{"id":1787,"date":"2023-09-22T12:00:55","date_gmt":"2023-09-22T10:00:55","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.presseplus.eu\/?p=1787"},"modified":"2026-04-14T01:03:40","modified_gmt":"2026-04-13T23:03:40","slug":"zeit-und-grenzenlosigkeit-des-mare-verlags","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.presseplus.de\/blog\/zeit-und-grenzenlosigkeit-des-mare-verlags\/","title":{"rendered":"Zeit- und Grenzenlosigkeit des mare-Verlags"},"content":{"rendered":"<p>Seit den 1990er-Jahren hat der <a href=\"https:\/\/www.mare.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mare Verlag<\/a> eine einzigartige Reise angetreten, die die Welt der Meeresgeschichten und des journalistischen Schaffens in Deutschland gepr\u00e4gt hat. Gegr\u00fcndet von dem Schweizer Meeresbiologen Nikolaus Gelpke, wurde die Vision geboren, eine Zeitschrift zu schaffen, die das breite Spektrum der maritimen Welt in den Fokus r\u00fcckt. Im April 1997 wurde diese Vision zur Realit\u00e4t, als die erste Ausgabe von mare \u2013 Die Zeitschrift der Meere mit dem Schwerpunkt &#8220;Transatlantik&#8221; erschien. Zum Hauptprogramm \u201emare\u201c geh\u00f6ren auch <a href=\"https:\/\/www.mare.de\/buecher\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">B\u00fccher<\/a> aus den Bereichen sch\u00f6ne Klassiker und Sachbuch, aber auch Abenteuerreisen, Wissenschaftskrimis, Kulturgeschichten und Romane, die den Blick weiten.<\/p>\r\n<h2>Entstehungsgeschichte des mare Verlags<\/h2>\r\n<p>Den anf\u00e4nglichen Ansto\u00df f\u00fcr die sp\u00e4tere Entstehung von mare gab Elisabeth Mann Borgese (1918 \u2013 2002), Wissenschaftlerin und Seerechtsexpertin, die sich zeitlebens sehr stark f\u00fcr den Schutz und Erhalt der Meere engagiert hatte. Sie legte dem jungen Meeresbiologen Nikolaus Gelpke nahe, eine Zeitschrift zum Themenkreis Meer zu gr\u00fcnden. Das sollte zu diesem Zeitpunkt etwas Neues aufweisen, was es bis 1997 in dem Format noch nicht gab. Zwei Jahre sp\u00e4ter erschien in diesem Zusammenhang auch das erste Buch \u00fcber das Meer als Themenschwerpunkt, geschrieben von Elisabeth Mann Borgese unter dem Titel \u201eMit den Meeren leben\u201c.<\/p>\r\n<p>Der Impuls Gelpkes einen Verlag zu gr\u00fcnden, mit der Absicht, eine Zeitschrift zu entwickeln, die es in der Ausf\u00fchrung noch nie gegeben hatte, erwies sich als vollkommen richtig, denn wer k\u00f6nnte in Geschichten und Geheimnisse des Meers besser eingeweiht sein als er selbst, der es erforscht, bereist und durchsegelt hat. Nat\u00fcrlich geht es nicht ausschlie\u00dflich um das reine Salzwasser. Das Meer als Lebens-, Wirtschafts- und Kulturraum f\u00fcr den Menschen steht im Mittelpunkt aller Publikationen des mare-Verlags, in Verbindung damit gleichwohl der weltweit anzustrebende Meeresschutz.<\/p>\r\n<p>Der heutige mare-Verlag, der seinen Sitz in der Hamburger Speicherstadt hat, trug in den Anfangsjahren den Namen Dreiviertel Verlag. Dieser Name wurde gew\u00e4hlt, um die Bedeutung der Meere zu betonen, die etwa drei Viertel der Erdoberfl\u00e4che ausmachen. Im Jahr 2008 wurden der Dreiviertel Verlag und der marebuchverlag zu einem einzigen Verlag vereint, der fortan unter dem Namen &#8220;mare&#8221; firmiert. Dabei wurde die lateinische\/italienische Schreibweise &#8220;mare&#8221; als Ausdruck f\u00fcr das &#8220;Meer&#8221; als eigenst\u00e4ndige Schreibweise f\u00fcr den Verlagsnamen \u00fcbernommen.<\/p>\r\n<h2>Die Meeresexperten an Bord<\/h2>\r\n<p>Der Erfolg von Mare basierte von Anfang an auf einem klaren Konzept: Ein eigener fotografischer Blick, akribische Recherche, kluge Erz\u00e4hlungen und gro\u00dfz\u00fcgiges Layout. Die Auszeichnungen, die Mare im Laufe der Jahre erhielt, darunter der World Press Photo Award, der Hansel-Mieth-Preis und der Lead Award, sind ein Beweis f\u00fcr die hohe Qualit\u00e4t des Magazins. Alle zwei Monate er\u00f6ffnet Mare seinen Lesern eine neue Perspektive auf die Welt der Meere und beantwortet die am h\u00e4ufigsten gestellte Frage: Gehen euch eigentlich nie die Themen aus?<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<div class=\"wp-block-image\">\r\n<figure class=\"aligncenter is-resized\"><a href=\"\/Mare-Abo\" rel=\"nofollow\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cover.presseplus.eu\/388\/43155\/Mare_Abo.jpg\" alt=\"Das mare Magazin\" width=\"470\" height=\"646\" \/><\/a>\r\n<figcaption>Das Cover des mare Magazins<\/figcaption>\r\n<\/figure>\r\n<\/div>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><a href=\"\/Mare-Abo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mare &#8211; Die Zeitschrift der Meere<\/a> hat sich von Beginn an das Ziel gesetzt, das Meer als Lebensraum, Wirtschaftsfaktor und kulturelle Quelle in das Bewusstsein der \u00d6ffentlichkeit zu r\u00fccken. Anders als Fachzeitschriften, die Expertenwissen aus Bereichen wie Meeresbiologie, \u00d6kologie, Schifffahrt oder Ozeanographie voraussetzen, ist Mare f\u00fcr alle gedacht, die eine Verbindung zum Meer haben.<\/p>\r\n<p>In den Anfangsjahren von 1997 bis 2006 hatte jede Ausgabe von Mare einen bestimmten Themenschwerpunkt. Dies reichte von Transatlantik \u00fcber Nord- und Ostsee, Piraten und Meuterer, Wind und Wetter, bis hin zu Themen wie der Farbe Blau, der Heilquelle Meer, Venedig, Musik, Krieg und Frieden, Mond und Gezeiten, Schatzsuche, Sex, Schildkr\u00f6ten, Zeit, Kinder und Salz. Besonderes Aufsehen erregte die Ausgabe Nr. 10 im Jahr 1998, die der Schweiz gewidmet war und das kleine Alpenland ohne Zugang zum Meer als eine Schifffahrtsnation vorstellte. Das letzte Heft, das diesem Konzept folgte, war die Ausgabe von Oktober\/November 2006 mit dem Thema Japan.<\/p>\r\n<p>Um inhaltlich flexibler zu sein, entschied sich die Redaktion mit der Ausgabe Nr. 59 im Dezember 2006\/Januar 2007 f\u00fcr eine \u00c4nderung des Mare-Konzepts. Obwohl es schwer fiel, sich von dem bisherigen Ansatz zu trennen, entdeckte die Redaktion bei der Planung der neuen Ausgabe &#8220;ganz neue, wunderbare M\u00f6glichkeiten&#8221;, um sich dem Meer auf verschiedene Weisen zu n\u00e4hern.<\/p>\r\n<p>Von Anfang an legte Mare gro\u00dfen Wert auf die hohe Qualit\u00e4t seiner Reportagen und Fotostrecken sowie auf das Layout der Zeitschrift. Neben Reportagen, Essays, Nachrichten und Buchrezensionen zum Thema Meer bietet Mare auch Rubriken wie &#8220;Das Blaue Telefon&#8221;, in der Fachleute Leserfragen beantworten, sowie ungew\u00f6hnliche Portr\u00e4ts von K\u00f6chen zusammen mit ihren Rezepten f\u00fcr Fisch- und Meeresfr\u00fcchtegerichte. Eine weitere beliebte Rubrik war die Kolumne &#8220;Pitcairn&#8221;, in der der ehemalige stellvertretende Mare-Chefredakteur Ulli Kulke von der ersten Ausgabe bis zur Ausgabe Nr. 47 \u00fcber Ereignisse auf der pazifischen Insel Pitcairn berichtete. Diese Insel wird von Nachfahren der Bounty-Meuterer bewohnt. Die Kolumne wurde eingestellt, nachdem sechs M\u00e4nner der Insel &#8211; etwa die H\u00e4lfte der m\u00e4nnlichen Bev\u00f6lkerung &#8211; wegen Vergewaltigung, N\u00f6tigung oder sexueller Bel\u00e4stigung verurteilt worden waren.<\/p>\r\n<p>Die Zeitschrift erscheint sechsmal im Jahr und hat bis heute 160 Ausgaben.<\/p>\r\n<h2>Die Verlagserweiterung: B\u00fccher, B\u00fccher, B\u00fccher<\/h2>\r\n<p>Manche Geschichten brauchen mehr Raum als ein Magazin bieten kann. 1999 wurde das erste Mare-Buch ver\u00f6ffentlicht: &#8220;Mit den Meeren leben&#8221; von Elisabeth Mann Borgese. 2001 wurde der marebuchverlag gegr\u00fcndet und pr\u00e4sentierte im Herbst 2002 sein erstes Buchprogramm. Belletristik und Sachbuch, Abenteuerreisen und Kulturgeschichten erweiterten das Spektrum des Verlags. 2003 eroberte der marebuchverlag mit &#8220;Rausch&#8221; von John Griesemer sogar Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste. Mit Titeln wie &#8220;Der Atlas der abgelegenen Inseln&#8221; von Judith Schalansky hat sich der Verlag einen Namen f\u00fcr kreatives und gestalterisch anspruchsvolles Publizieren gemacht.<\/p>\r\n<h2>Das Mare-Universum: Weitere Perspektiven auf das Meer<\/h2>\r\n<p>Das Meer ist nicht nur Inspiration, sondern auch Sehnsuchtsort. Dies zeigt sich in Mare&#8217;s Fotokalender &#8220;Meeresblicke&#8221; und in Bildb\u00e4nden, die die Sch\u00f6nheit und Vielfalt der Meere einfangen. Fotografen reisen um die Welt, von den K\u00fcsten des Mittelmeers bis zu den eisigen Weiten des Nordmeers, um faszinierende Bilder zu schaffen.<\/p>\r\n<h2>Mare in Bewegung: Das Multimedia-Abenteuer<\/h2>\r\n<p>Mare ist mehr als nur ein Magazin und ein Verlag. Seit 2001 gibt es Mare auch als Fernsehformat und seit 2004 als Radiosendung. Unter dem Titel mareTV nehmen Zuschauer mit dem Norddeutschen Rundfunk an faszinierenden Reisen teil, die sie an entlegene Orte und zu Menschen f\u00fchren, die in und mit den Meeren leben. Mit mareRadio entf\u00fchrt Radio Bremen seine H\u00f6rer monatlich ans Meer und l\u00e4sst sie Geschichten und Kl\u00e4nge aus der maritimen Welt erleben.<\/p>\r\n<h2>Die Feier der Ideen: Mare&#8217;s Jubil\u00e4en<\/h2>\r\n<p>Gute Ideen sollten gefeiert werden. Mare hat dies getan, als es 2013 seine 100. Ausgabe ver\u00f6ffentlichte und ber\u00fchmte Pers\u00f6nlichkeiten Geschichten vom Meer erz\u00e4hlen lie\u00df. Das 20-j\u00e4hrige Jubil\u00e4um wurde 2017 mit einem opulenten Bildband gefeiert, der die besten Fotografien aus zwei Jahrzehnten vereinte.<\/p>\r\n<p>Das Mare-Universum ist ein Ort, an dem die Leidenschaft f\u00fcr das Meer, die Neugier auf Geschichten und die Liebe zum Gestalten zusammenkommen. Es ist ein Ort, an dem gute Ideen kein Verfallsdatum haben und die Wellen der Kreativit\u00e4t nie abebben.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit den 1990er-Jahren hat der Mare Verlag eine einzigartige Reise angetreten, die die Welt der Meeresgeschichten und des journalistischen Schaffens in Deutschland gepr\u00e4gt hat. Gegr\u00fcndet von dem Schweizer Meeresbiologen Nikolaus Gelpke, wurde die Vision geboren, eine Zeitschrift zu schaffen, die das breite Spektrum der maritimen Welt in den Fokus r\u00fcckt. 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