Familie und Recht - FuR Abo

Ausgabe 009/2026
Aktuelle Ausgabe

Besserer Schutz vor häuslicher Gewalt
Häusliche Gewalt soll im Familienrecht künftig stärker berücksichtigt und erstmals ausdrücklich geregelt werden. Der Gesetzentwurf definiert verschiedene Formen von Gewalt, erweitert den Schutz des Kindeswohls auf miterlebte Gewalt und schafft zusätzlich rechtliche Möglichkeiten für den Umgangsausschluss sowie für Maßnahmen der Gewaltprävention.

Grenzüberschreitendes Ersuchen um Exhumierung zur Feststellung der Abstammung
Der Europäische Gerichtshof setzt Grenzen für die Berufung auf nationales Recht bei Beweisaufnahmen über Landesgrenzen hinweg. Dementpsrechend darf ein ersuchtes Gericht eine Exhumierung zur DNA-Probenentnahme im Rahmen eines laufenden Verfahrens zur Feststellung der Abstammung nicht allein auf Grundlage des eigenen Rechts verweigern, das eine solche Untersuchung untersagt.

Ausgabe 008/2026

Krankenhausvorbehalt bei ärztlichen Zwangsmaßnahmen
Die Bundesregierung bringt neue Regelungen zu ärztlichen Zwangsmaßnahmen auf den Weg und setzt damit Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts um. In eng begrenzten Ausnahmefällen sollen Behandlungen künftig auch außerhalb eines Krankenhauses möglich sein. Gleichzeitig stärkt die Reform die Selbstbestimmung der Betroffenen, wahrt hohe Schutzstandards und stellt klar, dass Zwangsmaßnahmen weiterhin nur als letztes Mittel infrage kommen.

Berücksichtigung mittelbarer Gefährdungen des Kindeswohls bei Sorge- und Umgangsrecht
Ein Gericht betont, dass bei Entscheidungen zum Sorge- und Umgangsrecht auch mittelbare Gefährdungen des Kindeswohls berücksichtigt werden müssen. Begleitete Umgänge können ausgeschlossen oder eingeschränkt werden, wenn sie mit hoher Wahrscheinlichkeit die seelische Entwicklung des Kindes beeinträchtigen und das familiäre Umfeld erheblich destabilisieren.

Ausgabe 007/2026

Zweckwidrige Verwendung des Altersvorsorgeunterhalts
Thema ist die rechtliche Zweckbindung von Altersvorsorgeunterhalt. Im Mittelpunkt stehen Fragen der zulässigen Verwendung, Abgrenzungsprobleme sowie mögliche Folgen einer zweckwidrigen Nutzung. Zudem wird die aktuelle Rechtsprechung zur Sicherung der vorgesehenen Altersvorsorgeziele eingeordnet.

Zwei Väter, eine Mutter – wer zahlt wie viel?
Behandelt werden Unterhaltsfragen in komplexeren Familienkonstellationen mit mehreren rechtlichen Elternteilen. Im Fokus stehen Berechnungsmodelle, Zuständigkeiten sowie die Aufteilung finanzieller Verpflichtungen zwischen biologischen und rechtlichen Eltern in unterschiedlichen Konstellationen.

Ausgabe 006/2026

Keine Auskunft über Samenspenden
Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main bestätigt, dass eine durch Samenspende gezeugte Klägerin keinen Anspruch auf die Auskunft über die Anzahl der Verwendungen des Samens ihres biologischen Vaters hat. Die Auskunft könne weder die Identität von Halbgeschwistern klären noch verlässliche Gewissheit über deren Anzahl herstellen.

Ausgleich von Rentenansprüchen nach einer Scheidung – Bundeskabinett beschließt Gesetzentwurf zur Anpassung des Versorgungsausgleichs
Das Bundeskabinett beschließt einen Gesetzentwurf zur Anpassung des Versorgungsausgleichs nach Scheidungen. Künftig sollen vergessene, verschwiegene oder übersehene Rentenansprüche nachträglich zwischen Ex-Ehegatten ausgeglichen werden können. Weitere Änderungen betreffen die Einbeziehung bestimmter Unternehmer:innen-Renten, die Vermeidung von Kleinstanrechten sowie verfahrensrechtliche Vereinfachungen zur effizienteren Durchführung.

Ausgabe 005/2026

Zulässigkeit der stufenweisen Rückführung des Kindes zu den leiblichen Eltern nach möglichem Schütteltrauma
Die Rückführung eines Kindes zu den leiblichen Eltern ist auch nach schwerer Verletzung nicht ausgeschlossen, wenn eine hohe Sicherheit vor erneuter Gefährdung besteht. Möglich sind Auflagen und eine stufenweise Rückführung. Entscheidend bleibt stets das Kindeswohl im Einzelfall.

Bundestag: Bundesrat schlägt Änderung im Gewaltschutzgesetz vor
Der Bundesrat schlägt eine Änderung des Gewaltschutzgesetzes vor, um den Ausstieg aus gemeinsamen Mietverträgen bei häuslicher Gewalt zu erleichtern. Die Zustimmung zur Kündigung soll dabei leichter durchsetzbar sein. Hintergrund sind bestehende Hürden beim Neuanfang nach Schutzunterkünften. Auch die Bundesregierung unterstützt das Vorhaben.

Ausgabe 004/2026


Ausgabe 003/2026


Ausgabe 002/2026


Ausgabe 001/2026


Ausgabe 012/2025


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Porträt von Familie und Recht - FuR

Die FuR konzentriert sich seit 1990 auf die aktuellen Bedürfnisse von im Familienrecht tätigen Juristinnen und Juristen. Sie informiert mit Fachbeiträgen und durch die Aufbereitung und Erläuterung höchstrichterlicher Entscheidungen über wichtige Änderungen aus dem Familien- und Erbrecht sowie aus angrenzenden Rechtsgebieten. Dabei richtet sich die Zeitschrift vornehmlich an Praktikerinnen und Praktiker aus der Anwaltschaft, Inhaberinnen und Inhaber des Fachanwaltstitels im Familienrecht, Richterinnen und Richter sowie insgesamt an das am Familienrecht interessierte Fachpublikum.

Einen Schwerpunkt stellen die Fachbeiträge mit wertvollen »Tipps und Tricks« für die tägliche Anwendung dar. Aktuelle Themen aus der anwaltlichen und gerichtlichen Praxis werden von namhaften Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten, Richterinnen und Richtern sowie Steuerberaterinnen und Steuerberatern mit Bezug zu Rechtsprechung und Rechtspolitik fachlich fundiert und prägnant aufbereitet. Zusätzlich enthält die FuR regelmäßig wichtige Hinweise und Arbeitshilfen zur effizienten Lösung häufig auftretender Probleme und zur Vermeidung von Haftungsfällen.

Der Rechtsprechungsteil gewährleistet einen nahezu vollständigen Überblick über aktuelle und relevante Entscheidungen aus dem gesamten Familienrecht und den angrenzenden Rechtsgebieten – verständlich erläutert und für die Praxis aufbereitet. Die Volltexte können über die Eingabe des jeweiligen Aktenzeichens unter www.wolterskluwer-online.de eingesehen werden.

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Besserer Schutz vor häuslicher Gewalt
Häusliche Gewalt soll im Familienrecht künftig stärker berücksichtigt und erstmals ausdrücklich geregelt werden. Der Gesetzentwurf definiert verschiedene Formen von Gewalt, erweitert den Schutz des Kindeswohls auf miterlebte Gewalt und schafft zusätzlich rechtliche Möglichkeiten für den Umgangsausschluss sowie für Maßnahmen der Gewaltprävention.

Grenzüberschreitendes Ersuchen um Exhumierung zur Feststellung der Abstammung
Der Europäische Gerichtshof setzt Grenzen für die Berufung auf nationales Recht bei Beweisaufnahmen über Landesgrenzen hinweg. Dementpsrechend darf ein ersuchtes Gericht eine Exhumierung zur DNA-Probenentnahme im Rahmen eines laufenden Verfahrens zur Feststellung der Abstammung nicht allein auf Grundlage des eigenen Rechts verweigern, das eine solche Untersuchung untersagt.

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008/2026

Krankenhausvorbehalt bei ärztlichen Zwangsmaßnahmen
Die Bundesregierung bringt neue Regelungen zu ärztlichen Zwangsmaßnahmen auf den Weg und setzt damit Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts um. In eng begrenzten Ausnahmefällen sollen Behandlungen künftig auch außerhalb eines Krankenhauses möglich sein. Gleichzeitig stärkt die Reform die Selbstbestimmung der Betroffenen, wahrt hohe Schutzstandards und stellt klar, dass Zwangsmaßnahmen weiterhin nur als letztes Mittel infrage kommen.

Berücksichtigung mittelbarer Gefährdungen des Kindeswohls bei Sorge- und Umgangsrecht
Ein Gericht betont, dass bei Entscheidungen zum Sorge- und Umgangsrecht auch mittelbare Gefährdungen des Kindeswohls berücksichtigt werden müssen. Begleitete Umgänge können ausgeschlossen oder eingeschränkt werden, wenn sie mit hoher Wahrscheinlichkeit die seelische Entwicklung des Kindes beeinträchtigen und das familiäre Umfeld erheblich destabilisieren.

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007/2026

Zweckwidrige Verwendung des Altersvorsorgeunterhalts
Thema ist die rechtliche Zweckbindung von Altersvorsorgeunterhalt. Im Mittelpunkt stehen Fragen der zulässigen Verwendung, Abgrenzungsprobleme sowie mögliche Folgen einer zweckwidrigen Nutzung. Zudem wird die aktuelle Rechtsprechung zur Sicherung der vorgesehenen Altersvorsorgeziele eingeordnet.

Zwei Väter, eine Mutter – wer zahlt wie viel?
Behandelt werden Unterhaltsfragen in komplexeren Familienkonstellationen mit mehreren rechtlichen Elternteilen. Im Fokus stehen Berechnungsmodelle, Zuständigkeiten sowie die Aufteilung finanzieller Verpflichtungen zwischen biologischen und rechtlichen Eltern in unterschiedlichen Konstellationen.

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006/2026

Keine Auskunft über Samenspenden
Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main bestätigt, dass eine durch Samenspende gezeugte Klägerin keinen Anspruch auf die Auskunft über die Anzahl der Verwendungen des Samens ihres biologischen Vaters hat. Die Auskunft könne weder die Identität von Halbgeschwistern klären noch verlässliche Gewissheit über deren Anzahl herstellen.

Ausgleich von Rentenansprüchen nach einer Scheidung – Bundeskabinett beschließt Gesetzentwurf zur Anpassung des Versorgungsausgleichs
Das Bundeskabinett beschließt einen Gesetzentwurf zur Anpassung des Versorgungsausgleichs nach Scheidungen. Künftig sollen vergessene, verschwiegene oder übersehene Rentenansprüche nachträglich zwischen Ex-Ehegatten ausgeglichen werden können. Weitere Änderungen betreffen die Einbeziehung bestimmter Unternehmer:innen-Renten, die Vermeidung von Kleinstanrechten sowie verfahrensrechtliche Vereinfachungen zur effizienteren Durchführung.

Ausgabe
005/2026

Zulässigkeit der stufenweisen Rückführung des Kindes zu den leiblichen Eltern nach möglichem Schütteltrauma
Die Rückführung eines Kindes zu den leiblichen Eltern ist auch nach schwerer Verletzung nicht ausgeschlossen, wenn eine hohe Sicherheit vor erneuter Gefährdung besteht. Möglich sind Auflagen und eine stufenweise Rückführung. Entscheidend bleibt stets das Kindeswohl im Einzelfall.

Bundestag: Bundesrat schlägt Änderung im Gewaltschutzgesetz vor
Der Bundesrat schlägt eine Änderung des Gewaltschutzgesetzes vor, um den Ausstieg aus gemeinsamen Mietverträgen bei häuslicher Gewalt zu erleichtern. Die Zustimmung zur Kündigung soll dabei leichter durchsetzbar sein. Hintergrund sind bestehende Hürden beim Neuanfang nach Schutzunterkünften. Auch die Bundesregierung unterstützt das Vorhaben.

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Die FuR konzentriert sich seit 1990 auf die aktuellen Bedürfnisse von im Familienrecht tätigen Juristinnen und Juristen. Sie informiert mit Fachbeiträgen und durch die Aufbereitung und Erläuterung höchstrichterlicher Entscheidungen über wichtige Änderungen aus dem Familien- und Erbrecht sowie aus angrenzenden Rechtsgebieten. Dabei richtet sich die Zeitschrift vornehmlich an Praktikerinnen und Praktiker aus der Anwaltschaft, Inhaberinnen und Inhaber des Fachanwaltstitels im Familienrecht, Richterinnen und Richter sowie insgesamt an das am Familienrecht interessierte Fachpublikum.

Einen Schwerpunkt stellen die Fachbeiträge mit wertvollen »Tipps und Tricks« für die tägliche Anwendung dar. Aktuelle Themen aus der anwaltlichen und gerichtlichen Praxis werden von namhaften Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten, Richterinnen und Richtern sowie Steuerberaterinnen und Steuerberatern mit Bezug zu Rechtsprechung und Rechtspolitik fachlich fundiert und prägnant aufbereitet. Zusätzlich enthält die FuR regelmäßig wichtige Hinweise und Arbeitshilfen zur effizienten Lösung häufig auftretender Probleme und zur Vermeidung von Haftungsfällen.

Der Rechtsprechungsteil gewährleistet einen nahezu vollständigen Überblick über aktuelle und relevante Entscheidungen aus dem gesamten Familienrecht und den angrenzenden Rechtsgebieten – verständlich erläutert und für die Praxis aufbereitet. Die Volltexte können über die Eingabe des jeweiligen Aktenzeichens unter www.wolterskluwer-online.de eingesehen werden.

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In der aktuellen Ausgabe von Familie und Recht - FuR

  • Besserer Schutz vor häuslicher Gewalt
    Häusliche Gewalt soll im Familienrecht künftig stärker berücksichtigt und erstmals ausdrücklich geregelt werden. Der Gesetzentwurf definiert verschiedene Formen von Gewalt, erweitert den Schutz des Kindeswohls auf miterlebte Gewalt und schafft zusätzlich rechtliche Möglichkeiten für den Umgangsausschluss sowie für Maßnahmen der Gewaltprävention.
  • Grenzüberschreitendes Ersuchen um Exhumierung zur Feststellung der Abstammung
    Der Europäische Gerichtshof setzt Grenzen für die Berufung auf nationales Recht bei Beweisaufnahmen über Landesgrenzen hinweg. Dementpsrechend darf ein ersuchtes Gericht eine Exhumierung zur DNA-Probenentnahme im Rahmen eines laufenden Verfahrens zur Feststellung der Abstammung nicht allein auf Grundlage des eigenen Rechts verweigern, das eine solche Untersuchung untersagt.
  • Stärkung der partnerschaftlichen Kinderbetreuung nach Trennung
    Nach der Trennung sollen Eltern mit gemeinsamem Sorgerecht mehr Eigenständigkeit bei der Betreuung ihrer Kinder erhalten. Entscheidungen des Alltags könnten künftig während der jeweiligen Betreuungszeiten allein getroffen werden. Das Gesetz soll zudem unterschiedliche Betreuungsmodelle, darunter das Residenzmodell sowie das asymmetrisches und dassymmetrisches Wechselmodell, ausdrücklich anerkennen.
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