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Porträt von BISS

Im Oktober 1993 erschien die erste Ausgabe der Straßenzeitung BISS, Bürger in sozialen Schwierigkeiten. Das Ziel: Hilfe zur Selbsthilfe. Heute ist BISS-Magazin die älteste und mit einer verkauften monatlichen Auflage von 38.000 Exemplaren eine der erfolgreichsten Straßenzeitungen Deutschlands. Vom Verkaufspreis, derzeit 2,20 Euro, behält der Verkäufer 1,10 Euro. Die Zeitschrift versteht sich auch als Lobby für gesellschaftlich benachteiligte Gruppen. Sie möchte ein Bewusstsein schaffen für die Belange obdachloser und armer Menschen. Eine schlanke, professionelle Redaktion stellt das Magazin her, das von armen, obdachlosen und ehemals obdachlosen Menschen auf der Straße verkauft wird. Die Zeitschrift ist Mittel zum Zweck. Das heißt, ihr Budget wird klein gehalten, denn Geld soll hauptsächlich den Verkäufern zu Gute kommen. Der Abopreis versteht sich zur Hälfte als eine Spende und ist bewußt höher als der Straßenpreis, um den Verkäufern keine Konkurrenz zu machen. Deshalb beträgt der Abopreis in München 80 Euro, außerhalb von München aber 40 Euro.
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