligten zurückgehalten und berief sich dabei auf den Pressekodex. Olaf Gersemann kritisiert die Praxis der Nicht-Nennung als paternalistische Schutzbehauptung, die der Öffentlichkeit Informationen vorenthält. Journalistische Zurückhaltung habe das Publikum jedoch nicht davon abgehalten, alternative Informationsquellen zu suchen und Verschwörungserzählungen zu nähren. Eine offenkundige Debatte bestehe darüber, ob die Praxis eher Vorurteile mindere oder durch fehlende Transparenz Platz für Stereotype schaffe.
  • SPD will Grenzkontrollen auslaufen lassen
    Alexander Dobrindt sieht derzeit keinen unmittelbaren Migrationsdruck aus dem Nahen Osten, betont aber die Notwendigkeit, Binnengrenzkontrollen beizubehalten. Die Union unterstützt Dobrindts Kurs und fordert eine Stärkung der EU-Außengrenzen und verlässliche Anwendung zentraler Regeln wie der Dublin-Verordnung. Sebastian Fiedler von der SPD plädiert für schrittweise smarte Kontrollen und stärktes Personal an Bahnhöfen statt dauerhafter Grenzschließungen. Die Linke und die AfD vertreten jeweils gegensätzliche Positionen zu Zurückweisungen und Abschiebungen von Schutzsuchenden.
  • Straße von Hormus bleibt gesperrt – Wirtschaftsministerin Reiche spricht mit Luftfahrtbranche
    Katherina Reiche stimmt sich mit der Luftfahrtbranche ab, weil durch die Sperrung der Straße von Hormus Treibstoffengpässe drohen. Die Internationale Energieagentur hatte vor einem möglichen Kerosinmangel in Europa bereits gewarnt. Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft sieht erhebliche Risiken für Wirtschaft und Flugverkehr, falls die Lage eskaliert. Deutschland prüft Maßnahmen zur Sicherung der Versorgung und mögliche staatliche Interventionen.
  • Trump kündigt neue Gespräche mit dem Iran an
    Donald Trump kündigt eine neue US-Delegation zu Verhandlungen mit dem Iran in Islamabad an. Vertreter Pakistans bereiten die Gespräche mit erhöhten Sicherheitsmaßnahmen und Medienregistrierungen vor. Der Iran hat die vereinbarte Feuerpause teilweise verletzt, indem Schüsse auf Schiffe in der Straße von Hormus abgegeben wurden. Pakistan und weitere Vermittler bleiben in der Region aktiv, während die USA zugleich mit drohenden militärischen Optionen Druck ausüben.
  • ZIPPERT ZAPPT
    Die Deutsche Bahn plant erhebliche Investitionen in die Sanierung von Bahnhöfen und will sie zu attraktiven Aufenthaltsorten machen. Der Kolumnist spielt ironisch mit der Vorstellung, Bahnhöfe künftig wie multifunktionale Zentren mit Restaurants, Kitas, Kinos und sogar Seniorenresidenzen auszustatten. Die Debatte reflektiert das Bedürfnis nach besseren Wartebereichen angesichts anhaltender Probleme im Schienenverkehr. Öffentliche Erwartungen an moderne, komfortable Bahnhöfe bleiben hoch und werfen Fragen zur Finanzierbarkeit auf.
  • „Eine bestenfalls schlampige Recherche“
    Jan Böhmermann hatte in der Sendung den damaligen BSI-Präsidenten Arne Schönbohm scharf kritisiert und Nähe zu russischen Geheimdiensten suggeriert. Das Landgericht München untersagte wesentliche Aussagen der Sendung und bewertete Teile der Darstellung als unwahr und rufschädigend. Der Senat des OLG München deutete an, dass die Berufung des ZDF wenig Aussicht auf Erfolg habe, und schlug eine öffentliche Klarstellung durch den Sender vor. Die Entscheidung markiert eine juristische Abgrenzung zwischen zulässiger Satire und unzulässigen Tatsachenbehauptungen mit gravierenden persönlichen Folgen für Betroffene.
  • Bericht: Israel teilt Südlibanon in drei Zonen auf
    Die israelische Armee soll den Südlibanon in drei Zonen gegliedert haben, um ihre Kontrolle nach der Waffenruhe zu organisieren. Die Zone an der Grenze („rote Linie") umfasst stark zerstörte Dörfer und feste Stellungen israelischer Bodentruppen. Weitere Zonen reichen bis sechs bis zehn Kilometer und bis zum Litani-Fluss, um Beschuss und Raketenangriffe zu unterbinden. Israels Maßstab zielt darauf ab, Angriffe der Hisbollah zu verhindern und Schutz für den Norden Israels zu schaffen.
  • Israel und die Türkei liefern sich einen gefährlichen Wettbewerb
    Die Türkei und Israel verfolgen unterschiedliche Strategien im Umgang mit der Nahostkrise und sehen einander zunehmend als Rivalen. Die türkische Führung befürchtet, dass ein gestürztes Iran-Regime ein Machtvakuum schafft, das kurdische Autonomiebewegungen stärkt und Flüchtlingsströme auslöst. Die israelische Regierung hingegen zieht eine Schwächung oder Destabilisierung des Iran in Betracht, um ihre Sicherheitsbedenken zu mindern. Diese divergierenden Interessen vergrößern das Risiko langfristiger regionaler Konfrontationen und erschweren diplomatische Entspannung.
  • Vielleicht muss man das Volk gar nicht fürchten
    Friedrich Merz und andere Politiker feiern den Wahlsieg in Ungarn als Zeichen gegen Rechtspopulismus, doch die Autorin warnt vor simplen Deutungen. Péter Magyar sei zwar ein Gegner Orbáns, vertrete jedoch in Fragen wie Migration oft ähnliche Positionen. Die gesellschaftlichen Ursachen rechter Erfolge blieben bestehen und verschwänden nicht allein durch den Machtwechsel einer Person. Eine differenzierte Bewertung politischer Kräfte und Wählergründe sei notwendig, statt jubelnde Verallgemeinerungen.
  • Justizministerin plant Account-Sperrungen per Gericht
    Stefanie Hubig plant ein Gesetz gegen digitale Gewalt, das Betroffenen ein vereinfachtes gerichtliches Auskunftsverfahren und bei schweren Rechtsverletzungen die zeitweilige Sperrung von Accounts ermöglicht. Das Gesetz zielt auf Fälle wie Hate Speech, Doxing, Cyberflashing und bildbasierte sexualisierte Gewalt, inklusive pornografischer Deepfakes. Betreiber ausländischer Plattformen sollen Zustellungsbevollmächtigte benennen müssen, um Rechtsdurchsetzung zu erleichtern. Kritik kommt von der Opposition und Experten, die Präzisierungen etwa zur Deepfake-Strafbarkeit und zur Definition sexualisierter Gewalt fordern.
  • Neuer Höchststand bei Politiker-Beleidigungen
    Die Polizeilichen Kriminalstatistiken zeigen 2025 einen neuen Höchststand bei erfassten Verstößen gegen §188 StGB, der Beleidigungen von Politikern erfasst. Lena Gumnior von den Grünen argumentiert, den Schutzbereich auf kommunale und ehrenamtliche Mandatsträger auszuweiten, da diese besonders bedroht seien. Der 2020 eingeführte Straftatbestand hatte schon damals das Ziel, Hasskriminalität gegen Politiker zu bekämpfen und Anfeindungen einzudämmen. Die Debatte dreht sich nun um die Balance zwischen Schutz für Amtsträger und dem Recht auf freie Kritik.
  • Pekings Doppelstrategie zur Eroberung Taiwans
    Peking kombiniert militärische Provokationen mit politischer Annäherung, um Taiwan unter Druck zu setzen und gleichzeitig alternative Gesprächspartner zur amtierenden Regierung aufzubauen. Xi Jinping empfing die KMT-Vorsitzende Cheng Li-wun mit hohem protokollarischem Rang, während chinesische Kampfjets in Richtung Taiwan aufgestiegen sind. Die Kuomintang setzt auf Dialog und steht in Teilen für Normalisierung, was Peking als Weg zur schrittweisen Einflussgewin-nung sieht. Die USA betonen, dass weder militärische noch politische Änderungen des Status Taiwan einseitig stattfinden dürfen, während Peking Geduld und strategische Mischung aus Druck und Anreiz zeigt.
  • Als Budapest sich „in einen Hexenkessel verwandelte“
    Die Umbettung von László Rajk 1956 löste eine Massenbewegung in Ungarn aus, die sich schnell zu einem antikommunistischen Aufstand ausweitete. Imre Nagy kehrte als Hoffnungsträger zurück, verband aber innerparteiliche Widersprüche und konnte die revolutionäre Dynamik nicht bändigen. Moskau reagierte mit militärischer Gewalt und schlug die Revolution im November 1956 blutig nieder. Die Niederschlagung und die späteren Rehabilitierungen präfigurierten letztlich den Zusammenbruch der kommunistischen Herrschaft in Osteuropa Jahrzehnte später.
  • Linke beschwören Zusammenarbeit in Barcelona
    Pedro Sánchez und Luiz Inácio Lula da Silva organisierten ein Treffen linker Regierungschefs, um gemeinsame Strategien gegen Rechtspopulismus zu diskutieren. Lars Klingbeil betonte Solidarität und Kooperation als Mittel zur Verteidigung demokratischer Werte. Die Versammlung sieht die globale Rechte als transnational organisiert und ruft zur vergleichbaren Zusammenarbeit der Linken auf. Ziel ist der Aufbau einer Allianz gegen Nationalkonservative und ultrarechte Bewegungen.
  • Spektakulärer Erfolg der Roboter-Armee
    Wolodymyr Selenskyj berichtete von erfolgreichen Einsätzen, bei denen ukrainische Bodenroboter und Drohnen feindliche Stellungen übernahmen und Gegner zur Kapitulation brachten. Die Ukraine setzt Robotik vor allem für Logistik, Evakuierungen und zunehmend für Kampfaufgaben ein, wobei verschiedenste Modelle von Maschinengewehren bis Kamikaze-Robotern eingesetzt werden. Künstliche Intelligenz kann die Koordination von Schwärmen verbessern, vollautonome Waffen sind jedoch noch in Entwicklung. Roboter reduzieren Risiken für Soldaten, gelten aber nicht als vollständiger Ersatz für menschliche Truppen und sind eher ein wichtiger Baustein moderner Kriegsführung.
  • Kubicki hat was, was vielen fehlt
    Wolfgang Kubicki bringt als erfahrener Querdenker Eigenschaften mit, die seiner Partei aktuell fehlen: Streitlust, rhetorische Souveränität und Nonkonformismus. Der Autor sieht in Persönlichkeiten wie Kubicki die Chance, einer angeschlagenen Partei neuen Impuls zu geben, weil sie politische Auseinandersetzung wagen statt sich in Schubladen pressen zu lassen. Beispiele wie Boris Palmer oder Antje Vollmer zeigen, dass solche Typen unbequem, aber nötig für politische Debatten sind. Die demokratische Praxis profitiert demnach von Figuren, die ‚dennoch‘ für ihre Überzeugungen streiten.
  • Vier europäische Irrtümer über den Iran-Krieg
    Europäische Politiker setzen übermäßig auf Diplomatie mit dem Iran, obwohl das Regime Gewalt als politisches Mittel systematisch einsetzt. Die USA und Israel haben in der Auseinandersetzung mit dem Iran strategische Maßnahmen ergriffen, die lokale Zerstörung gegnerischer Kapazitäten zum Ziel haben. Die Vorstellung, militärische Aktionen führten zwangsläufig zu noch radikaleren Regimen, übersieht die Verbrechen des bestehenden Regimes und die mögliche Befreiungsperspektive für Unterdrückte. Das Festhalten an starrer Völkerrechtskritik gegenüber Verteidigungsmaßnahmen kann Europas strategische Handlungsfähigkeit unterminieren.
  • Das Evangelium nach Tarantino
    Pete Hegseth, der US-Kriegsminister, zitierte in einem Pentagon-Gottesdienst eine aus dem Film Pulp Fiction entnommene, falsch zugeschriebene Passage als Bibelvers. Quentin Tarantinos Filmvariante adaptiert eine fiktive Version von Hesekiel 25:17, die weder wörtlich noch ursächlich biblisch ist. Hegseths Fehler sorgte international für Spott und zeigt die Gefahr, wenn religiöse Formeln ohne Prüfung in offizieller Rhetorik verwendet werden. Die Episode illustriert zugleich, wie Popkultur und politische Symbolik sich vermischen können.
  • Drittel sprachlich auffällig – jetzt sollen sie früher in die Schule
    In Nordrhein-Westfalen sollen ab dem Schuljahr 2028/2029 verpflichtende „ABC-Klassen" eingeführt werden, weil etwa ein Drittel der Vorschulkinder sprachlich auffällig ist. Dorothee Feller sieht darin eine Ergänzung zur Kita-Förderung, mit Angeboten zwei Mal pro Woche zur Vorbereitung auf die Schule. Die Landesregierung plant starke finanzielle Unterstützung für Transport, Personal und Ausstattung, kritische Stimmen befürchten jedoch Belastungen für Kitas und Unsicherheiten für Kinder durch Ortswechsel. Lehrergewerkschaften und Verbände mahnen an, Eltern und Mehrsprachigkeit einzubeziehen und Förderangebote möglichst in den vertrauten Kitas zu verankern.
  • Steuermilliarden gegen die Krise
    Lars Klingbeil reist nach Washington und diskutiert vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs mögliche wirtschaftliche Folgen und Hilfsmaßnahmen für Deutschland. Der Finanzminister verteidigt ein Entlastungspaket mit Tankrabatt und einmaliger Prämie, obwohl der Internationale Währungsfonds zu gezielten statt zu breit gestreuten Hilfen rät. Klingbeils Rolle als SPD-Vorsitzender übt politischen Druck aus, kurzfristig soziale Entlastungen anzubieten, was zugleich Fragen zur Finanzierbarkeit und zur Bereitschaft zu strukturellen Reformen aufwirft. Die Entwicklung stellt die Balance zwischen kurzfristigem Krisenmanagement und langfristigen Reformnotwendigkeiten in den Mittelpunkt.
  • Wir brauchen ein souveränes europäisches KI-Ökosystem
    Künstliche Intelligenz bietet großes Potenzial für Industrie und Wirtschaft, das Europa aktiv nutzen muss, um Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Die Autorin betont, dass industrielle KI auf anwendungsnahen Lösungen basiert und europäische Unternehmen ihre Datenhoheit und Expertise verteidigen sollten. Die Bundesregierung sieht die Aufgabe, ein kooperatives Ökosystem für KI zu fördern, in dem Mittelstand, Forschung und Industrie zusammenarbeiten. Investitionen in Rechenkapazitäten, Talente und Infrastruktur sind nötig, damit Europa nicht technologisch abgehängt wird.
  • „Der Sozialstaat ist in seinen Auswüchsen nicht mehr reformierbar“ – Ökonom Daniel Stelter diagnostiziert Deutschland in seinem neuen Buch einen miserablen Zustand
    Daniel Stelter diagnostiziert eine anhaltende wirtschaftliche Stagnation und vergleicht Deutschland mit einem Flugzeug im Sinkflug. Stelter benennt die Energiepolitik, ein nachlassendes Bildungsniveau und eine zusätzliche Belastung durch Steuern und Bürokratie als zentrale Schwachstellen. Stelter schlägt konkrete Maßnahmen vor, darunter die Reaktivierung von Atomkraftwerken, ein neues, stichtagsbasiertes System für den Sozialstaat und die Übernahme effizienter Verwaltungs-Software aus Ländern wie Estland. Stelter fordert die Bürger auf, politisch Druck zu machen, und warnt, dass politisches Handeln nur unter massivem Leidensdruck erfolgen werde.
  • New Yorks großer Umverteilungsplan – Mit einer Steuer auf teure Zweitwohnungen will New Yorks Bürgermeister sein Versprechen von kostenlosen Kindergärten umsetzen
    Zohran Mamdani kündigt eine Gebühr für Immobilienbesitzer an, die Objekte über fünf Millionen Dollar als Zweitwohnsitz leer stehen lassen. Mamdani plant mindestens 500 Millionen Dollar jährlich für städtische Ausgaben wie kostenlose Kinderbetreuung einzunehmen. Mamdani verfolgt ein Programm aus kostenlosen Bussen, kostenfreier Kinderbetreuung und höheren Löhnen, finanziert durch Steuererhöhungen für die Wohlhabendsten. Mamdanis Vorschläge stoßen auf Proteste aus Wirtschaft und bei Investoren, und Experten warnen vor möglichen Wertverlusten und einer Abschreckung von Bauprojekten.
  • Das dubiose Geschäft der Family-Influencer – Eltern zeigen ihre Kinder, das ist nicht ungewöhnlich. Aber neu ist, dass daraus ein Geschäftsmodell geworden ist
    Eltern zeigen zunehmend ihr Familienleben und verdienen damit Geld auf Social Media, wodurch Kinder oft zu einem Bestandteil monetarisierter Profile werden. Das Hans-Bredow-Institut analysiert 201 Family-Influencer und dokumentiert, dass Kinder in 44 Prozent der Beiträge vorkommen und in einem Drittel identifizierbar sind. Juristinnen verweisen auf Persönlichkeitsrechte, Datenschutz und mögliche Unterlassungs- oder Löschansprüche durch die Kinder im Erwachsenenalter. Forscher mahnen, dass Werbepartner Verhaltensweisen beeinflussen können, und schlagen Selbstverpflichtungen der Werbewirtschaft vor.
  • Rekorde an der Börse mitten in der Krise
    Die US-Börsen erleben eine schnelle Rallye, obwohl geopolitische Risiken und steigende Energiepreise bestehen. Marktpsychologie und positive Unternehmensdaten treiben die Investorenstimmung, wobei Angst vor dem Verpassen (FOMO) kräftig Kapital anzieht. Die Gewinnentwicklung in den USA, insbesondere im Technologiesektor und durch Investitionen in KI, liefert den Rückenwind für die Kursanstiege. Die Aktienmärkte bleiben jedoch verwundbar gegenüber anhaltend hohen Energiepreisen und möglichen Rückschlägen bei diplomatischen Lösungen.
  • Wie die Wärmepumpe Bosch vom Auto-Makel befreien soll
    Bosch präsentiert die Luft-Wasser-Wärmepumpe „Compress 8800i AW“ als Lösung, um auch ältere Bestandsbauten ohne aufwendige Dämmmaßnahmen mit Wärmepumpentechnik zu versorgen. Bosch verzeichnete 2025 erstmals rote Zahlen im Konzern und will das Geschäft mit Klima- und Gebäudetechnik nutzen, um die Abhängigkeit vom Automobilgeschäft zu verringern. Bosch hat dafür Rivalen in den USA und Japan übernommen und baut seine Produktion sowie Entwicklungsstandorte global aus. Bosch rechnet mit einer Markterholung ab 2027 und sieht weltweit Chancen für die Verschmelzung von Heiz- und Kühltechnik.
  • Das neue Glück des Fußball-Auswanderers – Der ehemalige Bundesliga-Profi Lennart Thy spielt nun in Singapur
    Lennart Thy spielt seit zwei Jahren für die Lion City Sailors in Singapur und genießt dort sportliche Erfolge sowie familienfreundliche Lebensbedingungen. Thy führte seinen Klub zum Double und wurde in der Liga Torschützenkönig; aktuell erzielt er weiter eine hohe Trefferquote. Thy und seine Familie leben komfortabel in einem Hochhaus, nutzen die freie Zeit für Reisen und schätzen kulturelle Vielfalt und Englisch als Alltagssprache. Thy bleibt offen für alle Optionen, ob Verbleib in Südostasien oder Rückkehr nach Europa.
  • Die Sportwelt feiert Eta trotz ihres misslungenen Debüts
    Marie-Louise Eta erlebte ein historisches, wenn auch verlorenes Debüt als erste Cheftrainerin in der Männer-Bundesliga beim 1. FC Union Berlin. Die Medienberichte betonen die enorme Aufmerksamkeit und die symbolische Bedeutung ihres Amtsantritts. Die Spieler loben die neue Energie und die Offensivleistung des Teams, auch wenn das Ergebnis mit 1:2 gegen Wolfsburg nicht den Erwartungen entsprach. Union und Eta richten den Blick auf das kommende Spiel bei RB Leipzig.
  • Mein Kopftuch gleich in den Müll geschmissen – Mit 17 Jahren flüchtete Gewichtheberin Yekta Jamali vor dem System im Iran. Dass Deutschland ihr Ziel wurde, hat einen unglaublichen Grund
    Yekta Jamali floh 2022 vom Iran nach Deutschland, nachdem sie beim Junioren-Weltcup aufgrund von Druck und Respektlosigkeit seitens Funktionären verzweifelte. Jamali baute sich in Deutschland ein neues Leben auf, trainierte weiter, wurde vom IOC-Flüchtlingsteam aufgenommen und erreichte 2024 bei den Olympischen Spielen den neunten Platz. Jamali berichtet von Repressalien gegen ihre Familie im Iran, ihrer Sorge um Angehörige und der schwierigen Verbindung zwischen Herkunftsland und neuer Heimat. Jamali sieht in Deutschland persönliche Freiheit und hofft auf politische Veränderung im Iran.
  • Serge Gnabry bangt um seine WM-Teilnahme
    Serge Gnabry zog sich eine schwerere Adduktorenverletzung zu und fällt dem FC Bayern München für unbestimmte Zeit aus. Der FC Bayern kündigte an, für längere Zeit auf den Flügelspieler verzichten zu müssen. Die Verletzung stellt zudem ein Risiko für Gnabrys Teilnahme an der WM dar, bei der die DFB-Mannschaft im Juni in die Vorrunde startet.
  • Zugfahrt ins WM-Stadion wird extrem teuer
    NJ Transit plant, die Fahrpreise für Hin- und Rückfahrt zum MetLife Stadium während der WM auf 150 Dollar anzuheben. NJ Transit begründet die Maßnahme mit dem Bedarf, rund 62 Millionen Dollar für den Fantransport zu finanzieren, von denen nur ein Teil durch Zuschüsse gedeckt ist. Politiker und Kritiker fordern die FIFA auf, höhere Transportkosten nicht auf Pendler und Anwohner abzuwälzen. New Jersey prüft, die Belastung der Einwohner zu vermeiden, und verlangt eine Kostenübernahme durch die FIFA.
  • Atomenergie statt Kernkraft – Forscher im Greifswalder Wendelstein arbeiten an der zivilen Kernfusion
    Das Wendelstein 7‑X im Max‑Planck‑Institut für Plasmaphysik ist ein Stellarator, der versucht, Fusionsplasma zu halten und heiß zu halten, damit Wasserstoffkerne zu Helium verschmelzen. Forscher erklären die physikalischen Grundlagen von Deuterium und Tritium sowie die Herausforderungen bei Plasmaerzeugung und Tritiumproduktion. Forschende verweisen auf historische Entwicklungen und internationale Projekte wie ITER, die unterschiedliche technische Ansätze verfolgen. Forschende erwarten, dass nennenswerte Nettoenergie-Erträge frühestens gegen Ende der 2030er‑Jahre realistisch werden könnten und sehen Fusion als langfristige Ergänzung zu erneuerbaren Quellen.
  • Ein Leben hat er noch – von neun
    Marteria verarbeitet in seinem Album „Zum Glück in die Zukunft III“ persönliche Nahtoderfahrungen und Ambivalenzen zwischen Exzess und Familienleben. Marteria kombiniert introspektive Texte mit tanzbaren Beats und bezieht sein Umfeld ein, etwa durch ein Feature seines Sohnes Luzey. Produzentenkollektiv The Krauts liefert einen vielschichtigen Klang zwischen Hip-Hop, R&B und Post‑Disco-Elementen. Marteria balanciert in seiner Musik zwischen reflektierten Rückblicken und dem Drang nach Reiz und Erlebnis.
  • Endlich hat Deutschlands schönste Region einen eigenen Krimi – Das ZDF entdeckt den Teutoburger Wald als Kulisse für "Im Grunde Mord – Blutsbande"
    Das ZDF hat die neue Krimireihe „Im Grunde Mord – Blutsbande“ in der Region Ostwestfalen‑Lippe rund um Detmold angesiedelt und nutzt markante Orte wie die Externsteine und das Hermannsdenkmal als Filmkulisse. Die Produktion verbindet familiäre Verstrickungen, Patchworkkonstellationen und lokale Machtkämpfe mit einem vielschichtigen Mordfall. Die Serie präsentiert ein etabliertes Ermittlerduo und eine Reihe verdächtiger Familien, wobei die privaten Dramen oft stärker interessieren als der kriminalistische Plot. Die Folge liefert atmosphärische Bilder und lokale Identität, lässt aber die Auflösung des Falls für einige Zuschauer als zu komplex erscheinen.
  • Maler der Schönheit – und sein größtes Problem: Raffael im Metropolitan Museum of Art
    Das Metropolitan Museum in New York zeigt eine umfassende Raffael-Ausstellung, die auch frühe Zeichnungen und Vorstudien präsentiert, um seine Arbeitsweise zu erklären. Kuratorin Carmen Bambach betont Raffaels Entwicklung von der Werkstatttradition seines Vaters und Perugino hin zu Einflüssen durch Leonardo. Die Ausstellung projiziert die Fresken der Stanza della Segnatura und macht so Raffaels Utopien einer harmonischen Verbindung von Christentum und Antike erlebbar. Die Schau beleuchtet Raffaels Ruhm, seinen frühen Tod und die Rivalität mit Michelangelo als Aspekte seines künstlerischen Schicksals.
Newsletter
Kontakt