Lego Zeitschriften: Magazine zur bunten Spielwelt von Lego

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Vier Buchstaben, die wohl jedem ein Begriff sind. Ob jung oder alt, schließlich war alt auch mal jung. Und die vier Buchstaben, die das Spielzeug beschreiben gibt es schon seit 1958: LEGO. Ursprünglich begann alles mit einem Baustein. Ein Baustein mit vier Noppen, die sich auf einen weiteren Legostein setzen lassen. Sodass man damit Türme, Kästen und vieles mehr bauen kann. Den originalen Legostein gibt es bis heute. Doch das Sortiment streckt sich vom Stein über Figuren bis hin zu Lego Zeitschriften und gar Legofilmen, die die Kinocharts erobern. Doch, der Reihe nach.

Wer hat’s erfunden – den Legostein?

Erfunden haben soll den Legostein angeblich ein Brite. Doch der Däne Ole Kirk Christiansen hat Mithilfe der Bauklötze ein gigantisches Imperium geschaffen. Er hat es geschafft, dass heute angeblich jeder Mensch im Schnitt 80 Legosteine besitzt. Tendenz steigend. Den einfachen Legostein mit seinen eben vier Noppen gibt es bis heute zu kaufen. In groß, dann heißt er Duplostein – damit Kids bis vier Jahre den Stein nicht verschlucken können. In mittelgroß, damit bauen Kinder gerne Türme. In klein, damit spielen besonders gerne große Kinder, also Erwachsene. Denn auch an die hat die Lego Industrie gedacht. Mittlerweile gibt es die Steine in 58 verschiedenen Farben und insgesamt 9.000 Farb- und Formkombinationen. Bis 2013 wurden mehr als 600 Milliarden Lego Elemente produziert.

Lego lediglich auf die Bauklötze reduzieren, würde dem Imperium nicht gerecht werden. Denn das dänische Billund – dort sitzt das Headquarter des Unternehmens – lässt jährlich 675 Millionen Räder über das Förderband laufen. Damit wird Lego zum größten Automobilhersteller der Welt. Wer ist schon Volkswagen?! Denn die Lego Autos, die Sammler aus der ganzen Welt aus zigtausend Teilen zusammensetzen, erfreuen sich so großer Beliebtheit, dass nicht mal Lego selbst sagen kann, wie viele Spielzeugautos hergestellt jährlich produziert werden. Neben Autos gibt es aber auch noch etliche Lego Welten, z.B. LEGO Ninjago.

Die bunte Welt der LEGO Themenserien

Am alltagsnächsten ist wohl das Stadt-Thema LEGO City. Denn hierbei handelt es sich um lebensnahe Spielszenarien. In der Lego City gibt es ein Krankenhaus, eine Polizeistation sowie die Müllabfuhr oder Campingplätze für das Freizeitprogramm. Passend dazu gibt es das LEGO City Magazin als Comic Story. Ab und an jagt Polizeihauptmann Ember gerne Gauner Joe Frankfurter quer durch Lego City – Ember und Joe sind u.a. zwei berühmte Bewohner der Stadt und auch Teil des Magazins.

Cover der Lego City

Einmal Polizist, Feuerwehrmann oder Pilot sein? In Lego City – das Magazin ist das kein Problem!

Klar, dürfen Burgen und Piraten nicht fehlen. „Castle“ heißt die Serien rund um Prinzessinnen und Burgherren. Das Pendant zum Land sind wohl die Meeresherren oder auch Piraten. Die jeweiligen Sets gibt es seit 2015 in der Wiederauflage. Eine Mischung aus Helden und Bösewichten sind auch die Lego NEXO KNIGHTS. Lone Ranger heißen seit 2013 die Figuren rund um das Thema Western. Seit 2011 gibt es noch die Abenteuer-Serie „Pharaos Quest“. Natürlich ist auch der Weltraum mit Lego Figuren besetzt.

Mädchenkram als Lego Magazin

Klingt doch obiges eher nach Themen, die weniger Mädchen interessieren als Jungs. Das stellte auch die LEGO Group selbst fest und führte die Serie Friends ein. Dabei dreht sich alles um die Heartlake City, in der die Figuren der mehr als 100 Bausets leben. Klassischerweise bestimmen rosa, ein helles blau und generell eher warme Farben die Farbwelt der Friends Serie, die es auch als LEGO Friends Magazin gibt. Stephanie, Emma, Mia, Olivia und Andrea erleben im Magazin spannende Abenteuer rund um das Thema Freundschaft, Musik, Sport und Tanz. Besonders tierlieb sind die Freundinnen. Neben aufregenden Geschichten können die jungen Leser lustige Bastel-Ideen mitnehmen und kniffelige Rätsel lösen. Das Magazin der Blue Ocean Entertainment AG, die übrigens alle LEGO Zeitschriften vertreiben, ist für die Zielgruppe von sechs bis zwölf Jahre gedacht.

Ninjago, Star Wars und Co. als Lego Zeitung

Ein weiteres Brett in der Umsatzliste der LEGO Group sind Lizenzthemen. Neben Harry Potter, Batman und SpongeBob spielt vor allem die Stars Wars-Serie viel Geld ein. Neben den Spielfiguren gibt es auch eine Lego Stars Wars Zeitschrift, die vor allem junge Leser auch in Österreich und der Schweiz begeistert. Inhaltlich dreht sich dort natürlich alles um die Helden aus dem Weltraum. Besonders für Jungs zwischen sechs und 13 Jahren bietet das Magazin einen absoluten Reiz, das neue Welten öffnet, in denen das Gute gegen das Böse kämpft.

Cover der Lego Star Wars

Lego Star Wars erscheint monatlich mit einer Druckauflage von 145.550 Exemplaren

Fast ähnlich überirdisch sind die LEGO Ninjago Figuren. Sechs Ninjas, die das Böse bekämpfen und aus der gleichnamigen TV-Serie Lego Ninjaho – Masters Of Spinjintzu entstammen. Passend dazu gibt es aus dem Blue Ocean Hause auch das LEGO Ninjago Magazin. Dort stehen die sechs Ninjas Jay, Kai, Zane, Cole, Nya und Lloyd im Vordergrund der Geschichten. Im Ninjago Heft ist gesamte Welt dabei inspiriert von chinesischen und japanischen Mythen und Kulturen. Freilich gibt es in der Welt wieder das Gute, die sechs Ninjas, und das Böse, Meister Chen. Die Auflage des Magazins, das zu 95 Prozent männliche Leser anzieht, darf sich monatlich über mehr als 180.000 Exemplare freuen.

Die Welt der LEGO Steine ist und bleibt ein Phänomen, dessen Beliebtheit kein Ende sieht. Der Erfolg ist aber kein Zufall, denn das Unternehmen entwickelt sich stets weiter mit der Zielgruppe. Sie sind von Beginn an mit den damaligen Kindern zu Erwachsenen geworden, die weiterhin Freude an den Steinen haben. Und für die Kinder von heute werden die Themen erneuert und frische Bausets liefern den ständigen Anreiz, mehr davon besitzen zu wollen. Aus durchschnittlich 80 Bausteinen, die ein Mensch besitzt, werden vielleicht irgendwann 100. Schlecht schaut es dafür nicht aus.