…oder das Jenseits des Existenzminimums
Der Staat weiß, wie viel Platz wir brauchen. Die Planung weiß, wie wir leben sollen. Und eine selbst-gewisse Suffizienzmoral erklärt inzwischen selbst den Wunsch nach einem zusätzlichen Zimmer zum gesellschaftlichen Fehlverhalten. Doch der Mensch ist kein Bedarfspaket, das sich zwischen Küche, Schlafstätte und normgerechter Bewegungsfläche verstauen lässt. Lasst uns das Unnötige als räumliche Bedingung der Freiheit und die Wohnung als letzten Ort, an dem das Individuum niemanden um Erlaubnis bitten sollte, verteidigen.
Ein Gerüst für Möglichkeitsräume
Weitsicht hat die wachsende Gemeinde Schönaich im Landkreis Böblingen bewiesen, als sie ein Wohnheim für Geflüchtete projektierte, das in Folge leicht und in gleitenden Übergängen in sozialen und bezahl- baren Wohnraum umgewandelt werden kann – ein Neubau als wegweisendes Integrationsmodell. Das Stuttgarter Atelier Kaiser Shen stellte sich der heraus- fordernden Aufgabe.
Der Sommer glaubt unseren Standards nicht
… muss sich damit beschäftigen, dass unsere Städte für Sommer gebaut sind, die es so kaum noch gibt. Hitze zeigt das. Europa braucht deshalb keine weiteren Schubladen voller Leitlinien, sondern Städte, die schneller testen, besser vergleichen und konsequenter umbauen, kurz, neue Wege zu zukunftsfähigen Lösungen finden. Dies gilt ebenso für uns Journalistinnen und Journalisten. Wir können von anderen kaum verlangen, Routinen zu ändern, während wir selbst bei alten Formen bleiben. Deswegen haben wir von Georg Media die European Urban Future Alliance gegründet: ein auch für uns vollkommen neues Format. Anfang Juli erschien das erste E-Paper zum Thema urbane Hitze. Warum Sie die Alliance im Blick haben sollten, lesen Sie hier.
Zukunft TXL?
Was passiert auf dem riesigen TXL-Gelände Berlin-Tegel? Vielflieger haben den ehemaligen Flughafen geliebt, da er zentral gelegen war, sehr kurze Wege zwischen Bus oder Taxi und Flugsteig hatte sowie wenig Ablenkung auf dem Weg zur Maschine. Nun ist die Nachnutzung längst beschlossen und gehört zu den größten und ambitioniertesten Stadtentwicklungs-projekten von Berlin. Ein Zwischenstand
Ausprobieren, lernen, weitermachen
Wie bleiben Innenstädte in Zeiten von Digitalisierung, veränderten Konsumgewohnheiten und gesellschaftlichem Wandel lebendig? Stefan Müller-Schleipen ist Gründer der Initiative „Die Stadtretter“ und Geschäftsführer der Urban Values GmbH; hier berichtet er unter anderem über konkrete gelungene Beispiele, die aufgrund mutiger Entscheidungen entstanden.
Bestandsarchitektur wird zur Bühne für Neues Weiter
Sanieren, aufstocken, um-, anbauen und vor allem die Suche nach geeigneten neuen Nutzungen ist längst der reale Hauptschauplatz für Bestandsarchitektur geworden. Hier zeigt sich, wie wir mit unserer gebauten Vergangenheit umgehen. Wie lassen sich vorhandene Räume mit Respekt transformieren? Wo liegt die Grenze zwischen Erhalt, Umbau, Weiterbau und Neuinterpretation? Und wie schafft man es, die Spuren der Zeit nicht zu kaschieren, sondern produktiv zu nutzen?
Nachhaltige Raumverhandlungen
Die Förderung von Nachhaltigkeit in bestehenden Wohnquartieren ist Ziel des Forschungsprojekts „Hannover-Hildesheim Urban Living Lab for Sustainability“ (HULLS). Eine Siedlung bei Hannover mit Zeilenbauten aus den 1960er-Jahren, die saniert werden, ist multidisziplinäres Forschungsobjekt: Dort soll ein Pavillon als Schnittstelle für Angebote und Aneignung entstehen – unterstützt von einem Sozialroboter.
Räume, die nicht nur funktionieren, sondern regenerieren GGGGrrrrün
Grüne Stadtquartiere – im konkreten wie auch im übertragenen Sinn – sind längst keine Vision mehr, sondern eine notwendige Antwort auf die klimatischen, sozialen und ökonomischen Herausforderungen unserer Städte. Planung, Architektur und Landschaft können neue Allianzen bilden, um Räume zu schaffen, die neben ihren üblichen Funktionen auch regenerieren; Pflanzen sind dabei nicht nur dekorative Beigabe. Auch geht es um neue Mobilitätsformen, robuste Materialien, intelligente Systeme – kurz, wenn die Stadt nicht länger als Summe einzelner Gebäude verstanden wird, sondern als lebendiges Gefüge, das nur dann zukunftsfähig wird, wenn es atmen kann.
1902 wurde die Baumeister als Fachzeitschrift für Architektur, Städtebau und Landschaftsplanung zum ersten Mal ausgegeben. Das ist eine lange Zeit, in der sich das Heft immer wieder neu erfinden musste. Die jüngste optische wie auch inhaltliche Neugestaltung erfolgte 2024.
Der Baumeister gilt als das Forum für einen kontinuierlichen Architektur-Diskurs. Das Magazin gibt Antworten auf Fragen: Was zeichnet gute zeitgenössische Architektur aus? Welche Wirkung hat Architektur im städtischen und gesellschaftlichen Kontext? Welche konstruktiven und bautechnischen Besonderheiten zeichnet sie aus?
Jedes Heft thematisiert einen anderen Schwerpunkt und stellt maßgebende Beispiele vor. Die Heftstruktur weist zwei Rubriken auf: „Ideen“ präsentiert neue Bauten zum Heftthema, „Positionen“ stellt Architekten und Wissenschaftler vor.
Die Zielgruppe der Architekten erweitert sich um Architektur-Studenten, Städteplaner, Landschaftsgestalter, Bauherren, Kritiker und um an Architektur interessierte Laien.
Das Magazin wurde in den vergangenen Jahren immer wieder ausgezeichnet: u.a. bei den Lead Awards, dem German design Award und vom Art Directors Club.
Die GEORG Media mit Sitz in München wird in vierter Generation von Dominik Baur-Callwey geführt.
Baumeister finden Sie rasch in der Kategorie der Architektur-Zeitschriften. Architectural Entertainment finden Sie in der Pin-up und ein sehr informatives Heft finden Sie in der Deutsche Bauzeitung db.
…oder das Jenseits des Existenzminimums
Der Staat weiß, wie viel Platz wir brauchen. Die Planung weiß, wie wir leben sollen. Und eine selbst-gewisse Suffizienzmoral erklärt inzwischen selbst den Wunsch nach einem zusätzlichen Zimmer zum gesellschaftlichen Fehlverhalten. Doch der Mensch ist kein Bedarfspaket, das sich zwischen Küche, Schlafstätte und normgerechter Bewegungsfläche verstauen lässt. Lasst uns das Unnötige als räumliche Bedingung der Freiheit und die Wohnung als letzten Ort, an dem das Individuum niemanden um Erlaubnis bitten sollte, verteidigen.
Ein Gerüst für Möglichkeitsräume
Weitsicht hat die wachsende Gemeinde Schönaich im Landkreis Böblingen bewiesen, als sie ein Wohnheim für Geflüchtete projektierte, das in Folge leicht und in gleitenden Übergängen in sozialen und bezahl- baren Wohnraum umgewandelt werden kann – ein Neubau als wegweisendes Integrationsmodell. Das Stuttgarter Atelier Kaiser Shen stellte sich der heraus- fordernden Aufgabe.
Der Sommer glaubt unseren Standards nicht
… muss sich damit beschäftigen, dass unsere Städte für Sommer gebaut sind, die es so kaum noch gibt. Hitze zeigt das. Europa braucht deshalb keine weiteren Schubladen voller Leitlinien, sondern Städte, die schneller testen, besser vergleichen und konsequenter umbauen, kurz, neue Wege zu zukunftsfähigen Lösungen finden. Dies gilt ebenso für uns Journalistinnen und Journalisten. Wir können von anderen kaum verlangen, Routinen zu ändern, während wir selbst bei alten Formen bleiben. Deswegen haben wir von Georg Media die European Urban Future Alliance gegründet: ein auch für uns vollkommen neues Format. Anfang Juli erschien das erste E-Paper zum Thema urbane Hitze. Warum Sie die Alliance im Blick haben sollten, lesen Sie hier.
Zukunft TXL?
Was passiert auf dem riesigen TXL-Gelände Berlin-Tegel? Vielflieger haben den ehemaligen Flughafen geliebt, da er zentral gelegen war, sehr kurze Wege zwischen Bus oder Taxi und Flugsteig hatte sowie wenig Ablenkung auf dem Weg zur Maschine. Nun ist die Nachnutzung längst beschlossen und gehört zu den größten und ambitioniertesten Stadtentwicklungs-projekten von Berlin. Ein Zwischenstand
Ausprobieren, lernen, weitermachen
Wie bleiben Innenstädte in Zeiten von Digitalisierung, veränderten Konsumgewohnheiten und gesellschaftlichem Wandel lebendig? Stefan Müller-Schleipen ist Gründer der Initiative „Die Stadtretter“ und Geschäftsführer der Urban Values GmbH; hier berichtet er unter anderem über konkrete gelungene Beispiele, die aufgrund mutiger Entscheidungen entstanden.
Bestandsarchitektur wird zur Bühne für Neues Weiter
Sanieren, aufstocken, um-, anbauen und vor allem die Suche nach geeigneten neuen Nutzungen ist längst der reale Hauptschauplatz für Bestandsarchitektur geworden. Hier zeigt sich, wie wir mit unserer gebauten Vergangenheit umgehen. Wie lassen sich vorhandene Räume mit Respekt transformieren? Wo liegt die Grenze zwischen Erhalt, Umbau, Weiterbau und Neuinterpretation? Und wie schafft man es, die Spuren der Zeit nicht zu kaschieren, sondern produktiv zu nutzen?
Nachhaltige Raumverhandlungen
Die Förderung von Nachhaltigkeit in bestehenden Wohnquartieren ist Ziel des Forschungsprojekts „Hannover-Hildesheim Urban Living Lab for Sustainability“ (HULLS). Eine Siedlung bei Hannover mit Zeilenbauten aus den 1960er-Jahren, die saniert werden, ist multidisziplinäres Forschungsobjekt: Dort soll ein Pavillon als Schnittstelle für Angebote und Aneignung entstehen – unterstützt von einem Sozialroboter.
Räume, die nicht nur funktionieren, sondern regenerieren GGGGrrrrün
Grüne Stadtquartiere – im konkreten wie auch im übertragenen Sinn – sind längst keine Vision mehr, sondern eine notwendige Antwort auf die klimatischen, sozialen und ökonomischen Herausforderungen unserer Städte. Planung, Architektur und Landschaft können neue Allianzen bilden, um Räume zu schaffen, die neben ihren üblichen Funktionen auch regenerieren; Pflanzen sind dabei nicht nur dekorative Beigabe. Auch geht es um neue Mobilitätsformen, robuste Materialien, intelligente Systeme – kurz, wenn die Stadt nicht länger als Summe einzelner Gebäude verstanden wird, sondern als lebendiges Gefüge, das nur dann zukunftsfähig wird, wenn es atmen kann.
1902 wurde die Baumeister als Fachzeitschrift für Architektur, Städtebau und Landschaftsplanung zum ersten Mal ausgegeben. Das ist eine lange Zeit, in der sich das Heft immer wieder neu erfinden musste. Die jüngste optische wie auch inhaltliche Neugestaltung erfolgte 2024.
Der Baumeister gilt als das Forum für einen kontinuierlichen Architektur-Diskurs. Das Magazin gibt Antworten auf Fragen: Was zeichnet gute zeitgenössische Architektur aus? Welche Wirkung hat Architektur im städtischen und gesellschaftlichen Kontext? Welche konstruktiven und bautechnischen Besonderheiten zeichnet sie aus?
Jedes Heft thematisiert einen anderen Schwerpunkt und stellt maßgebende Beispiele vor. Die Heftstruktur weist zwei Rubriken auf: „Ideen“ präsentiert neue Bauten zum Heftthema, „Positionen“ stellt Architekten und Wissenschaftler vor.
Die Zielgruppe der Architekten erweitert sich um Architektur-Studenten, Städteplaner, Landschaftsgestalter, Bauherren, Kritiker und um an Architektur interessierte Laien.
Das Magazin wurde in den vergangenen Jahren immer wieder ausgezeichnet: u.a. bei den Lead Awards, dem German design Award und vom Art Directors Club.
Die GEORG Media mit Sitz in München wird in vierter Generation von Dominik Baur-Callwey geführt.
Baumeister finden Sie rasch in der Kategorie der Architektur-Zeitschriften. Architectural Entertainment finden Sie in der Pin-up und ein sehr informatives Heft finden Sie in der Deutsche Bauzeitung db.