{"id":5755,"date":"2026-10-27T12:00:00","date_gmt":"2026-10-27T11:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.presseplus.eu\/?p=5755"},"modified":"2026-10-27T13:25:19","modified_gmt":"2026-10-27T12:25:19","slug":"playboy-geschenkabo-warum-bestellen-so-viele-frauen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.presseplus.de\/blog\/playboy-geschenkabo-warum-bestellen-so-viele-frauen\/","title":{"rendered":"Playboy Geschenkabos: Warum bestellen so viele Frauen?"},"content":{"rendered":"<p>Wer ein Zeitschriften-Abo f\u00fcr sich selbst bestellt, entscheidet meist ganz allein nach eigenem Geschmack. Bei einem Geschenkabo entscheidet dagegen jemand anderes, und genau da wird es beim Playboy richtig interessant. Als Anbieter, der die Abos selbst verwaltet, wei\u00df Presseplus bei jedem aktiven Abo, ob die Anrede der Bestellerin oder des Bestellers weiblich oder m\u00e4nnlich ist. F\u00fcr diesen Artikel hat Presseplus alle aktuell aktiven Playboy-Abos ausgewertet, getrennt nach Eigenabo und Geschenkabo. Das Ergebnis wirft eine Frage auf: Was macht ein Magazin, das so eindeutig f\u00fcr M\u00e4nner gemacht ist, offenbar zu einem Geschenk, das so oft von Frauen bestellt wird?<\/p>\n<h2>Playboy: von 89 Prozent Herren zu fast parit\u00e4tisch<\/h2>\n<p>Wer sich selbst ein <a href=\"\/Playboy-Abo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Playboy-Abo<\/a> bestellt, ist ganz \u00fcberwiegend ein Mann: 88,8 Prozent der Eigenabo-Abonnent:innen sind m\u00e4nnlich, nur 10,0 Prozent weiblich, der Rest sind Firmenkonten. Beim Geschenkabo sieht die Verteilung v\u00f6llig anders aus. Hier liegt der M\u00e4nneranteil nur noch bei 51,3 Prozent, der Frauenanteil dagegen bei 45,9 Prozent, also ein Plus von rund 36 Prozentpunkten gegen\u00fcber dem Eigenabo. Bei Playboy wird also mittlerweile fast jedes zweite Geschenkabo von einer Frau bestellt, oft vermutlich von der Partnerin oder Ehefrau, w\u00e4hrend beim Eigenabo nur jede zehnte Bestellerin eine Frau ist.<\/p>\n<p>Der Playboy erscheint in Deutschland seit 1972 und wird seit Dezember 2019 von der Kouneli Media GmbH verlegt. Wer den Playboy selbst liest, ist so gut wie immer ein Mann, wer ihn verschenkt, immer \u00f6fter eine Frau. Um diesen Unterschied einzuordnen, lohnt sich ein genauerer Blick darauf, wie das Heft heute eigentlich aussieht und wof\u00fcr es steht.<\/p>\n<h2>Humor, Erotik oder Lifestyle: Was den Playboy zum Geschenk macht<\/h2>\n<p>Der Playboy ist heute mehr als eine Fotostrecke. Presseplus selbst beschreibt das Heft als vielseitiges Magazin mit Beitr\u00e4gen aus Lifestyle, Motorsport und Autos, Film und Entertainment, Genuss sowie tiefgr\u00fcndigen Interviews mit prominenten Pers\u00f6nlichkeiten und Berichten \u00fcber Gadgets wie exklusive Uhren. Das Playmate-Centerfold bleibt zwar das Markenzeichen, zeigt seit 2016 aber keine komplette Nacktheit mehr. Chefredakteur Florian Boitin bringt die Verschiebung so auf den Punkt: &#8220;Die Nachricht ist heute nicht mehr &#8216;Frau nackt im Playboy&#8217;. Entscheidend ist, wer diese Frau ist.&#8221; Der Playboy verkauft also zunehmend eine kuratierte Marke und weniger reine Nacktheit, die ohnehin \u00fcberall im Netz frei verf\u00fcgbar ist.<\/p>\n<p>Das erkl\u00e4rt vermutlich einen Teil der Geschenklaune: Ein Heft, das sich selbst als hochwertiges Lifestyle- und Unterhaltungsmagazin mit gutem Papier und Interview-Tiefgang positioniert, l\u00e4sst sich leichter verschenken als ein reines Erotikheft. Dazu kommt der Klassiker-Faktor. Seit 1972 auf dem deutschen Markt und mit dem Hasenkopf als einem der bekanntesten Markenzeichen \u00fcberhaupt, ist der Playboy ein Geschenk, bei dem jede und jeder sofort wei\u00df, was gemeint ist, ganz \u00e4hnlich wie eine gute Flasche Whisky oder eine Box Zigarren. F\u00fcr den einen Teil der K\u00e4uferinnen d\u00fcrfte also die inhaltliche Neuausrichtung den Ausschlag geben, f\u00fcr den anderen schlicht der Wiedererkennungswert des &#8220;klassischen M\u00e4nnergeschenks&#8221;.<\/p>\n<h2>F\u00fcr wen wird der Playboy vermutlich gekauft?<\/h2>\n<p>Am n\u00e4chstliegenden ist ein runder Geburtstag, einer der klassischen Anl\u00e4sse, zu denen auch mal etwas Ausgefalleneres verschenkt wird als sonst. Genauso gut passt der Playboy als freches Geschenk unter Freunden, gerade weil er so eindeutig aufgeladen ist: Schenkt eine Frau einem guten Freund ein Playboy-Abo, ist das erst mal ein Lacher und kein ernst gemeintes Statement. Am wahrscheinlichsten d\u00fcrfte aber sein, dass ein gutes St\u00fcck der von Frauen bestellten Geschenkabos von Partnerinnen oder Ehefrauen kommt, die ihrem Partner damit schlicht ein freches, erotisch aufgeladenes Geschenk machen wollen, unabh\u00e4ngig davon, ob er sich das Abo selbst bestellen w\u00fcrde oder nicht.<\/p>\n<h2>Ist der Playboy heute mehr als ein klassisches M\u00e4nnermagazin?<\/h2>\n<p>Ein paar Fakten sprechen daf\u00fcr, dass sich das Selbstbild des Hefts verschiebt. Auf den Covern wurden zuletzt auch Modelle jenseits des klassischen Playmate-Bilds gezeigt, etwa die Transgender-Frau Giuliana Farfalla oder das Curvy-Model Hayley Hasselhoff, und laut Boitin werden die Covershootings inzwischen im Schnitt \u00f6fter von Fotografinnen als von Fotografen umgesetzt. Verlegerin Myriam Karsch beschreibt den Anspruch des Hefts mit dem Satz, dass Frauen sexuelle Wesen seien und Lust zeigen d\u00fcrften, statt blo\u00df Objekt zu sein. Dazu passt eine wirtschaftliche Kennzahl: Laut Verlag ist die Zahl der Abonnements zuletzt deutlich gewachsen, mit einem Plus von rund 15 Prozent innerhalb eines Jahres und einem Rekord von \u00fcber 44.000 Abonnent:innen.<\/p>\n<p>Ganz so einfach ist die Sache aber nicht. Boitin selbst stellt klar: &#8220;Playboy richtet sich seit jeher in erster Linie an M\u00e4nner&#8221;, und an dieser Kern-DNA werde nicht ger\u00fcttelt. Auch unsere eigenen Zahlen best\u00e4tigen das: Beim Eigenabo bleiben M\u00e4nner mit 88,8 Prozent klar in der Mehrheit, das deckt sich mit dem Verlag, der die Leserschaft selbst als &#8220;\u00fcberwiegend m\u00e4nnlich&#8221; beschreibt. Realistisch betrachtet erweitert der Playboy sein Themenspektrum und seine Bildsprache, bleibt im Kern aber ein M\u00e4nnermagazin. Genau diese Erweiterung d\u00fcrfte aber mit erkl\u00e4ren, warum das Heft f\u00fcr K\u00e4uferinnen heute leichter zug\u00e4nglich ist als noch vor zwanzig Jahren.<\/p>\n<h2>Fazit: Beim Playboy tickt das Geschlechterverh\u00e4ltnis beim Verschenken anders<\/h2>\n<p>Playboy ist ein gutes Beispiel daf\u00fcr, wie stark sich das Geschlechterverh\u00e4ltnis beim Verschenken gegen\u00fcber dem Eigenabo ver\u00e4ndern kann, von knapp 89 Prozent M\u00e4nneranteil auf ein fast ausgeglichenes Verh\u00e4ltnis. Dazu passt gut, was der Verlag selbst \u00fcber sein Heft erz\u00e4hlt: ein Magazin, das sich von reiner Nacktheit weg und in Richtung kuratiertes Lifestyle-, Interview- und Unterhaltungsformat entwickelt hat, dabei aber im Kern ein M\u00e4nnermagazin bleibt. Diese Mischung aus Wiedererkennungswert als &#8220;klassisches M\u00e4nnergeschenk&#8221; und einer inhaltlichen \u00d6ffnung erkl\u00e4rt vermutlich, warum deutlich mehr Frauen ein Playboy-Abo verschenken, als sich selbst eines bestellen. F\u00fcr Presseplus zeigt das vor allem, wie viel in den eigenen Bestandsdaten steckt und wie sehr sich der Blick dorthin von Zeit zu Zeit lohnt. Wer noch auf der Suche nach einem passenden Geschenkabo ist, wird in unserem <a href=\"\/Geschenkabo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Geschenkabo<\/a>-Bereich f\u00fcndig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer ein Zeitschriften-Abo f\u00fcr sich selbst bestellt, entscheidet meist ganz allein nach eigenem Geschmack. Bei einem Geschenkabo entscheidet dagegen jemand anderes, und genau da wird es beim Playboy richtig interessant. 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