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Ausgabe 727/2026
Aktuelle Ausgabe

Subbotnik und Wunschmaschine
Wie eine Kampagne drei Monate vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern mit niedrigschwelligen Aktionen versucht, die Zivilgesellschaft zu stärken

Was macht es mit uns, wenn wir uns 30 Jahre später dem Trauma sexueller Gewalt stellen?
In der Berliner Antifagruppe Edelweißpiraten missbrauchte ein Mann in den 1990ern systematisch Jugendliche. Zwei von ihnen sprechen über die Manipulation durch den Täter und die gemeinsame Aufarbeitung

Ausgabe 726/2026

Kleinbusse statt Kampfpanzer
Der schwächelnden deutschen Automobilindustrie stehen sinkende VW-Gewinne, Kaufkrafteinbrüche, Unsicherheit, starke Konkurrenz aus China, US-Zölle und hohe Energiekosten gegenüber. Gleichzeitig fließen Rekordinvestitionen nicht in den öffentlichen Nahverkehr, sondern in die Rüstungsbranche. Das Zukunftswerk Osnabrück will verhindern, dass im dortigen VW-Werk künftig fürs Militär produziert wird und setzt auf zivile Alternativen wie Kleinbusse statt Kampfpanzer.

Die fossile Falle der Landwirtschaft
Synthetische Düngemittel sind aufgrund ihrer energieintensiven Herstellung eng an Erdgas und Öl gebunden. Die Straße von Hormus fungiert als zentrale Transitroute, über die rund ein Drittel der weltweiten Düngertransporte läuft. Kriegsbedingte Störungen von Transportwegen, Produktionsausfällen und steigenden Energiepreisen führen zu Unsicherheit, Übergewinnen für wenige Konzerne und der Sorge vor einer neuen globalen Agrarkrise. Während Agrarkonzerne Übergewinne machen, droht die nächste Welthungerkrise

Ausgabe 725/2026

Krieg ohne Sieger
Der Krieg verschärft die Repression in Iran massiv: Wirtschaftskollaps, Internetblockade, tausende Hinrichtungen und zunehmende Verarmung treffen vor allem Minderheiten wie Belutschinnen, Kurdinnen und Azeris. Teheran nutzt den von USA und Israel geführten Krieg zur Machtkonzentration der Revolutionsgarden und zum Ausbau einer militärisch-fundamentalistischen Diktatur – während westliche Staaten zugleich ihre eigene imperiale Militärpräsenz ausweiten.

AfD-Horroshow im Septemberr?
Das nützt nur der AfD.« Diese Aussage stimmt derzeit scheinbar für alles. Hohe Benzinpreise, steigende Inflation? Nützen der AfD. Kriege? Nützen der AfD. Rassistische Deutungsvorlagen aus der CDU? Nützen der AfD. Jede Krise wie auch die Versuche ihrer Bewältigung kommen der Partei zugute. Die bisherigen Strategien, die AfD politisch einzudämmen, greifen nicht, stattdessen wandern auch andere Parteien immer tiefer in den braunen Morast.

Ausgabe 724/2026

Ein Krieg greift um sich
Ein neuer Krieg gegen Iran eskaliert: Nach der Tötung Ali Chameneis bombardieren USA und Israel iranische Ziele, Iran beschießt Golfstaaten und US-Basen. Die Straße von Hormus ist geschlossen, Ölpreise steigen dramatisch. Israel führt parallel einen brutalen Luftkrieg im Libanon. Während Netanjahu einen Regime Change anstrebt, fehlt Trump ein klarer Plan. Die imperiale Aggression ignoriert das Völkerrecht völlig – nur Kriegsende könnte weitere Katastrophen für Zivilbevölkerung:innen verhindern.

Eine neue Linke?
Vor etwas mehr als einem Jahr landete Die Linke bei der Bundestagswahl bei fast neun Prozent. Bis wenige Wochen davor hatte sie eineinhalb Jahre lang in Umfragen deutlich unter der Fünf-Prozent-Hürde gelegen. Dann entwickelte sich ein regelrechter Hype um die Partei. Zehntausende sind ihr seitdem beigetreten, die Mitgliedschaft hat sich verdoppelt. Der Journalist Daniel Bax hat ein Buch über Die Linke geschrieben und spricht im Interview darüber, was zu ihrem erstaunlichen Erfolg beigetragen hat und welche Herausforderungen in diesem Jahr auf die Partei warten.

Ausgabe 723/2026

»Aber die Männer«
Rechte Vereine konstruieren erfolgreich die Figur des unterdrückten Vaters – während die Gewalt gegen Frauen in Partnerschaften weiter steigt

Warum sich die Erinnerungspolitik ändern muss
Susanne Siegert plädiert für einen Blick auf die Täter:innen, um den Nationalsozialismus aufzuarbeiten

Ausgabe 722/2026


Ausgabe 721/2025


Ausgabe 720/2025


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Porträt von analyse & kritik ak

ak – analyse & kritik ist, so der selbst gestellte Anspruch, eine »Zeitung für linke Debatte und Praxis«. Der Blick auf Bewegungen zeichnet unsere Zeitung aus. ak bietet engagierte Berichterstattung an der Seite der Protagonist*innen sozialer Kämpfe und ist unverzichtbarer Bestandteil der außerparlamentarischen Linken.

Unsere Leser*innen sind als politisch engagierte Fußballfans in Wien, beim Frauenstreik Berlin oder bei Ende Gelände in Leipzig aktiv, sie organisieren Demonstrationen gegen steigende Mieten oder rassistische Polizeigewalt, blockieren Abschiebeflüge oder machen der AfD das Leben schwer. Sie engagieren sich bei ver.di oder arbeiten in der St.-Pauli-Kneipe, sie studieren Politologie oder schreiben feministische Blogs. Einige lesen ak seit 1971, für andere klingt 1971 fast so urzeitlich wie 1917.

Gemeinsam ist unseren Leser*innen, dass sie sich für soziale Bewegungen in Deutschland und weltweit interessieren, sich kritisch mit der herrschenden Politik und Kultur auseinandersetzen und dass man sie mit Marx-Zitaten und Memes gleichermaßen begeistern kann.

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Was macht es mit uns, wenn wir uns 30 Jahre später dem Trauma sexueller Gewalt stellen?
In der Berliner Antifagruppe Edelweißpiraten missbrauchte ein Mann in den 1990ern systematisch Jugendliche. Zwei von ihnen sprechen über die Manipulation durch den Täter und die gemeinsame Aufarbeitung

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Kleinbusse statt Kampfpanzer
Der schwächelnden deutschen Automobilindustrie stehen sinkende VW-Gewinne, Kaufkrafteinbrüche, Unsicherheit, starke Konkurrenz aus China, US-Zölle und hohe Energiekosten gegenüber. Gleichzeitig fließen Rekordinvestitionen nicht in den öffentlichen Nahverkehr, sondern in die Rüstungsbranche. Das Zukunftswerk Osnabrück will verhindern, dass im dortigen VW-Werk künftig fürs Militär produziert wird und setzt auf zivile Alternativen wie Kleinbusse statt Kampfpanzer.

Die fossile Falle der Landwirtschaft
Synthetische Düngemittel sind aufgrund ihrer energieintensiven Herstellung eng an Erdgas und Öl gebunden. Die Straße von Hormus fungiert als zentrale Transitroute, über die rund ein Drittel der weltweiten Düngertransporte läuft. Kriegsbedingte Störungen von Transportwegen, Produktionsausfällen und steigenden Energiepreisen führen zu Unsicherheit, Übergewinnen für wenige Konzerne und der Sorge vor einer neuen globalen Agrarkrise. Während Agrarkonzerne Übergewinne machen, droht die nächste Welthungerkrise

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Krieg ohne Sieger
Der Krieg verschärft die Repression in Iran massiv: Wirtschaftskollaps, Internetblockade, tausende Hinrichtungen und zunehmende Verarmung treffen vor allem Minderheiten wie Belutschinnen, Kurdinnen und Azeris. Teheran nutzt den von USA und Israel geführten Krieg zur Machtkonzentration der Revolutionsgarden und zum Ausbau einer militärisch-fundamentalistischen Diktatur – während westliche Staaten zugleich ihre eigene imperiale Militärpräsenz ausweiten.

AfD-Horroshow im Septemberr?
Das nützt nur der AfD.« Diese Aussage stimmt derzeit scheinbar für alles. Hohe Benzinpreise, steigende Inflation? Nützen der AfD. Kriege? Nützen der AfD. Rassistische Deutungsvorlagen aus der CDU? Nützen der AfD. Jede Krise wie auch die Versuche ihrer Bewältigung kommen der Partei zugute. Die bisherigen Strategien, die AfD politisch einzudämmen, greifen nicht, stattdessen wandern auch andere Parteien immer tiefer in den braunen Morast.

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724/2026

Ein Krieg greift um sich
Ein neuer Krieg gegen Iran eskaliert: Nach der Tötung Ali Chameneis bombardieren USA und Israel iranische Ziele, Iran beschießt Golfstaaten und US-Basen. Die Straße von Hormus ist geschlossen, Ölpreise steigen dramatisch. Israel führt parallel einen brutalen Luftkrieg im Libanon. Während Netanjahu einen Regime Change anstrebt, fehlt Trump ein klarer Plan. Die imperiale Aggression ignoriert das Völkerrecht völlig – nur Kriegsende könnte weitere Katastrophen für Zivilbevölkerung:innen verhindern.

Eine neue Linke?
Vor etwas mehr als einem Jahr landete Die Linke bei der Bundestagswahl bei fast neun Prozent. Bis wenige Wochen davor hatte sie eineinhalb Jahre lang in Umfragen deutlich unter der Fünf-Prozent-Hürde gelegen. Dann entwickelte sich ein regelrechter Hype um die Partei. Zehntausende sind ihr seitdem beigetreten, die Mitgliedschaft hat sich verdoppelt. Der Journalist Daniel Bax hat ein Buch über Die Linke geschrieben und spricht im Interview darüber, was zu ihrem erstaunlichen Erfolg beigetragen hat und welche Herausforderungen in diesem Jahr auf die Partei warten.

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723/2026

»Aber die Männer«
Rechte Vereine konstruieren erfolgreich die Figur des unterdrückten Vaters – während die Gewalt gegen Frauen in Partnerschaften weiter steigt

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ak – analyse & kritik ist, so der selbst gestellte Anspruch, eine »Zeitung für linke Debatte und Praxis«. Der Blick auf Bewegungen zeichnet unsere Zeitung aus. ak bietet engagierte Berichterstattung an der Seite der Protagonist*innen sozialer Kämpfe und ist unverzichtbarer Bestandteil der außerparlamentarischen Linken.

Unsere Leser*innen sind als politisch engagierte Fußballfans in Wien, beim Frauenstreik Berlin oder bei Ende Gelände in Leipzig aktiv, sie organisieren Demonstrationen gegen steigende Mieten oder rassistische Polizeigewalt, blockieren Abschiebeflüge oder machen der AfD das Leben schwer. Sie engagieren sich bei ver.di oder arbeiten in der St.-Pauli-Kneipe, sie studieren Politologie oder schreiben feministische Blogs. Einige lesen ak seit 1971, für andere klingt 1971 fast so urzeitlich wie 1917.

Gemeinsam ist unseren Leser*innen, dass sie sich für soziale Bewegungen in Deutschland und weltweit interessieren, sich kritisch mit der herrschenden Politik und Kultur auseinandersetzen und dass man sie mit Marx-Zitaten und Memes gleichermaßen begeistern kann.

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In der aktuellen Ausgabe von analyse & kritik ak

  • Subbotnik und Wunschmaschine
    Wie eine Kampagne drei Monate vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern mit niedrigschwelligen Aktionen versucht, die Zivilgesellschaft zu stärken
  • Was macht es mit uns, wenn wir uns 30 Jahre später dem Trauma sexueller Gewalt stellen?
    In der Berliner Antifagruppe Edelweißpiraten missbrauchte ein Mann in den 1990ern systematisch Jugendliche. Zwei von ihnen sprechen über die Manipulation durch den Täter und die gemeinsame Aufarbeitung
  • Alles offen außer der Grenze
    Die EU hat Anfang Juni 2025 eine neue Rückführungsverordnung beschlossen, die sogenannte „Return Hubs" vorsieht. Menschen ohne Abschiebeperspektive – etwa wegen fehlender Pässe oder Krieg im Herkunftsland – sollen auf unbestimmte Zeit in EU-finanzierte Lager in Drittstaaten gebracht werden. Die Idee, territoriale Hoheit gegen Pacht abzutreten, kursiert in europäischen Innenministerien seit 2018. Kritiker:innen sehen darin eine systematische Entlassung der EU aus ihrer Schutzverantwortung.
  • Im ökonomischen Belagerungszustand
    Die Mitte-Parteien rufen zur Rettung des Standorts Deutschland auf – und treiben damit die Menschen in die Hände der AfD
  • Der nächste Protestmoment wird kommen
    Die bisherigen Anti-AfD-Demos erzeugen vor allem ohnmächtige Empörung und liberale Selbstvergewisserung, ohne Gegenmacht aufzubauen. Gefordert werden stattdessen temporäre Platzbesetzungen als offene, solidarische Räume, die ein neues emanzipatorisches Wir stiften, Menschen praktisch einbinden, vielfältige antifaschistische Praxen verbinden und durch dezentrale linke Gegenöffentlichkeit in dauerhafte Organisierung überführen.
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