Der Zar setzt weiter auf Krieg
Die Idee, mit Russland in gutem Einvernehmen zu leben, ist angesichts Wladimir Putins aggressiver und imperialer Politik auf längere Sicht unrealistisch. Das war sie auch schon vor der russischen Vollinvasion in die Ukraine im Februar 2022 – nur wollten dies weder SPD noch Union in letzter Konsequenz wahrhaben. Vieles hat sich seitdem geändert, doch noch immer fehlt der richtige Umgang mit dem Putin-Regime.
Wer Trump umarmt, braucht ein starkes Rückgrat
2025 haben die Europäer ihren Fokus darauf gelegt, dem US-Präsidenten zu schmeicheln. Doch die endlosen Schleifen der Ukraine-Verhandlungen zeigen: Für die nächsten drei Jahre wird das nicht reichen, schreiben Sophia Besch und Liana Fix
Alle für einen: Putins Macht und Russlands Eliten
Die russische Elite bleibt stark personalisiert und um Präsident Putin zentriert. Macht, Ressourcen und Karrieren beruhen fast ausschließlich auf Loyalität. Frühere Gruppen wie Oligarchen, Silowiki und Bürokraten sind eng verflochten und ihrer Eigenständigkeit beraubt. Putin kontrolliert Personal und Ressourcen strategisch, ersetzt Rival:innen durch loyale Technokrat:innen und diszipliniert Eliten über Repression und Angst. Das System stabilisiert kurzfristig, bleibt aber strukturell fragil und abhängig von einer Person.
„Unsere Stärke ist der Pluralismus“
Wie kann Europa vom schwindenden Einfluss der USA im Bereich der Soft Power profitieren? Welche Strategien helfen gegen Putins Propaganda? Und welche kulturpolitischen Stärken kann Deutschland ausspielen? Darüber spricht Prof. Dr. Daniela Schwarzer, Präsidentin des Instituts für Auslandsbeziehungen.
Humanitäre Hilfe
Der Bedeutungsverlust humanitärer Prinzipien zeigt sich im Gazakrieg: Israel und die USA gründeten die Gaza Humanitarian Foundation, deren Versorgung jedoch scheiterte und Misstrauen weckte. Humanitäre Hilfe wird zunehmend als machtpolitisches Instrument missbraucht. Jörg Lau warnt: Realistischer Humanitarismus bleibt notwendig, da er Legitimation schafft, Kriege begrenzt und Gegner zur Aufgabe bewegt, statt endlose Vergeltung zu nähren.
Im Schatten der Supermächte
Indien reagierte nach einem Terroranschlag in Kaschmir erstmals mit Militärschlägen tief in Pakistan. Shashi Tharoor legitimiert „Operation Sindoor“ international als gezielte Antwort. Chinas militärische Unterstützung stärkt Pakistan, während Indien aufrüstet und enger mit den USA kooperiert. Der ungelöste Kaschmir-Konflikt verschärft sich, birgt Eskalationsrisiken und wird zunehmend Teil globaler Machtkonkurrenz.
Ende der bösen Überraschungen
Europa befindet sich in einem gefährlichen Moment der Verwundbarkeit: Die USA ziehen sich unter Trump zurück, Russland rüstet auf. Frank Sauer fordert, dass Europa seine Sicherheit selbst in die Hand nimmt – militärisch, technologisch und politisch. Der Artikel zeigt, wie KI, Resilienz und strategisches Umdenken helfen können, böse Überraschungen künftig zu vermeiden und Europas Stärke zu festigen.
„Putin wird nicht warten, bis wir so weit sind“
In diesem Interview erläutert EU-Verteidigungskommissar Andrius Kubilius, wie Europa seine Verteidigungsfähigkeit stärken will – durch gemeinsame Rüstungsprojekte, Milliardeninvestitionen und industrielle Zusammenarbeit. Angesichts globaler Bedrohungen müsse die EU unabhängiger werden und Verantwortung für ihre Sicherheit selbst übernehmen. Kubilius macht deutlich: Jetzt ist die Zeit für entschlossenes Handeln in der europäischen Sicherheitspolitik.
In Vielfalt geschützt?
Die sicherheitspolitische „Zeitenwende“ Europas zeigt sich uneinheitlich: Polen rüstet massiv auf, verfolgt einen klaren NATO-Kurs und investiert trotz Verschuldung. In den Niederlanden hingegen erschweren innenpolitische Widerstände eine verlässliche Verteidigungspolitik. Der EU-weite ReArm-Plan stößt dort auf Skepsis – ein Zeichen wachsender Spannungen zwischen nationaler Souveränität und europäischer Sicherheitspartnerschaft.
IP Internationale Politik ist ein renommiertes Forum für außen- und sicherheitspolitische Debatten, Analysen und Hintergrundberichte. Als unabhängiges Magazin verbindet sie wissenschaftliche Tiefe mit journalistischer Klarheit, präsentiert Beiträge von Expertinnen und Experten, Diplomaten sowie Wissenschaftlern und fördert den transatlantischen Dialog. IP beleuchtet Krisen, Strategien und geopolitische Trends, bietet Essays, Interviews und Rezensionen und richtet sich an Politikverantwortliche, Meinungsbildner und interessierte Leser. Durch regelmäßige Sondernummern, Kongressberichte und digitale Angebote trägt die Zeitschrift zur Versachlichung öffentlicher Debatten bei und stärkt die zivile Auseinandersetzung mit globalen Herausforderungen. Sie erscheint regelmäßig und bietet Abonnements, Veranstaltungen sowie interaktive Online-Dossiers für Fachöffentlichkeit Publikum.
Die Zeitschrift IP Internationale Politik bietet tiefgründige Analysen, Hintergrundberichte und Kommentare zu außen- und sicherheitspolitischen Themen, ergänzt durch Interviews mit Expertinnen und Experten, Essays renommierter Wissenschaftler und Praxisberichte von Entscheidungsträgern. Regelmäßige Dossiers beleuchten regionale Konflikte, geopolitische Trends, Verteidigungsstrategien, Wirtschaftsdiplomatie und internationale Organisationen. Grafiken, Karten und Statistiken veranschaulichen komplexe Zusammenhänge. Debattenbeiträge, Buchbesprechungen und Veranstaltungshinweise fördern den fachlichen Austausch. Als Magazin verbindet IP wissenschaftliche Strenge mit journalistischer Verständlichkeit und richtet sich an Forschende, Politikgestaltende, Studierende sowie interessierte Leserinnen und Leser mit Anspruch an fundierte Informationen. Sie liefert praxisnahe Empfehlungen, politische Prognosen, Kritiken und internationale Perspektiven für eine informierte Öffentlichkeit und Analysen.
Das Magazin IP Internationale Politik sollten politisch Interessierte, Entscheidungsträger, Wissenschaftler und Studierende lesen, die fundierte Analysen und Hintergrundwissen zu internationalen Beziehungen suchen. Journalisten und Kommunikationsprofis profitieren von kritischen Debatten und Experteninterviews, während NGOs und Diplomaten aktuelle Einschätzungen zu Konflikten, Sicherheitspolitik und globalen Trends erhalten. Auch Unternehmer mit internationaler Ausrichtung und Kulturschaffende, die geopolitische Entwicklungen verstehen wollen, finden wertvolle Impulse. Wer verlässliche, sachliche und gut recherchierte Beiträge schätzt, dem bietet das Magazin einen breit gefächerten Überblick. Neben klassischen Lesern ist das Magazin eine nützliche Ergänzung für alle, die tiefere Einblicke in Außenpolitik wünschen und regelmäßig auch aktuelle politische Lernressourcen nachfragt.
Der Verlag hinter dem Magazin IP Internationale Politik ist die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik e. V. (DGAP), ein unabhängiges Think Tank und Forum für außenpolitische Debatten in Deutschland. Die DGAP verantwortet Redaktion, Produktion und Verbreitung der Zeitschrift, fördert evidenzbasierte Analysen und den Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Wirtschaft. Durch Konferenzen, Publikationen und internationale Kooperationen stärkt sie die Außenpolitikkompetenz in der Gesellschaft.
Der Zar setzt weiter auf Krieg
Die Idee, mit Russland in gutem Einvernehmen zu leben, ist angesichts Wladimir Putins aggressiver und imperialer Politik auf längere Sicht unrealistisch. Das war sie auch schon vor der russischen Vollinvasion in die Ukraine im Februar 2022 – nur wollten dies weder SPD noch Union in letzter Konsequenz wahrhaben. Vieles hat sich seitdem geändert, doch noch immer fehlt der richtige Umgang mit dem Putin-Regime.
Wer Trump umarmt, braucht ein starkes Rückgrat
2025 haben die Europäer ihren Fokus darauf gelegt, dem US-Präsidenten zu schmeicheln. Doch die endlosen Schleifen der Ukraine-Verhandlungen zeigen: Für die nächsten drei Jahre wird das nicht reichen, schreiben Sophia Besch und Liana Fix
Alle für einen: Putins Macht und Russlands Eliten
Die russische Elite bleibt stark personalisiert und um Präsident Putin zentriert. Macht, Ressourcen und Karrieren beruhen fast ausschließlich auf Loyalität. Frühere Gruppen wie Oligarchen, Silowiki und Bürokraten sind eng verflochten und ihrer Eigenständigkeit beraubt. Putin kontrolliert Personal und Ressourcen strategisch, ersetzt Rival:innen durch loyale Technokrat:innen und diszipliniert Eliten über Repression und Angst. Das System stabilisiert kurzfristig, bleibt aber strukturell fragil und abhängig von einer Person.
„Unsere Stärke ist der Pluralismus“
Wie kann Europa vom schwindenden Einfluss der USA im Bereich der Soft Power profitieren? Welche Strategien helfen gegen Putins Propaganda? Und welche kulturpolitischen Stärken kann Deutschland ausspielen? Darüber spricht Prof. Dr. Daniela Schwarzer, Präsidentin des Instituts für Auslandsbeziehungen.
Humanitäre Hilfe
Der Bedeutungsverlust humanitärer Prinzipien zeigt sich im Gazakrieg: Israel und die USA gründeten die Gaza Humanitarian Foundation, deren Versorgung jedoch scheiterte und Misstrauen weckte. Humanitäre Hilfe wird zunehmend als machtpolitisches Instrument missbraucht. Jörg Lau warnt: Realistischer Humanitarismus bleibt notwendig, da er Legitimation schafft, Kriege begrenzt und Gegner zur Aufgabe bewegt, statt endlose Vergeltung zu nähren.
Im Schatten der Supermächte
Indien reagierte nach einem Terroranschlag in Kaschmir erstmals mit Militärschlägen tief in Pakistan. Shashi Tharoor legitimiert „Operation Sindoor“ international als gezielte Antwort. Chinas militärische Unterstützung stärkt Pakistan, während Indien aufrüstet und enger mit den USA kooperiert. Der ungelöste Kaschmir-Konflikt verschärft sich, birgt Eskalationsrisiken und wird zunehmend Teil globaler Machtkonkurrenz.
Ende der bösen Überraschungen
Europa befindet sich in einem gefährlichen Moment der Verwundbarkeit: Die USA ziehen sich unter Trump zurück, Russland rüstet auf. Frank Sauer fordert, dass Europa seine Sicherheit selbst in die Hand nimmt – militärisch, technologisch und politisch. Der Artikel zeigt, wie KI, Resilienz und strategisches Umdenken helfen können, böse Überraschungen künftig zu vermeiden und Europas Stärke zu festigen.
„Putin wird nicht warten, bis wir so weit sind“
In diesem Interview erläutert EU-Verteidigungskommissar Andrius Kubilius, wie Europa seine Verteidigungsfähigkeit stärken will – durch gemeinsame Rüstungsprojekte, Milliardeninvestitionen und industrielle Zusammenarbeit. Angesichts globaler Bedrohungen müsse die EU unabhängiger werden und Verantwortung für ihre Sicherheit selbst übernehmen. Kubilius macht deutlich: Jetzt ist die Zeit für entschlossenes Handeln in der europäischen Sicherheitspolitik.
In Vielfalt geschützt?
Die sicherheitspolitische „Zeitenwende“ Europas zeigt sich uneinheitlich: Polen rüstet massiv auf, verfolgt einen klaren NATO-Kurs und investiert trotz Verschuldung. In den Niederlanden hingegen erschweren innenpolitische Widerstände eine verlässliche Verteidigungspolitik. Der EU-weite ReArm-Plan stößt dort auf Skepsis – ein Zeichen wachsender Spannungen zwischen nationaler Souveränität und europäischer Sicherheitspartnerschaft.
IP Internationale Politik ist ein renommiertes Forum für außen- und sicherheitspolitische Debatten, Analysen und Hintergrundberichte. Als unabhängiges Magazin verbindet sie wissenschaftliche Tiefe mit journalistischer Klarheit, präsentiert Beiträge von Expertinnen und Experten, Diplomaten sowie Wissenschaftlern und fördert den transatlantischen Dialog. IP beleuchtet Krisen, Strategien und geopolitische Trends, bietet Essays, Interviews und Rezensionen und richtet sich an Politikverantwortliche, Meinungsbildner und interessierte Leser. Durch regelmäßige Sondernummern, Kongressberichte und digitale Angebote trägt die Zeitschrift zur Versachlichung öffentlicher Debatten bei und stärkt die zivile Auseinandersetzung mit globalen Herausforderungen. Sie erscheint regelmäßig und bietet Abonnements, Veranstaltungen sowie interaktive Online-Dossiers für Fachöffentlichkeit Publikum.
Die Zeitschrift IP Internationale Politik bietet tiefgründige Analysen, Hintergrundberichte und Kommentare zu außen- und sicherheitspolitischen Themen, ergänzt durch Interviews mit Expertinnen und Experten, Essays renommierter Wissenschaftler und Praxisberichte von Entscheidungsträgern. Regelmäßige Dossiers beleuchten regionale Konflikte, geopolitische Trends, Verteidigungsstrategien, Wirtschaftsdiplomatie und internationale Organisationen. Grafiken, Karten und Statistiken veranschaulichen komplexe Zusammenhänge. Debattenbeiträge, Buchbesprechungen und Veranstaltungshinweise fördern den fachlichen Austausch. Als Magazin verbindet IP wissenschaftliche Strenge mit journalistischer Verständlichkeit und richtet sich an Forschende, Politikgestaltende, Studierende sowie interessierte Leserinnen und Leser mit Anspruch an fundierte Informationen. Sie liefert praxisnahe Empfehlungen, politische Prognosen, Kritiken und internationale Perspektiven für eine informierte Öffentlichkeit und Analysen.
Das Magazin IP Internationale Politik sollten politisch Interessierte, Entscheidungsträger, Wissenschaftler und Studierende lesen, die fundierte Analysen und Hintergrundwissen zu internationalen Beziehungen suchen. Journalisten und Kommunikationsprofis profitieren von kritischen Debatten und Experteninterviews, während NGOs und Diplomaten aktuelle Einschätzungen zu Konflikten, Sicherheitspolitik und globalen Trends erhalten. Auch Unternehmer mit internationaler Ausrichtung und Kulturschaffende, die geopolitische Entwicklungen verstehen wollen, finden wertvolle Impulse. Wer verlässliche, sachliche und gut recherchierte Beiträge schätzt, dem bietet das Magazin einen breit gefächerten Überblick. Neben klassischen Lesern ist das Magazin eine nützliche Ergänzung für alle, die tiefere Einblicke in Außenpolitik wünschen und regelmäßig auch aktuelle politische Lernressourcen nachfragt.
Der Verlag hinter dem Magazin IP Internationale Politik ist die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik e. V. (DGAP), ein unabhängiges Think Tank und Forum für außenpolitische Debatten in Deutschland. Die DGAP verantwortet Redaktion, Produktion und Verbreitung der Zeitschrift, fördert evidenzbasierte Analysen und den Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Wirtschaft. Durch Konferenzen, Publikationen und internationale Kooperationen stärkt sie die Außenpolitikkompetenz in der Gesellschaft.