Egmont Ehapa Verlag – wo Kinderhelden ihr Zuhause haben

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1878 in Dänemark gegründet und seit 1951 auch in Deutschland vertreten, der Egmont Ehapa Verlag. Das skandinavische Medienhaus ist berühmt für ihre Disney-Comics, wie z.B. Micky Mouse.

Geschichte des Verlages

Die Typographie wurde Egmont Harald Petersen bereits in die Wiege gelegt, denn schon seine Mutter besaß die Druckerei „P. Petersen Printing“. Im jugendlichen Alter von 17 Jahren übernahm Egmont H. Petersen die Geschäfte nach und nach von seiner Mutter. Die Firma wuchs stetig und sehr schnell. 1914 änderte Petersen den Namen der Druckerei auf „Gutenberghus“, benannt nach dem Grundstück auf dem er seine Druckerei bauen ließ. Petersen war seinen Kollegen immer einen Schritt voraus, reiste in diverse Länder, um sich drucktechnisch auf den neuesten Stand bringen zu lassen. 1914 starb Petersen im Alter von 54 Jahren.

1945 flog der damalige Geschäftsführer Dan Folke in die Vereinigten Staaten, um die europäischen Publikationsrechte der Comics von Walt Disney einzukaufen – mit Erfolg. Der erste gedruckte Comic ist „Kalle Anka“, zu deutsch Donald Duck, das in Schweden und Norwegen erscheint.

Expansion nach Deutschland

Seit 1951 hat der Verlag auch einen Sitz in Deutschland, besser gesagt Berlin, und heißt Egmont Ehapa, Ehapa leitet sich aus den Initialen von Egmont Harald Petersen ab. Dr. Erika Fuchs war die erste Chefredakteurin des deutschen Ablegers. 1967 erschien der erste Band des Lustigen Taschenbuchs, kurz LTB und nur ein Jahr später feierte Asterix der Gallier Premiere im deutschsprachigen Raum.

1990 stehen die Comics am bisherigen Höhepunkt, denn mit 500.000 verkauften Exemplaren ist „Walt Disneys Micky Maus“ Spitzenreiter aller Comics deutschlandweit.

Das breite Sortiment an Comics

„Die Welt gehört dem, der sie genießt“ – ein alter Schuh unter den Sprichwörtern. Hat aber bis heute nichts von seinem Wahrheitsgehalt eingebüßt, denn Comics sind schon lange nicht mehr nur noch Lesestoff für Kinder. Bis ins hohe Erwachsenenalter werden die Zeitschriften noch gerne gelesen und teilweise haben Exemplare schon Seltenheitswert und werden fleißig gesammelt. Die wohl größten Klassiker für Jung und Alt sind:

Neben altbewährtem ist der Egmont Ehapa Verlag in Deutschland aber auch mit der Zeit gegangen und hat sich der „neuen“ Jugend angepasst und zählt unter anderem SpongeBob, Hello Kitty, Yakari oder Barbie zu seinem Portfolio.

Dauerbrenner Micky Maus

1928 gab Micky Maus sein Leinwanddebüt in den USA und feiert seit dem weltweit nicht abreißende Anerkennung. 1992 verzeichnete Micky Maus seinen bisherigen Höhepunkt: 800.000 verkaufte Exemplare – pro Woche!
2005 erscheint Micky Maus in 47 Ländern übersetzt in 37 Sprachen. 2011 wurde großes 60-jähriges Jubiläum im Egmont Ehapa Verlag gefeiert. Noch bis heute wird das Micky Maus-Heft alle 14 Tage abgedruckt und wird mit 65.405 Exemplaren auf den Markt gebracht. Eine Marke, die bis heute besteht und immer noch einen Platz in deutschen Kinderbuchregalen hat und hoffentlich immer haben wird.

Egmont Verlagsgesellschaften mbH

Erfolge bringen zwangsläufig Expansionen mit sich und wohnen fünf Verlagsmarken unter dem Dach der Egmont Verlagsgesellschaften: VGS, 1970 als „Verlagsgesellschaft Schulfernsehen“ gegründet, und hat in den 1990er Jahren unter anderem Akte X erfolgreich publiziert. Heute ist VGS vorrangig im Ratgeber-Segment vertreten. Weitere zugehörige Verlage: SchneiderBuch, Kinder- und Jugendbücher, Ehapa Comic Collection, Comic-Klassiker, die gebunden ihre Wege in die Bücherregale finden, EGMONT Manga & Anime (asiatische Comics) sowie LYX und Balloon. LYX ist im Fantasybereich vertreten und Balloon spricht Kinder an, die noch nicht nur zur Schule gehen.

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