Aufbruchstimmung im Willy-Brandt-Haus
Nach den jüngsten Wahlschlappen braucht die SPD dringend ein neues Gesicht. Lars »Klingo« Klingbeil hat sich dafür im Antalya-Urlaub spiegelblanke Veneers und ein Red-Bull-Cap gegönnt. Reicht sein blendendes Lächeln für die Rettung? Derweil drohen im Osten bizarres Bündnis-Chaos, Frust-Auswanderungen aus Oer-Erkenschwick und düstere Aussichten der Rentenversicherung. Garniert wird das Ganze mit knallharte Rage-Girl-Literatur und Spitzen-Cartoons.
Das kann teuer werden!
Damit die Räder für den Sieg rollen können, muss erst einmal die Schuldenbremse gelockert werden. Denn ambitionierte Staatsprojekte sind bekanntlich kostspielig und das Wirtschaftswachstum fällt nicht vom Himmel. Auch wird Merz gegen Wüst eingetauscht, Deutsche Politiker:innen nehmen Stellung zur iranischen Todesliste und Manfred Weber erklärt die Notwendigkeit von Return Hubs.
Katzenjammer im Kanzleramt
Friedrich Merz’ Interview-Zitat hallt nach: »Kein Bundeskanzler vor mir hat so etwas ertragen müssen …« Ebenfalls im Heft: Aktionsbericht zur vermoorenden Landesverteidigung der hessischen Ostflanke, ein Einblick in Palantir-Wissen (wenig) und -Überwachung (alles), sechs Seiten Fußball-WM, eine Schweizerin beim Grüne-Soße-Festival in Frankfurt sowie Cartoons und Comics von Paul Amsel, Ari Plikat und Miriam Wurster.
Hier ist was los?
Ist der Krieg im Iran auch Ihr Krieg? Wie reagieren die Münchner:innen auf den ersten grünen Bürgermeister? Was machen Florentina Holzingers Inszenierungen mit einem? Und was sagt Christian Dürr im Interview? Mit Cartoons von Katharina Greve, Ari Plikat und Hauck & Bauer!
Kann ER den Benzinpreis heilen?
Heiliger Christophorus, bitte für uns! Der Tank ist leer, die Kirchen sind voll: Zum höchsten Fest der Christenheit prozessieren Millionen Deutsche in die nächste Kraftfahrerkapelle, um den Heiland am Highway anzuflehen. Sie bitten den Messias, Wasser in Sprit zu verwandeln, die zehn Plagen auf die Tankstellen niedergehen zu lassen und allen Temposündern zu vergeben. Herr, erbarme dich!«
AUSSERDEM IM APRILHEFT
Die Islamische Republik im Zukunftscheck: Zehn Szenarien für den Iran. Sextipps für die junge Generation – Boomer erklären, wie Geschlechtsverkehr geht. Das Beste aus der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung. Alles, was Sie jetzt über das Völkerrecht wissen müssen. Mit Cartoons und Comics von Hauck & Bauer, Leo Riegel und Miriam Wurster.
Die Zeitschrift Titanic sorgt mit ihren Satiren immer wieder für Aufsehen. Gegründet wurde das Magazin von ehemaligen Mitarbeitern der Zeitschrift „pardon“, die sich 1979 zusammenfanden. Schon bald wurden die Gründungsmitglieder aufgrund des Sitzes der Redaktion als „Neue Frankfurter Schule“ bezeichnet. Die Titanic erscheint monatlich.
Die Inhalte der Titanic sind durchweg satirischer Natur. So fand sich beispielsweise der Satz „Die endgültige Teilung Deutschlands – das ist unser Auftrag“ als Persiflage auf das Impressum der Bild–Zeitung im Heft und regelmäßig werden überaus provokative Titelbilder herausgegeben. Darüber hinaus ist es den Redakteuren der Titanic mehrfach gelungen, die deutsche Medienlandschaft gleichsam hinters Licht zu führen, was beispielsweise in Form eines Auftritts bei „Wetten, dass?!“ geschah. In vielen Artikel scheint jedoch das hohe intellektuelle Niveau der Titanic durch, was sich beispielsweise durch ein verfremdetes Foto des Philosophen Theodor W. Adorno in der „Humorkritik“, Karikaturen namhafter Zeichner oder Gastkolumnen unterschiedlicher Schriftsteller äußert.
Die Titanic dürfte sich an Personen mit hohem intellektuellen Niveau wenden, denen zudem eine kritische politische Haltung zu eigen ist. Dass das Konzept aufgeht, zeigt sich an einer gedruckten Auflage von fast 100.000 Exemplaren (Stand: 2016).
Bei der Titanic von Besonderheiten zu sprechen, ist kaum möglich, da das gesamte Magazin eine einzige Besonderheit in der deutschen Presselandschaft darstellt. Erwähnenswert ist jedoch, dass „Die Partei“ aus der Redaktion hervorgegangen ist und bei verschiedenen Wahlen antrat. Ebenfalls kennzeichnend sind die vielen Verbote von Ausgaben.
Die Zeitschrift Titanic erscheint im Titanic Verlag mit Sitz in Berlin. Andere Magazine werden hier nicht herausgegeben, wohl aber Bücher, Poster, CDs und andere Medien.
Ein Vergleich mit der Titanic ist so gut wie unmöglich. Die Zeitschrift ist in ihrer Schärfe so gut wie unerreicht. Berühmt und ebenso polarisierend ist natürlich die französische Charlie Hebdo, während der Eugenspiegel vor allem in Ostdeutschland über große Tradition verfügt. Im englischsprachigen Raum lesen Satirefreunde vor allem das Private Eye
Aufbruchstimmung im Willy-Brandt-Haus
Nach den jüngsten Wahlschlappen braucht die SPD dringend ein neues Gesicht. Lars »Klingo« Klingbeil hat sich dafür im Antalya-Urlaub spiegelblanke Veneers und ein Red-Bull-Cap gegönnt. Reicht sein blendendes Lächeln für die Rettung? Derweil drohen im Osten bizarres Bündnis-Chaos, Frust-Auswanderungen aus Oer-Erkenschwick und düstere Aussichten der Rentenversicherung. Garniert wird das Ganze mit knallharte Rage-Girl-Literatur und Spitzen-Cartoons.
Das kann teuer werden!
Damit die Räder für den Sieg rollen können, muss erst einmal die Schuldenbremse gelockert werden. Denn ambitionierte Staatsprojekte sind bekanntlich kostspielig und das Wirtschaftswachstum fällt nicht vom Himmel. Auch wird Merz gegen Wüst eingetauscht, Deutsche Politiker:innen nehmen Stellung zur iranischen Todesliste und Manfred Weber erklärt die Notwendigkeit von Return Hubs.
Katzenjammer im Kanzleramt
Friedrich Merz’ Interview-Zitat hallt nach: »Kein Bundeskanzler vor mir hat so etwas ertragen müssen …« Ebenfalls im Heft: Aktionsbericht zur vermoorenden Landesverteidigung der hessischen Ostflanke, ein Einblick in Palantir-Wissen (wenig) und -Überwachung (alles), sechs Seiten Fußball-WM, eine Schweizerin beim Grüne-Soße-Festival in Frankfurt sowie Cartoons und Comics von Paul Amsel, Ari Plikat und Miriam Wurster.
Hier ist was los?
Ist der Krieg im Iran auch Ihr Krieg? Wie reagieren die Münchner:innen auf den ersten grünen Bürgermeister? Was machen Florentina Holzingers Inszenierungen mit einem? Und was sagt Christian Dürr im Interview? Mit Cartoons von Katharina Greve, Ari Plikat und Hauck & Bauer!
Kann ER den Benzinpreis heilen?
Heiliger Christophorus, bitte für uns! Der Tank ist leer, die Kirchen sind voll: Zum höchsten Fest der Christenheit prozessieren Millionen Deutsche in die nächste Kraftfahrerkapelle, um den Heiland am Highway anzuflehen. Sie bitten den Messias, Wasser in Sprit zu verwandeln, die zehn Plagen auf die Tankstellen niedergehen zu lassen und allen Temposündern zu vergeben. Herr, erbarme dich!«
AUSSERDEM IM APRILHEFT
Die Islamische Republik im Zukunftscheck: Zehn Szenarien für den Iran. Sextipps für die junge Generation – Boomer erklären, wie Geschlechtsverkehr geht. Das Beste aus der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung. Alles, was Sie jetzt über das Völkerrecht wissen müssen. Mit Cartoons und Comics von Hauck & Bauer, Leo Riegel und Miriam Wurster.
Die Zeitschrift Titanic sorgt mit ihren Satiren immer wieder für Aufsehen. Gegründet wurde das Magazin von ehemaligen Mitarbeitern der Zeitschrift „pardon“, die sich 1979 zusammenfanden. Schon bald wurden die Gründungsmitglieder aufgrund des Sitzes der Redaktion als „Neue Frankfurter Schule“ bezeichnet. Die Titanic erscheint monatlich.
Die Inhalte der Titanic sind durchweg satirischer Natur. So fand sich beispielsweise der Satz „Die endgültige Teilung Deutschlands – das ist unser Auftrag“ als Persiflage auf das Impressum der Bild–Zeitung im Heft und regelmäßig werden überaus provokative Titelbilder herausgegeben. Darüber hinaus ist es den Redakteuren der Titanic mehrfach gelungen, die deutsche Medienlandschaft gleichsam hinters Licht zu führen, was beispielsweise in Form eines Auftritts bei „Wetten, dass?!“ geschah. In vielen Artikel scheint jedoch das hohe intellektuelle Niveau der Titanic durch, was sich beispielsweise durch ein verfremdetes Foto des Philosophen Theodor W. Adorno in der „Humorkritik“, Karikaturen namhafter Zeichner oder Gastkolumnen unterschiedlicher Schriftsteller äußert.
Die Titanic dürfte sich an Personen mit hohem intellektuellen Niveau wenden, denen zudem eine kritische politische Haltung zu eigen ist. Dass das Konzept aufgeht, zeigt sich an einer gedruckten Auflage von fast 100.000 Exemplaren (Stand: 2016).
Bei der Titanic von Besonderheiten zu sprechen, ist kaum möglich, da das gesamte Magazin eine einzige Besonderheit in der deutschen Presselandschaft darstellt. Erwähnenswert ist jedoch, dass „Die Partei“ aus der Redaktion hervorgegangen ist und bei verschiedenen Wahlen antrat. Ebenfalls kennzeichnend sind die vielen Verbote von Ausgaben.
Die Zeitschrift Titanic erscheint im Titanic Verlag mit Sitz in Berlin. Andere Magazine werden hier nicht herausgegeben, wohl aber Bücher, Poster, CDs und andere Medien.
Ein Vergleich mit der Titanic ist so gut wie unmöglich. Die Zeitschrift ist in ihrer Schärfe so gut wie unerreicht. Berühmt und ebenso polarisierend ist natürlich die französische Charlie Hebdo, während der Eugenspiegel vor allem in Ostdeutschland über große Tradition verfügt. Im englischsprachigen Raum lesen Satirefreunde vor allem das Private Eye
Hervorragende Lektüre mit hochintelligentem Biss!
4,50 / 5
schmetterlingskacke is ne band.hab 2karte bestellt
Hervorragende Lektüre mit hochintelligentem Biss!
Satire bitterböse und trotzdem zutreffend, vor nichts respekt macht weiter so