Neue Anforderungen an den Kinderdatenschutz – Praxisfolgen aktueller Behördenpositionen
Der Schutz personenbezogener Daten von Kindern gewinnt in der Datenschutzpraxis zunehmend an Bedeutung und stellt Unternehmen vor neue organisatorische Anforderungen. Dabei werden aktuelle Behördenpositionen, kindgerechte Datenschutzmaßnahmen sowie die praktische Umsetzung von Informations-, Einwilligungs- und Kontrollpflichten stärker in die Pflicht genommen.
Datenschutz in der wissenschaftlichen Forschung
Die Verarbeitung personenbezogener Daten für wissenschaftliche Forschungszwecke wird durch neue Leitlinien des EDSA rechtlich präzisiert und stellt Forschungseinrichtungen vor konkrete Compliance-Anforderungen. Dabei rücken die Reichweite der Forschungsprivilegien, geeignete Datenschutzgarantien sowie die rechtssichere Ausgestaltung von Forschungsprojekten stärker in den Fokus.
Agentic AI: Die nächste Verarbeitungsebene der KI
Während Datenschutzorganisationen und Unternehmen noch an Governance-Strukturen für klassische Generative AI arbeiten, etablieren sich zunehmend autonome Systeme – sogenannte Agentic AI. Sie planen eigenständig Aufgaben, nutzen externe Werkzeuge und koordinieren spezialisierte Agenten. Diese operative Selbstständigkeit verändert die datenschutzrechtliche Bewertung grundlegend: Verantwortlichkeit, menschliche Kontrolle und belastbare Governance werden für Verantwortliche, Betroffene und Regulierer:innen zur zentralen Herausforderung.
Rechtsmissbräuchlichkeit der Auskunftsanfrage im Kündigungsschutzverfahren
Seit Inkrafttreten der DSGVO werden Kündigungsschutzklagen regelmäßig mit dem Auskunftsanspruch gem. Art. 15 DSGVO verknüpft. Ob dies – insbesondere im Lichte der Brillen-Rottler-Entscheidung des EuGH (Urt. v. 19.3.2026 – C-526/24 ) – als exzessiv einzustufen ist, wenn datenschutzfremde Zwecke verfolgt werden, etwa um die Vergleichssumme in die Höhe zu treiben, ist Gegenstand dieses Beitrags.
„Schrems III“ ante portas? Ein (Aus-)Blick auf die Entwicklung der US-Rechtslage in der Trump-Ära
Die Übermittlung personenbezogener Daten in die USA bleibt datenschutzrechtlich umstritten. Nach der Aufhebung des „Privacy Shield“ durch den EuGH soll das EU-U.S. Data Privacy Framework Rechtssicherheit schaffen. Angesichts aktueller Entwicklungen in den USA bestehen jedoch weiterhin Zweifel an dessen Beständigkeit und an den Folgen für europäische Unternehmen.
Identitätsdiebstahl: Wie kann der Datenschutz helfen?
Identitätsdiebstahl im Internet umfasst missbräuchliche Nutzungsprofile zu Betrug, Mobbing oder sexueller Demütigung. Strafrechtlich bestehen teils Lücken, weshalb Betroffene oft nur eingeschränkt geschützt sind. Das Datenschutzrecht kann ergänzend greifen, indem es Ansprüche auf Auskunft, Löschung und Unterlassung gegenüber Plattformen oder Verantwortlichen ermöglicht.
KI-Agenten im E-Commerce: Ein früher Blick auf datenschutzrechtliche Herausforderungen
Onlineshops könnten sich schon bald für KI-gestützte Agenten öffnen, die eigenständig Produkte suchen, Preise vergleichen und Bestellungen abschließen sollen. Nicht mehr der Mensch navigiert den Shop, sondern eine Softwareroutine in seinem Auftrag. Das Versprechen ist groß: Beide Seiten sollen profitieren. Käufer:innn werden Bequemlichkeit und Preistransparenz versprochen, Anbieter von Shopsystemen testen bereits entsprechende Schnittstellen und Shopbetreiber erhoffen sich Reichweite, neue Kund:innen. Die datenschutzrechtlichen Folgen preist bislang keine Seite ein. Dieser Beitrag skizziert sie.
HmbBfDI: Einsatz von Microsoft 365 ist bei nichtsensiblen Daten vertretbar
Im Frühjahr ist Hochsaison für Tätigkeitsberichte der Aufsichtsbehörden. Damit werden auch Informationen zu Prüfungen bei konkreten Produkten – wie denen von Microsoft – veröffentlicht. Der Bericht des BayLDA gab einzelne Hinweise zu Outlook und Exchange. Der Bericht aus Sachsen enthielt keine konkreten Punkte zu Microsoft 365 (M365). Der Tätigkeitsbericht aus Hamburg enthält hingegen eine ausführliche Beschreibung einer Projektprüfung und der individuellen Vereinbarungen mit Microsoft.
Quo vadis UK? Aktuelle Entwicklungen im britischen Datenschutzrecht
Jüngste Entwicklungen prägen das britische Datenschutzrecht im Verhältnis zur EU. Der neue Data (Use and Access) Act 2025 (DUAA) bringt Änderungen beim Datenschutz, dem Datenzugang und bei Aufsichtskompetenzen. Parallel dazu schafft die kürzliche Verlängerung des EU-Angemessenheitsbeschlusses für das Vereinigte Königreich weiterhin Rechtssicherheit für Datenübermittlungen von Unternehmen.
Microsoft Education 365 in Österreich erneut im Fokus der Aufsichtsbehörde: DSB stoppt Verarbeitung
In einem noch nicht rechtskräftigen Bescheid hat die österreichische Datenschutzbehörde (DSB) der Microsoft Corporation den Einsatz technisch nicht notwendiger Tracking-Cookies bei Microsoft 365 Education untersagt. Die Behörde beanstandete, dass diese ohne die erforderliche vorherige Einwilligung der Nutzer:innen verwendet wurden.
Wer sich professionell mit Datenschutz und Datensicherheit beschäftigt, braucht aktuelle und verlässliche Informationen aus Gesetzgebung, Rechtsprechung und Politik sowie Neuigkeiten von den Aufsichtsbehörden.
Der DATENSCHUTZ-BERATER ist Ihr verlässlicher Ratgeber für Datenschutz und Datensicherheit. Er unterstützt Sie mit Praxistipps, Arbeitshilfen und Handlungsempfehlungen. Er liefert Ihnen die wichtigsten Neuigkeiten und informiert über Risiken und die aktuelle Rechtsprechung.
Der DATENSCHUTZ-BERATER richtet sich insbesondere an (interne und externe) betriebliche und behördliche Datenschutzbeauftragte, IT-Sicherheitsbeauftragte, Compliance-Beauftragte, Rechtsanwälte, Berater und Geschäftsführer sowie an Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen Marketing, Personal und Recht.
Neue Anforderungen an den Kinderdatenschutz – Praxisfolgen aktueller Behördenpositionen
Der Schutz personenbezogener Daten von Kindern gewinnt in der Datenschutzpraxis zunehmend an Bedeutung und stellt Unternehmen vor neue organisatorische Anforderungen. Dabei werden aktuelle Behördenpositionen, kindgerechte Datenschutzmaßnahmen sowie die praktische Umsetzung von Informations-, Einwilligungs- und Kontrollpflichten stärker in die Pflicht genommen.
Datenschutz in der wissenschaftlichen Forschung
Die Verarbeitung personenbezogener Daten für wissenschaftliche Forschungszwecke wird durch neue Leitlinien des EDSA rechtlich präzisiert und stellt Forschungseinrichtungen vor konkrete Compliance-Anforderungen. Dabei rücken die Reichweite der Forschungsprivilegien, geeignete Datenschutzgarantien sowie die rechtssichere Ausgestaltung von Forschungsprojekten stärker in den Fokus.
Agentic AI: Die nächste Verarbeitungsebene der KI
Während Datenschutzorganisationen und Unternehmen noch an Governance-Strukturen für klassische Generative AI arbeiten, etablieren sich zunehmend autonome Systeme – sogenannte Agentic AI. Sie planen eigenständig Aufgaben, nutzen externe Werkzeuge und koordinieren spezialisierte Agenten. Diese operative Selbstständigkeit verändert die datenschutzrechtliche Bewertung grundlegend: Verantwortlichkeit, menschliche Kontrolle und belastbare Governance werden für Verantwortliche, Betroffene und Regulierer:innen zur zentralen Herausforderung.
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Im Frühjahr ist Hochsaison für Tätigkeitsberichte der Aufsichtsbehörden. Damit werden auch Informationen zu Prüfungen bei konkreten Produkten – wie denen von Microsoft – veröffentlicht. Der Bericht des BayLDA gab einzelne Hinweise zu Outlook und Exchange. Der Bericht aus Sachsen enthielt keine konkreten Punkte zu Microsoft 365 (M365). Der Tätigkeitsbericht aus Hamburg enthält hingegen eine ausführliche Beschreibung einer Projektprüfung und der individuellen Vereinbarungen mit Microsoft.
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Wer sich professionell mit Datenschutz und Datensicherheit beschäftigt, braucht aktuelle und verlässliche Informationen aus Gesetzgebung, Rechtsprechung und Politik sowie Neuigkeiten von den Aufsichtsbehörden.
Der DATENSCHUTZ-BERATER ist Ihr verlässlicher Ratgeber für Datenschutz und Datensicherheit. Er unterstützt Sie mit Praxistipps, Arbeitshilfen und Handlungsempfehlungen. Er liefert Ihnen die wichtigsten Neuigkeiten und informiert über Risiken und die aktuelle Rechtsprechung.
Der DATENSCHUTZ-BERATER richtet sich insbesondere an (interne und externe) betriebliche und behördliche Datenschutzbeauftragte, IT-Sicherheitsbeauftragte, Compliance-Beauftragte, Rechtsanwälte, Berater und Geschäftsführer sowie an Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen Marketing, Personal und Recht.