Psychotherapeutische Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung bei Erwachsenen
Patient:innen mit PTBS sollte traumafokussierte Einzelpsychotherapie angeboten werden, die traumatische Erlebnisse, Kognitionen, Emotionen und Erinnerungen bearbeitet. Videoformate und höhere Sitzungsfrequenzen sind möglich. Eine vorgeschaltete Stabilisierungsphase ist nicht evidenzbasiert. Ergänzend werden Evidenzgrundlage, Bewertungsverfahren und Forschungsbedarf dargestellt.
Pharmakotherapeutische Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung
Traumafokussierte Psychotherapie bleibt die Behandlung erster Wahl bei PTBS. Eine Pharmakotherapie kommt bei fehlender Verfügbarkeit, unzureichendem Ansprechen oder entsprechender Präferenz infrage. Empfohlen werden unter anderem Sertralin, Paroxetin, Venlafaxin und Fluoxetin. Benzodiazepine und Z-Substanzen sind zur Behandlung der Kernsymptome nicht geeignet.
Wissenschaft in der Traumapädagogik, weil …?
Auf Basis eines integrativen Wechselverhältnisses von Theorie und Praxis in der Traumapädagogik werden zentrale Bezugstheorien und wichtigste deutschsprachige empirische Befunde vorgestellt. Darauf aufbauend werden von Teilnehmenden aus Praxis und Forschung formulierte Forschungsdesiderate präsentiert, um eine theoretische wie empirische Übersicht zu bieten und die Weiterentwicklung der Traumapädagogik anzustoßen.
»Dass man sich so nicht so verloren fühlt«
Ein aktuelles Forschungsprojekt in Kooperation mit der Opferhilfe Sachsen e. V. und der Opferhilfe Berlin e. V. untersucht, inwiefern Ratsuchende traumasensible Opferhilfeberatung als hilfreich erleben. An einem qualitativen Einzelfall werden konkrete Wirkaspekte für die Praxis vor Ort herausgearbeitet, theoretisch eingeordnet und traumasensible Beratung als ausbaufähige Versorgungssäule neben Psychotherapie und stationären Angeboten profiliert.
Validierung und erste Ergebnisse zur Erfassung peritraumatischer Reaktionen auf sexuelle Gewalt in der Kindheit
Sexualisierte Gewalt in der Kindheit erfordert überlebenssichernde peritraumatische Reaktionen. Die Studie validiert das MPR-CA anhand einer online rekrutierten Stichprobe. Trotz geringer Fallzahl (N=98) wurden die Faktorstruktur automatischer und verhaltensbezogener Reaktionen repliziert und akzeptable bis gute interne Konsistenzen gefunden. Zudem zeigte sich ein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Alter beim Beginn sexualisierter Gewalt und peritraumatischen Reaktionen. Insgesamt erweist sich das MPR-CA als vielversprechendes Erhebungsinstrument.
Ein qualitativer Einblick in die sogenannte Gastarbeiter:innengesellschaft in Deutschland
Die intergenerationalen Folgen rassismusbedingter Diskriminierung sind im deutschsprachigen Raum wenig erforscht. Diese qualitative Studie untersucht Mechanismen und psychosoziale Auswirkungen über zwei Generationen von Gastarbeiter:innenfamilien aus der Türkei, Griechenland und Kroatien. Ergebnisse zeigen, dass soziopsychologische und kulturelle Spannungen die Weitergabe von Erfahrungen prägen, Diskriminierungsstrukturen verstärken und zugleich Anpassungs- und Resilienzmechanismen fördern. Die Studie liefert neue Einblicke in generationenübergreifende Belastungen und betont die Bedeutung familiärer und kultureller Faktoren. Quantitative Mehrgenerationenstudien werden empfohlen.
Psychotherapeutische Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung bei Erwachsenen
Patient:innen mit PTBS sollte traumafokussierte Einzelpsychotherapie angeboten werden, die traumatische Erlebnisse, Kognitionen, Emotionen und Erinnerungen bearbeitet. Videoformate und höhere Sitzungsfrequenzen sind möglich. Eine vorgeschaltete Stabilisierungsphase ist nicht evidenzbasiert. Ergänzend werden Evidenzgrundlage, Bewertungsverfahren und Forschungsbedarf dargestellt.
Pharmakotherapeutische Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung
Traumafokussierte Psychotherapie bleibt die Behandlung erster Wahl bei PTBS. Eine Pharmakotherapie kommt bei fehlender Verfügbarkeit, unzureichendem Ansprechen oder entsprechender Präferenz infrage. Empfohlen werden unter anderem Sertralin, Paroxetin, Venlafaxin und Fluoxetin. Benzodiazepine und Z-Substanzen sind zur Behandlung der Kernsymptome nicht geeignet.
Wissenschaft in der Traumapädagogik, weil …?
Auf Basis eines integrativen Wechselverhältnisses von Theorie und Praxis in der Traumapädagogik werden zentrale Bezugstheorien und wichtigste deutschsprachige empirische Befunde vorgestellt. Darauf aufbauend werden von Teilnehmenden aus Praxis und Forschung formulierte Forschungsdesiderate präsentiert, um eine theoretische wie empirische Übersicht zu bieten und die Weiterentwicklung der Traumapädagogik anzustoßen.
»Dass man sich so nicht so verloren fühlt«
Ein aktuelles Forschungsprojekt in Kooperation mit der Opferhilfe Sachsen e. V. und der Opferhilfe Berlin e. V. untersucht, inwiefern Ratsuchende traumasensible Opferhilfeberatung als hilfreich erleben. An einem qualitativen Einzelfall werden konkrete Wirkaspekte für die Praxis vor Ort herausgearbeitet, theoretisch eingeordnet und traumasensible Beratung als ausbaufähige Versorgungssäule neben Psychotherapie und stationären Angeboten profiliert.
Validierung und erste Ergebnisse zur Erfassung peritraumatischer Reaktionen auf sexuelle Gewalt in der Kindheit
Sexualisierte Gewalt in der Kindheit erfordert überlebenssichernde peritraumatische Reaktionen. Die Studie validiert das MPR-CA anhand einer online rekrutierten Stichprobe. Trotz geringer Fallzahl (N=98) wurden die Faktorstruktur automatischer und verhaltensbezogener Reaktionen repliziert und akzeptable bis gute interne Konsistenzen gefunden. Zudem zeigte sich ein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Alter beim Beginn sexualisierter Gewalt und peritraumatischen Reaktionen. Insgesamt erweist sich das MPR-CA als vielversprechendes Erhebungsinstrument.
Ein qualitativer Einblick in die sogenannte Gastarbeiter:innengesellschaft in Deutschland
Die intergenerationalen Folgen rassismusbedingter Diskriminierung sind im deutschsprachigen Raum wenig erforscht. Diese qualitative Studie untersucht Mechanismen und psychosoziale Auswirkungen über zwei Generationen von Gastarbeiter:innenfamilien aus der Türkei, Griechenland und Kroatien. Ergebnisse zeigen, dass soziopsychologische und kulturelle Spannungen die Weitergabe von Erfahrungen prägen, Diskriminierungsstrukturen verstärken und zugleich Anpassungs- und Resilienzmechanismen fördern. Die Studie liefert neue Einblicke in generationenübergreifende Belastungen und betont die Bedeutung familiärer und kultureller Faktoren. Quantitative Mehrgenerationenstudien werden empfohlen.