{"id":5210,"date":"2025-10-27T12:00:56","date_gmt":"2025-10-27T11:00:56","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.presseplus.eu\/?p=5210"},"modified":"2026-04-14T01:05:53","modified_gmt":"2026-04-13T23:05:53","slug":"burda-stellt-arbeitgeberplattform-kununu-zum-verkauf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.presseplus.de\/blog\/burda-stellt-arbeitgeberplattform-kununu-zum-verkauf\/","title":{"rendered":"Burda stellt Arbeitgeberplattform kununu zum Verkauf"},"content":{"rendered":"<p>Der Medienkonzern Hubert\u202fBurda nimmt nach Informationen aus Insiderkreisen offenbar den Verkauf der Arbeitgeberbewertungsplattform kununu ins Visier. Der Verkauf k\u00f6nnte bereits im ersten Quartal 2026 \u00fcber die B\u00fchne gehen und dabei rund 500\u202fMillionen\u202fEuro einbringen. Dies berichten mehrere Medien unter Berufung auf interne Quellen.<\/p>\n<h2>Hintergrund &amp; Ausgangslage<\/h2>\n<p>Die Plattform kununu wurde 2007 in Wien gegr\u00fcndet und gilt als f\u00fchrende Arbeitgeber-Bewertungsplattform im deutschsprachigen Raum. Seit 2013 geh\u00f6rte sie zur New Work SE (ehemals\u202fXing\u202fSE). Im Juni 2025 \u00fcbernahm Burda die New Work SE vollst\u00e4ndig, wodurch kununu und das Berufsnetzwerk Xing zu 100\u202f% im Besitz von Burda sind.<\/p>\n<p>Nach dieser \u00dcbernahme hei\u00dft es nun, Burda pr\u00fcfe die Ver\u00e4u\u00dferung von kununu, noch\u202fkurz nach der Komplett\u00fcbernahme. Laut dem Medium MEEDIA plant der Verlag den Verkauf im ersten Quartal 2026.<\/p>\n<h2>Was ist geplant?<\/h2>\n<ul>\n<li>Laut Quellen soll kununu f\u00fcr rund 500\u202fMio.\u202fEuro verkauft werden.<\/li>\n<li>Der Zeitpunkt des Abschlusses (Closing) sei auf das erste Quartal 2026 angesetzt.<\/li>\n<li>Ein potenzieller K\u00e4ufer k\u00f6nnte dem Bericht zufolge ein Finanzinvestor sein, etwa die Investmentgesellschaft KKR &amp; Co., die bereits im Segment Vermittlungs\u2011\/Stellenportale engagiert ist. Allerdings gibt es von KKR keine offizielle Stellungnahme.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Warum verkauft Burda so schnell?<\/h2>\n<p>Mehrere Gr\u00fcnde stehen im Raum:<\/p>\n<ol>\n<li><strong>Finanzieller Druck beziehungsweise Portfolio\u2011\u00dcberpr\u00fcfung:<\/strong> Im Bereich B2B Media, Services und Commerce, zu dem New Work z\u00e4hlt, verzeichnete Burda f\u00fcr 2024 ein Umsatzminus von 8,3\u202f% auf 463,3\u202fMio.\u202fEuro. Der Konzern scheint sein Digitalportfolio kritisch zu hinterfragen. Laut MEEDIA\u2011Kommentar z\u00e4hlt zu diesen \u00dcberlegungen: \u201eBurda muss neu gebaut werden, Abrissarbeiten inklusive.\u201c<\/li>\n<li><strong>Strategische Neuausrichtung:<\/strong> Der sehr schnelle Weiterverkauf von kununu, nur Monate nach der \u00dcbernahme von New Work, l\u00e4sst darauf schlie\u00dfen, dass Burda kurzfristig Weichen stellen will f\u00fcr eine Neuorientierung im digitalen Bereich. MEEDIA berichtet: \u201eErst im Juni hatte sich Burda die New\u202fWork\u202fSE vollst\u00e4ndig einverleibt. Nun scheint es, dass Burda offenbar einen Verkauf von kununu vorbereitet.\u201c<\/li>\n<li><strong>Markt\u2011 und Wettbewerbssituation:<\/strong> kununu z\u00e4hlt laut eigenen Angaben rund 70.000 neue Bewertungen pro Monat und besch\u00e4ftigt \u00fcber 200 Mitarbeiter:innen. Dennoch: Mit zunehmendem Wettbewerb, Digitalisierung und ver\u00e4nderten Gesch\u00e4ftsmodellen k\u00f6nnten Wachstumsh\u00fcrden bestehen.<\/li>\n<\/ol>\n<h2>Was bedeutet das f\u00fcr kununu &amp; die Belegschaft?<\/h2>\n<p>F\u00fcr die Marke kununu k\u00f6nnte sich durch einen Verkauf vieles \u00e4ndern, vom Eigent\u00fcmer \u00fcber Strategie bis Gesch\u00e4ftsmodell. Aus Sicht der Mitarbeiter:innen und der F\u00fchrung stellt sich die Frage: Wer \u00fcbernimmt, und welche Rolle wird die Marke k\u00fcnftig spielen?<\/p>\n<p>Aus Sicht von Burda k\u00f6nnte ein Verkauf bedeuten: Einmalerl\u00f6s zur St\u00e4rkung anderer Gesch\u00e4ftsbereiche oder zur R\u00fcckf\u00fchrung von Investitionen. Gleichzeitig ist zu beachten: Ein K\u00e4ufer kann neue Wege einschlagen, etwa Internationalisierung, Ausbau von Services oder Synergien mit HR\u2011Technologien.<\/p>\n<h2>Ausblick<\/h2>\n<p>Ein Verkauf von kununu durch Burda w\u00e4re ein deutliches Signal: Der Verlag r\u00e4umt sein Digitalportfolio auf und fokussiert sich neu. F\u00fcr das erste Quartal 2026 bleibt zu beobachten: Wird tats\u00e4chlich ein Closing erreicht? Wer wird K\u00e4ufer? Und wie wird kununu nach einer \u00dcbernahme positioniert? F\u00fcr den Markt der Arbeitgeberbewertungen kann das Auswirkungen haben, etwa auf Preisstruktur, Services oder Innovationskraft.<\/p>\n<h2>Fazit:<\/h2>\n<p>Burda bewegt sich strategisch, und eine der ersten sichtbaren Konsequenzen k\u00f6nnte der Verkauf von kununu sein. Rund 500\u202fMio.\u202fEuro Erl\u00f6s, Abschluss im fr\u00fchen 2026, sofern die Insider\u2011Informationen zutreffen. Die Fronten sind gespannt: Was steckt hinter dem schnellen Verkauf? Und welche Richtung nimmt die Plattform unter neuer F\u00fchrung? F\u00fcr Medien\u2011 und Digitalstrategen sowie HR\u2011Technologie\u2011Beobachter bleibt dieser Schritt ein wichtiges Indiz f\u00fcr die Neuaufstellung eines traditionellen Verlages im digitalen Zeitalter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Medienkonzern Hubert\u202fBurda nimmt nach Informationen aus Insiderkreisen offenbar den Verkauf der Arbeitgeberbewertungsplattform kununu ins Visier. Der Verkauf k\u00f6nnte bereits im ersten Quartal 2026 \u00fcber die B\u00fchne gehen und dabei rund 500\u202fMillionen\u202fEuro einbringen. Dies berichten mehrere Medien unter Berufung auf interne Quellen. 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