Fit durch den Alltag – Fitnessmagazine für Frauen

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Sitzen ist das neue Rauchen – eine Floskel, die in den letzten Jahren immer häufiger Verwendung findet. Die einen reagieren darauf abwertend und behaupten, es sei übertrieben, andere wiederum nehmen sich den Ausspruch zu Herzen. Denn immer mehr Jobs werden heutzutage im Sitzen ausgeübt. Bis zu zehn Stunden täglich sitzend. Das ist für das Kreuz eine einzige Tortur, gerade bei Frauen. Klar, Männer kämpfen auch mit der Problemzone „Rücken“, aber alleine die Brust kann bei Frauen schon eine zusätzliche Belastung für den Rücken sein. Zum Glück gibt es ausreichend Fitnessmagazine für Frauen, die helfen, Rückenschmerzen vorzubeugen und fit durch den Alltag zu kommen. Sparen kann man sich an dieser Stelle die Gender-Debatte. Denn die meisten, nicht alle, Frauen trainieren anders als Männer. Die meisten Frauen, nicht alle, ernähren sich anders. Und ja, die meisten Frauen haben andere Frauen als Idole und andersherum ist es bei den Männern genauso.

Wegweiser durch den Wald an Fitnessmagazinen für Frauen

Auch in Zeiten absteigender Printleser gibt es noch ausreichend Fitnessmagazine, ob für Frauen oder Männer. Die Zielgruppe ist eine dankbare. Denn alle, die sich so ein Magazin kaufen, haben nicht nur potenzielles Interesse an einem gesunden Lebensstil, sie wollen auch fit bleiben. Und ja, die Rate der übergewichtigen Menschen steigt leider dauerhaft an, aber, gleichzeitig gibt es auch immer mehr Menschen, die versuchen, sich besonders fit zu halten. Daher lohnen sich auch die Fitnessmagazine. Sie liefern oftmals sehr viel mehr, als Workout-Inspirationen. Die Magazine kennen die Probleme ihrer Zielgruppe. Denn heutzutage muss alles schnell gehen. Sport ja, aber bitte zügig. Selber kochen ja, aber bitte kein 5-Gänge-Menü. Irgendwo dazwischen müssen sich die Sportmagazine platzieren. Untenstehend sind Beispiele aufgeführt, denen es besonders gut gelungen ist.

Women’s Health – der Klassiker unter den Fitnessmagazinen

Die Mutter-Zeitschrift der Women’s Health ist in den USA 2005 auf den Markt gebracht worden. Seit 2010 findet man das Fitnessmagazin für die weibliche Leserschaft auch in Deutschland. Sie erscheint zehnmal im Jahr und hat eine Auflage von 136.000 Exemplaren. Das kann sich in der heutigen Zeit durchaus sehen lassen.

Inhaltlich hält die Zeitschrift was sie verspricht. Es geht dabei um typische Frauenprobleme. Natürlich verspricht auch jede Ausgabe irgendeine Wunderdiät, aber seien wir mal ehrlich, die meisten Frauen wollen das auch lesen. Jede Frau weiß insgeheim, dass es keine Wunderdiät gibt, aber der Glaube kann ja bekanntlich auch Berge versetzen. Und manchen Frauen ist Kalorien zählen zu anstrengend, andere wiederum brauchen einen strikten Plan, an den sie sich halten können. So unterschiedlich wie jede Frau ist, ist es auch jede Diätform. Deshalb ist es auch vollkommen legitim, immer wieder mit Diäten zu titeln. Das größte Augenmerk liegt bei der Women’s Health allerdings auf den Möglichkeiten zu trainieren. Dahingehend passierte in den letzten Jahren unheimlich viel in der Fitnessbranche.

Cover der Womens Health

Die Women`s Health – Eine der beliebtesten Fitnesszeitschriften bei Frauen

Viele Frauen trainieren heute mit Hanteln, statt sich auf dem Crosser einen Wolf zu laufen. Oder machen Zirkeltraining mit dem eigenen Körpergewicht. Weg vom dauerhaften Cardio, hin zu alternativen und abwechslungsreichen Workout-Arten. Genauso hat sich das Bild verschoben, dass man erst von einem erfolgreichen Training sprechen kann, wenn man zwei Stunden im Fitnessstudio war. Nein, es können auch schon 30 bis 45 Minuten ausreichend sein. Dieses Wissen versucht auch Women’s Health an ihre Leserinnen zu vermitteln. Das Magazin erklärt Trainingsarten, mit Vor- wie Nachteilen und gibt konkrete Beispiele dazu. Nicht umsonst, ist es eine der beliebtesten Fitnessmagazine für Frauen. Denn das Magazin versteht sich selbst als „persönliche Beraterin und Freundin“ – reinlesen lohnt sich aber im jedem Fall.

Shape – Dienstältester Dauerbrenner

Auch in den Vereinigten Staaten geboren ist die Shape. Ein Lifestyle-Magazin für ernährungsbewusste Frauen, aber etwas breiter aufgestellt als die Women’s Health. 1981 kam das Magazin auf den US-Markt und seit 1998 gibt es die Zeitschrift in Deutschland zu kaufen. Zu einer Zeit importiert, in der es diesen Fitnessboom noch gar nicht gab. Da war er nicht einmal absehbar, aber das hat dem Absatz der Zeitschrift keinen Abbruch getan. Eher im Gegenteil, 156.000 Exemplare werden elfmal im Jahr gedruckt.

Inhaltlich ist die Zeitung unterteilt in die Themenbereiche Food, Beauty & Fashion, Reise & Psychologie sowie natürlich Sport. Dabei werden in allen Bereichen Klassiker gerne neu erfunden aber auch aktuelle Trends aufgegriffen. Ein Trend-Beispiel: „20 Minuten Workout täglich reichen aus für die Bikini-Figur“ – denn je schneller, desto besser. Bei einem acht Stunden Arbeitstag plus Familie oder Partner bzw. Freunde ist es nämlich gar nicht so einfach, auch noch ein Workout unterzubringen. Und wenn man dann noch jeden Abend kocht, wird es zeitlich richtig eng. Freilich sind sich dessen auch die Redakteure der Shape bewusst und reagieren mit der Themenwahl entsprechend darauf. Das Magazin schafft es eindrucksvoll, nebenbei noch andere Themen sehr gut aufgreifen zu können. Damit besetzt die Shape eine deutlich breitere Zielgruppe als z.B. die Women’s Health.

Cover der Zeitschrift Shape

Shape: Ein Lifestyle-Magazin für ernährungsbewusste Frauen

Fit for Fun – deutsches Eigengewächs

Mal kein Importschlager, sondern ein Eigengewächs: Die Fit for Fun. Ein Fitnessmagazin für Frauen, das seit 1994 auf dem Markt ist. Ähnlich wie die Shape ist die Zeitschrift geboren, als der Fitnesstrend im heutigen Ausmaße noch gar nicht absehbar war. Dennoch hat auch das vergleichsweise „alte“ Magazin die Brücke schlagen können zwischen der damaligen und heutigen Zeit. Sie ist mit der Zeit gegangen und hat sich klar zum Trendsport Fitness bekannt. Immerhin spricht das Magazin jeden Monat mindestens 140.000 Leser an. Das Publikum ist breit gefächert und zwischen 20 und 49 Jahre. Ähnlich wie die Shape besetzt das Magazin aus dem Hause Burda auch Lifestyle-Themen wie Beauty, Gesundheit und Reisen. Aber auch Partnerschaften und Psychologie tauchen in jeder Ausgabe auf.

Auf den ersten Blick ist im Zeitschriftenregal kaum ein Unterschied zwischen der Fit for Fun und der Freundin, die auch bei Burda ihr Zuhause hat. Thematisch gehen die Zeitschriften in eine ähnliche Richtung. Nur ist bei der Fit for Fun der sportliche Aspekt noch etwas intensiver thematisiert. Und die Zielgruppe etwas älter als bei der Freundin.

Cover der Fit for Fun

Die Fit for Fun setzt auch auf Themen wie Beauty, Gesundheit und Reisen

Active woman & vital – Deutschland hat einiges zu bieten

Die Lauras, Lenas und Bild der Frau unter den Fitnessmagazinen für Frauen sind die beiden deutschen Urgesteine Vital und active woman. Beide Magazine richten sich eher an die Zielgruppe 30 Jahre und älter. Wie die Namen schon verraten, geht es auch um Sport. Aber inhaltlich eher darum, wie man im Alltag aktiv bleibt und nicht darum wie man seinen Schweinehund über alle Grenzen jagt,  bis er verschwitzt zusammenbricht.

Es geht in den beiden Zeitschriften darum, die Balance halten zu können. Und es wird auch darauf eingegangen, wie man z.B. mit beginnenden Verschleißerscheinungen trotzdem aktiv bleibt. Statt Joggen steht hier Walken auf dem Sportplan. Statt Makro- und Mikronährstoffe ausrechnen zu müssen, werden einfach nur gesundheitsbewusste Rezepte vorgeschlagen. Extreme Ernährungsformen wie ketogen oder low carb sucht man hier vergeblich. Stattdessen geht es viel mehr darum, zufrieden zu sein. Ein leichtes Sportprogramm zu absolvieren und danach noch etwas Leckeres zu kochen. Besonders bei der Vital steht auch noch das Thema Wellness hoch im Kurs. Dabei geht es mehr um das ganzheitliche Bewusstsein. Sich wohlfühlen und mit sich im Reinen sein.

Ob Women’s Health für sehr fitnessorientierte Frauen oder die vital – das Angebot der Fitnessmagazine für Frauen ist breit gefächert. Alle Zielgruppen sind besetzt und die Auswahl ist groß. In Zeiten von Bodyshaming und #loveyourself ist der Grad ein schmaler, bis die ersten kommen und sich darüber aufregen, dass doch niemand Fitness machen muss und auch niemand Diäten nötig hat. Muss auch nicht. Aber ein ausgewogener Lebensstil hat auch noch niemandem geschadet.

Sportmagazine für Frauen

Ob Sport oder Alltag, oftmals kommt es im Leben auf die richtige Balance an.

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